Stadtwerkstätten erfolgreich!

In der Woche vom 2. bis 6. Juni 2015 fanden auf dem Fliegerhorst im ehemaligen Kasino (OHG) die Stadtwerkstätten im Rahmen der Partizipation, der Bürgerbeteiligung, statt. Neben Schülerinnen und Schülern, Expertinnen und Experten aus Verbänden, Vereinen und Initiativen waren auch die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger gefragt, die umfangreichen Ideen und Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Fliegerhorstes zu diskutieren. Nach einer intensiven Woche, die allen viel Spaß gemacht hat, wird das Ergebnis der Stadtwerkstatt im August 2015 veröffentlicht. Das Foto am Ende der Abschlussveranstaltung zeigt Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Planteppich Fliegerhorst.

Ergebnisorientierte Zusammenarbeit in den Stadtwerkstätten

Der städtische Teil des Fliegerhorstes Oldenburg ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Anfang 2014 konnte die Stadt Oldenburg die restlichen Flächen auf städtischer Seite von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erwerben. Nun soll in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil entstehen. Wir sind der Überzeugung, dass durch eine ergebnisorientierte Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt mit Politik, Verwaltung, Expertinnen, Experten und Fachplanern und Fachplanerinnen ein zukunftsweisender Stadtteil entstehen kann, der uns als Stadt große Chancen ermöglicht und Ihnen als Bürgerinnen und Bürgern Raum zur Entfaltung bietet. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, frühzeitig mit Ihnen gemeinsam die Erarbeitung von Ideen, Konzepten und Planungsvorschlägen zu beginnen. Hierfür wurde vom ortsansässigen Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) das Konzept der „Stadtwerkstatt Fliegerhorst“ entwickelt.

Konzept und Aufbau
Die „Stadtwerkstatt Fliegerhorst“ ist ein eigens für den neu entstehenden Stadtteil konzipiertes Beteiligungsverfahren zur Ausarbeitung von Empfehlungen, Strategien und Maßnahmenvorschlägen.

Sie fand von Dienstag, 2. Juni 2015, bis Samstag, 6. Juni 2015, auf dem Fliegerhorst statt. Die Werkräume waren für drei verschiedene Akteursgruppen ausgelegt:

  • Werkraum für Kinder und Jugendliche
  • Werkraum für Verbände und Expertinnen und Experten
  • Werkraum für Bürgerinnen und Bürger

Die Werkräume wurden gerahmt von einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung und einem gemeinsamen Konzeptwerkraum.

Auftaktveranstaltung
Die Teilnehmenden aller drei Werkräume lernten sich kennen und erhielten gemeinsam eine Einführung zu den Grundlagen und Rahmenbedingungen sowie zur inhaltlichen Ausrichtung des Projektes. Eine Erkundung des Fliegerhorstes auf dem Planungsteppich und vor Ort rundeten die Veranstaltung ab.

Werkraum für Kinder und Jugendliche
Jede Oldenburger Schule war eingeladen, zwei Schülerinnen oder Schüler zu diesem Werkraum zu entsenden. Die Kinder und Jugendlichen erhielten eine spezielle Einführung. Auf einem großen Planungsteppich wurde das Wissen um den Fliegerhorst kreativ vertieft. Im Anschluss diskutierten sie in einem Kinder- und Jugendparlament ihre Bedürfnisse und Ideen, um Städte und speziell Oldenburg für sie ansprechend zu gestalten. Die Ergebnisse wurden in Kartencollagen für den zukünftigen Stadtteil Fliegerhorst zusammengeführt und als Planungsempfehlungen ausgewertet.

Werkraum für Verbände und Expertinnen und Experten
Von der Stadt Oldenburg wurde eine Liste von Verbänden und Vereinen, Initiativen und Netzwerken zusammengestellt, die aus den Bereichen Kunst und Kultur, dem Sozialbereich, der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kommen. Diese werden eingeladen und konnten maximal je zwei sie vertretende Personen entsenden. Liste der Verbände »

Werkraum für Bürgerinnen und Bürger
60 per Zufall ausgewählte Bürgerinnen und Bürger erarbeiteten in einem moderierten Dialog die Rolle des Fliegerhorstes in der Gesamtentwicklung der Stadt Oldenburg. Hauptthemenbereiche wurden gemeinsam identifiziert und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Aus den Themenbereichen wurden Szenarien für die weitere Entwicklung des Stadtteils abgeleitet.

Konzeptwerkraum
Hier trafen alle drei Akteursgruppen wieder zusammen, um die Ergebnisse der vorangegangenen Werkräume zusammenzuführen, gemeinsame Muster zu erkennen und Verständigung zu erzielen. Die Ergebnisse flossen in von allen getragene Empfehlungen, Strategien und Maßnahmenvorschläge ein. Der Tag endete mit einem Ausblick auf den weiteren Prozess der Entwicklung des Fliegerhorstes als neuem Stadtteil.