2006 bis 2013: Der Fliegerhorst nach der militärischen Nutzung

Im Sommer 2011 erfolgte der Ankauf zweier Unterkunftsgebäude auf dem Gelände des Fliegerhorstes. Die Gebäude an der Gaußstraße werden als kommunale Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge genutzt.

Zum gleichen Zeitpunkt erfolgte der Rückkauf einer circa 76 Hektar großen Teilfläche, um hierauf ein befristetes Photovoltaikprojekt (Solarpark ») zu realisieren. Das Rückkaufrecht für Teilflächen des Fliegerhorstes ergab sich aus Verträgen aus dem Jahr 1964, in dem seinerzeit das sogenannte Rundflugfeld Alexanderheide von der Stadt an den Bund veräußert wurde.

Durch das den Kommunen seit März 2012 für Konversionsflächen – das sind ehemals militärisch genutzte Bundesimmobilien, die einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen – eingeräumte „Erstzugriffsrecht“ ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) von ihrem früheren Standpunkt abgewichen. Bis dahin sollten Konversionsflächen ohne Berücksichtigung von kommunalpolitischen Gesichtspunkten im Gebotsverfahren an den Meistbietenden veräußert werden. Die politischen Gremien der Stadt Oldenburg stimmten frühzeitig weiteren Ankaufsverhandlungen mit der BImA aufgrund dieser Neuregelung für die Flächen des Fliegerhorstes Oldenburg zu. Daher konnte Anfang 2014 die 109 Hektar große Fläche, die im Stadtgebiet von Oldenburg liegt und entwickelt werden soll, angekauft werden. Seitdem befindet sich das gesamte auf Oldenburger Stadtgebiet befindliche Areal des Fliegerhorstes im Besitz der Stadt Oldenburg.