Immissionsschutz

Was sind Immissionen? Der Begriff „Immission“ hat seine Bedeutung von dem lateinischen Wort „immittere“. Es bedeutet so viel wie hineinschicken oder auch verursachen. Jede Einwirkung von Schadstoffen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterung auf Lebewesen wird daher als Immission bezeichnet.

Ziel des Immissionsschutzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen vor diesen schädlichen Einwirkungen zu schützen.

Ein kleines Beispiel:

Ein Unternehmen möchte eine neue Fabrik mit einem großen Schornstein bauen.
Durch den Schornstein würden Schadstoffe in die Luft gepustet – das wäre für die Menschen in der Wohngegend und die Tiere und Pflanzen im Wald sicher nicht gut. Außerdem könnte der Lärm die Nachbarn stören. Unsere Mitarbeiter, die im Umweltamt für den Bereich Immissionsschutz zuständig sind, sorgen dann dafür, dass die Fabrik so gebaut wird, dass die Abgase richtig abgeleitet werden – zum Beispiel durch den Einbau von Filtern. Auch den Lärm würden sie verhindern, indem sie dem Fabrikbesitzer zum Beispiel sagen, dass er eine Lärmschutzwand bauen muss.

Abfallüberwachung

Hauptaufgabe der Abfallüberwachung ist das Überwachen von Betrieben und Einrichtungen wie zum Beispiel Tankstellen, Baufirmen, Arztpraxen und Einzelhandelsbetrieben. Dabei wird geprüft, ob diese Betriebe ihre Abfälle auch so entsorgen, wie es sein soll.

Darüber hinaus überwacht die Abfallbehörde, dass auch Privatleute ihren Abfall richtig entsorgen. So gehört Restmüll in die schwarze Tonne, Verpackungsabfälle in den gelben Abfallsack und Bioabfälle in die grüne Tonne. Das Verbrennen von Gartenabfällen ist in der Stadt Oldenburg übrigens verboten!

Es kommt immer wieder vor, dass Menschen ihren Abfall auf Straßen, Plätzen oder in der Natur einfach wegwerfen. Das ist nicht nur hässlich und störend, sondern auch gefährlich. So können sich spielende Kinder oder Tiere an den Abfällen verletzen und Giftstoffe können in den Boden und das Grundwasser gelangen.
Wer seinen Müll auf diese Weise entsorgt und dabei erwischt wird, muss ein Bußgeld bezahlen. In besonders schlimmen Fällen kann sogar ein Strafverfahren eingeleitet werden.

Wenn du eine solche „wilde Müllkippe“ entdeckst, kannst du die Abfallbehörde unter 0441 235-2183 anrufen.

Bodenschutz

Die Bodenschutzbehörde versucht vor allem, herauszufinden, wo giftige Stoffe in den Boden beziehungsweise in das Grundwasser gelangt sind. Dann kümmert sie sich darum, dass diese Böden und dieses Grundwasser wieder sauber werden. Wenn giftige Stoffe in den Boden oder ins Grundwasser gelangt sind, nennen wir das Altlasten. Die Säuberung der Böden und des Grundwassers heißt bei uns Sanierung.

  • Was ist eigentlich genau „Boden“? Mehr darüber erfährst du hier »

Kampfmittel

Bevor man auf einem Grundstück anfangen kann zu bauen, muss geprüft werden, ob noch Kampfmittel aus den beiden Weltkriegen im Boden schlummern.
Kampfmittel sind alte Munition oder Munitionsteile wie zum Beispiel Patronen, Handgranaten, Panzerfäuste, Minen und Bomben. Diese alten Kampfmittel sind sehr gefährlich, weil sie noch nicht entschärft wurden.
Die ganze Stadt vorbeugend auf Kampfmittel zu untersuchen geht nicht, weil dies viel zu aufwändig und zu teuer wäre.
Für das Stadtgebiet gibt es deshalb als Orientierung bei der Suche nach amerikanischen oder britischen Fliegerbomben eine Kampfmittelbelastungskarte. In dieser Karte sind die Flächen u. Gebiete rot eingezeichnet, die unbedingt auf Kampfmittel zu untersuchen sind. Die Untersuchung von kampfmittelverdächtigen Grundstücken übernehmen nur Firmen, die sich mit der Kampfmittelbeseitigung gut auskennen. Wenn diese Firmen zum Beispiel einen Blindgänger auf einem Grundstück  finden, benachrichtigen sie umgehend den Kampfmittelbeseitigungsdienst in Hannover. Aus Hannover kommt dann ein erfahrener Sprengmeister, der versucht die Bombe zu entschärfen. Nicht immer gelingt dies. Manchmal sind die Zünder der Bombenblindgänger so verrostet oder verbogen, dass der Sprengmeister den Zünder nicht mehr herausschrauben kann. So einen Fall hatten wir im Jahr 2007 in Oldenburg. Einige von euch können sich sicher noch daran erinnern. In der Nähe des Bahnhofgeländes hat ein Baggerfahrer eine 230-Kilogramm schwere Sprengbombe gefunden. Weil der Zünder dieser Bombe verrostet war, konnte der Sprengmeister die Bombe nicht entschärfen. Sie musste auf dem Gelände in der Nähe des Oldenburger Hauptbahnhofes gesprengt werden. Aus Sicherheitsgründen mussten damals etwa 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen.
Es kommt auch vor, dass spielende Kinder zum Beispiel Handgranaten oder sonstige Munition finden.
 
Bei Munitionsfunden ist immer höchste Vorsicht geboten!

Was ist bei Munitionsfunden zu tun?

  • Die Munition auf keinen Fall anfassen.
  • Wende dich an deine Eltern oder einen anderen Erwachsenen. Die sollten dann sofort die Polizei (Telefon: 110) oder den Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover (Telefon: 0511 1096302) verständigen!
  • Den Zugang zur Fundstelle absperren.

Gewässerschutz

Wir von der Wasserbehörde kümmern uns darum, dass niemand unsere oberirdischen Gewässer und das Grundwasser zerstört, verschlechtert oder verschmutzt. Was sind denn oberirdische Gewässer? Oberirdische Gewässer sind das Meer, die Seen, Teiche, Flüsse, Bäche und Gräben. In Oldenburg sind das zum Beispiel der Fluss „Hunte“ oder der Bornhorster See. Grundwasser ist das Wasser unter der Erde. Am Strand hast du sicher schon mal so tief gegraben, dass wieder Wasser kommt! Das war das Grundwasser. Je nachdem, wo wir leben, müssen wir unterschiedlich tief graben, um ans Grundwasser zu kommen. In Oldenburg findet man es oft schon nach ein bis zwei Metern.

  • Aber warum kümmern wir uns darum, dass die Gewässer sauber bleiben und nicht zerstört werden?
    Das und mehr dazu erfährst du hier »

Umwelttelefon und allgemeine Umweltinformationen

Für alle allgemeinen Fragen, die das Thema Umweltschutz in Oldenburg betreffen, gibt es für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Umwelttelefon anzurufen unter 235-2777. Selbstverständlich kannst auch du dort anrufen! Du kannst aber auch eine E-Mail an die Adresse naturschutz(at)stadt-oldenburg.de schicken.

Außerdem erhalten die Bürgerinnen und Bürger im Sommerhalbjahr Hilfe über das Umwelttelefon, wenn Sie Probleme mit Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen haben. Auf Wunsch kommt ein Berater zu Hause vorbei und schaut sich das Nest an, und kann dann sagen, ob und was gemacht werden muss. Alles Wichtige hierzu findest du in einer Broschüre, die du über das Umwelttelefon kostenlos bestellen kannst.