Neue Grenzabstandsvorschriften

Der Niedersächsische Landtag hat die Neufassung der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) beschlossen und am 12. April 2012 bekannt gemacht. Viele Bauwillige und ihre Architekten haben auf diese Änderung schon lange gewartet, denn mancher Bauwunsch scheiterte bisher an strengen und komplizierten Grenzabstandsvorschriften. In vielen Fällen erlauben die neuen Vorschriften eine höhere Grundstücksausnutzung und ein dichteres Heranrücken an die nachbarliche Grundstücksgrenze. Damit wird das niedersächsische Bauordnungsrecht vereinfacht und an das der meisten anderen Bundesländer angeglichen. Es bleibt jedoch bei dem bekannten Mindestgrenzabstand von drei Metern.

Der weitaus größte Teil der NBauO-Neufassung tritt erst zum 1. November 2012 in Kraft. Einige der neuen Vorschriften gelten aber schon ab dem 13. April 2012.

Dazu Christopher Festersen, Leiter des Fachdienstes Bauordnung und Denkmalschutz der Stadt Oldenburg:
„Zu den sofort geltenden Regelungen zählen neben den neuen Grenzabstandsvorschriften auch die Vorschriften zu Rauchwarnmeldern in Wohnungen und zu den erforderlichen Kleinkinderspielplätzen bei Wohngebäuden mit sechs oder mehr Wohneinheiten. Für Bauherrinnen und Bauherren, die derzeit einen Antrag bei uns in Bearbeitung haben oder nun einen Antrag neu stellen, gelten automatisch diese neuen Vorschriften.“

Informationsblatt mit Einzelheiten
Die Untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt Oldenburg hat zu den Änderungen der Niedersächsischen Bauordnung ein Informationsblatt zusammengestellt. Dieses ist kostenlos erhältlich: