Anlage liefert Strom für rund 3.200 Haushalte

Jetzt ist er offiziell eröffnet, der Solarpark auf dem Fliegerhorst. Ex-Umweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer – der „Anwalt der Umwelt“ – war am Donnerstag, 1. März 2012, zu Gast in Oldenburg, um die Anlage feierlich einzuweihen. Der profilierte Umweltexperte, der für sein umweltpolitisches Engagement unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und verschiedenen Umweltpreisen ausgezeichnet wurde, sprach bei der Veranstaltung auch ein Grußwort.

Der Solarpark Fliegerhorst Oldenburg soll mit einer Leistung von 13,9 Megawatt rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich erzeugen – und so Strom für rund 3.200 Vier-Personen-Haushalte liefern. Betreiber und Bauherr des Solarparks ist das Unternehmen IFE Eriksen.

Da der Solarpark auf dem ehemaligen Fliegerhorst aufgestellt wurde, mussten vor Baubeginn umfangreiche Munitionssucharbeiten durchgeführt werden. Die IFE Eriksen AG hat über 28 Millionen Euro in dieses Projekt investiert. Die Bauzeit für das Öko-Kraftwerk betrug rund drei Monate.

Stimmen zur Eröffnung des Solarparks

Prof. Dr. Klaus Töpfer:
„Dieses Projekt kommt zum richtigen Zeitpunkt und es ist am richtigen Ort. Ein Ort, der als militärischer Standort früher der Stabilität im Kalten Krieg diente. Respekt für die Konversionsleistung der Stadt und des Investors hier. Wir brauchen solche Investitionen wie diese und wir brauchen Bürger, die sich dafür engagieren, wie ihre Energie erzeugt wird. Ein großartige Leistung des Unternehmens, ein weiterer Beitrag, der die Energiewende realistisch werden lässt.“

Oberbürgermeister Gerd Schwandner:
„Man kann sich nicht als Hauptstadt der Erneuerbaren Energien im Nordwesten verstehen und in Wissenschaft und Forschung die Zukunftsthemen besetzen, ohne in die Produktion von Erneuerbarer Energie einzusteigen und statt dessen auf die Nachbargemeinden schauen. Ich möchte mich deshalb ganz herzlich bedanken, dass die IFE Eriksen AG in ungeheuerlicher Geschwindigkeit auch mit der Unterstützung unserer Stadtpolitik dieses Großprojekt umgesetzt hat. Das zeigt, dass wir in Deutschland und hier in Oldenburg noch große Infrastrukturprojekte schaffen können.“

IFE-Vorstand Jakobus Smit:
„Die IFE Eriksen AG gibt es seit nunmehr 33 Jahren. Seit 33 Jahren sind wir in den Erneuerbaren Energien zu Hause. 2010 haben wir uns entschieden, zukünftig selbst PV-Parks und Windparks zu betreiben. Insgesamt haben wir 14 Windparks, 5 PV-Anlagen, rund 90 Mitarbeiter und sind stolz auf das Erreichte. Die Zukunft liegt in der Kilowattstunde, wie sie vergütet wird, und wir sind  dabei.“

Zahlen und Fakten zum Solarpark Fliegerhorst

Leistung: 13,89 MW
Fläche: 29,3 Hektar
Module: 59.136
Modulhersteller: Hanwha
Wechselrichter: Enercon
Baubeginn: 4. Oktober 2011
Inbetriebnahme: Dezember 2011
Investitionsvolumen: 28,5 Millionen Euro
Ertragsprognose: 12.785.203 kWh/Jahr
verlegte Kabel: 267 km
verbauter Stahl: 1020 Tonnen

Über IFE Eriksen

Die IFE Eriksen AG wurde 1979 gegründet. Zu dem Oldenburger Unternehmen gehören Niederlassungen in Rostock, Berlin und Prenzlau. IFE Eriksen plant, errichtet und betreibt Windparks, Solarparks und Solarfabriken. Bisher hat das Unternehmen Windparks mit einer Gesamtleistung von über 135 Megawatt installierter Leistung sowie Solarparks mit einer Leistung von 30 Megawatt errichtet.