Oldenburg nimmt am Wettbewerb „Zukunftsstadt“ teil

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2015 startet. 52 ausgewählte Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Kommune. In Dresden gab heute Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Namen der 52 geförderten Kommunen bekannt – auch Oldenburg ist dabei.

Unter dem Titel „Fliegerhorst Oldenburg. Zukunftsplan 2030+“ hat sich die Huntestadt mit einer Projektskizze beworben. Ziel des Projektes ist es, den ehemaligen Fliegerhorst zu einem neuen Stadtteil zu entwickeln. Nach der derzeit laufenden Phase der Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation werden die ersten Ideen und Wünsche für die Entwicklung der Fläche im Sommer 2015 vorliegen. Diese sollen dann in der Erarbeitung eines Zukunftsplanes 2030+ als ganzheitliche Version vereinheitlicht und mit verbindlichen Maßnahmen versehen werden. Dazu würde mit Akteuren aus der bisherigen Bürgerbeteiligung unter anderem in Workshops weitergearbeitet. Der Plan könnte dann im zweiten Quartal 2016 dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Ziel des Zukunftsplanes 2030+ soll es sein, die Grundlage für daraus zu entwickelnde Bebauungspläne und Projekte zu bilden. Er sollte unter anderem Aussagen enthalten zu Themen wie Wohnen und nachhaltiges Bauen, Gebäudenachnutzung und Neubebauung Verkehr und Mobilität, Grün- und Freiflächennutzung sowie Bildung und Kultur.

BMBF wählt 52 Kommunen aus – Oldenburg ist dabei
Bundesweit konnten sich bis zum 27. März 2015 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einem Konzept für die Entwicklung einer nachhaltigen Vision 2030+ bewerben. 52 Kommunen wurden nun von einer unabhängigen Expertenjury aus 168 Bewerbungen ausgewählt. In der ersten Phase des Wettbewerbs während des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt werden die Kommunen im Bürgerbeteiligungsprozess eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ für ihre Kommune entwickeln und Handlungs- beziehungsweise Umsetzungsvorschläge erarbeiten. 1,75 Millionen Euro stellt das BMBF dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden schließlich bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen.

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigt, wie Bürger und Forschung schon heute dazu beitragen können, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam Visionen für die Zukunft ihrer Kommunen und erproben diese vor Ort: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, bezahlbares Wohnen, um Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2015 – Zukunftsstadt, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).