Osternburg - Stadtteilworkshop ein voller Erfolg

Am Mittwoch, 11. Februar 2015, fand in Osternburg im Baumhaus-Café Herz, der erste Stadtteilworkshop für das Stadtteilzentrum statt.
Das Stadtteilzentrum ist kein Gebäude sondern umfasst den in der Karte dargestellten Bereich. Er wird im Norden durch die Dedestraße, im Osten durch die Dragoner Kaserne, im Süden durch die Wunderburgstraße/Sophie-Schütte-Straße und im Westen durch den Küstenkanal begrenzt.

Zum Stadtteilworkshop waren alle Osternburger, Bürgerinnen und Bürger, egal ob groß oder klein, Vertreter der Kirchen, Kaufleute, Werbegemeinschaften, Vereine etc. eingeladen,  über das Stadtteilzentrum zu diskutieren, Ideen und Visionen zu entwerfen und Umsetzungslösungen entwickeln. Nunmehr beginnt die Entwicklungsphase des Rahmenplanes. Im Anschluss werden der, von den Planern auf der Basis des Bürgerworkshops erarbeitete Rahmenplan der Politik vorgestellt und zur Entscheidung vorgelegt. Vorab findet noch eine Informationsveranstaltung statt. Der Termin und der Ort dieser Veranstaltung werden rechtzeitig hier auf dieser Seite bekannt gegeben.

Alle gesammelten Ideen und Anregungen finden Sie hier » (pdf, 134 KB)

Stadtteilzentrum Osternburg – übergeordnete Planung

Stadtteilzentrum

Das Stadtteilzentrum Osternburg liegt in circa 800 m Entfernung südöstlich der Oldenburger Innenstadt (Altstadt) und ist räumlich durch die Stadtstrecke des Küstenkanals von der Innenstadt getrennt. Eine direkte Verbindung wird über die Hubbrücke „Cäcilienbrücke“ hergestellt. Der Straßenzug Damm/Bremer Straße führt als historische Verbindung der Innenstadt mit Osternburg direkt in den Planbereich. Die ebenfalls schon seit dem Mittelalter bestehende Verbindung Cloppenburger Straße/Stedinger Straße kreuzt diesen Straßenzug aus Südwesten kommend. Diese beiden Hauptverkehrsstraßenzüge bilden zusammen mit dem Osternburger Markt gleichsam das Rückgrat des Planbereiches.

Kern des Stadtteilzentrums ist der Osternburger Markt, der sich an einer platzartigen Aufweitung im Bereich einer Verschwenkung (S-Kurve) der Bremer Straße befindet. Nach Norden zweigt hier die Ulmenstraße in das angrenzende Wohngebiet ab, nach Süden die Ekkardstraße.

Übergeordnete Konzepte und Programme

Der Anlass für die Erarbeitung der Rahmenplanung Osternburg ist der Beschluss des Stadtentwicklungsprogramms step2025, der handlungsleitend für die Stadtverwaltung wurde. Aber auch im Wohnkonzept 2025 sowie im Einzelhandelsentwicklungskonzept 2007/Fortschreibung (EEK) werden strategische Planungen für die Stadtteilzentren formuliert.

1. Stadtentwicklungsprogramm – step2025

Mit dem step2025 hat sich die Stadt Oldenburg sowohl im Leitziel 05 „Urbanität durch Konzentration, Mischung und Dichte“ als auch mit dem Leitziel 06 „Neues Wohnen in die Mitte“ zum Thema Wohnen und Versorgung positioniert. Oldenburg will das Wohnen vorrangig in der Innenstadt, innerhalb des Autobahnrings, in den Stadtteilzentren und entlang der Radialen fördern.

Dabei geht es um die Mischung unterschiedlicher Wohnungstypen und besonderer Wohnformen, aber auch um die Sicherung der preiswerten Bestände und Ausweitung des Wohnungsangebotes. Vor allem soll für untere Einkommensschichten bezahlbarer Wohnraum bereitgestellt werden. Der urbane Raum soll Kristallisations-punkt des öffentlichen Lebens werden. Dazu wurden im Handlungsfeld „Zentralität und Versorgung“ 15 zentrale Versorgungsbereiche festgelegt und verschiedene Maßnahmen dargestellt.

Eine Maßnahme ist die Entwicklung des Zukunftsortes *19 „Stadtteilzentrum“. Gerade die Entwicklung der zentralen Versorgungsbereiche zu Stadtteilzentren wurde von den Bürgern vielfach erwünscht. Der Bürger möchte sich mit seinem Stadtteilzentrum identifizieren. Dabei geht es nicht nur um eine tragfähige Versorgungstruktur, sondern auch um die Schaffung von kommunikativen und sozialen Angeboten, aber auch um eine Erhöhung der Aufenthaltsqualitäten.

Im Umfeld der Stadtteilzentren soll eine städtebauliche Verdichtung erfolgen mit dem Ziel, Wohnen für eine weniger mobile Bevölkerung zu stärken. Angestrebt sind hier besondere Wohnformen und Angebote für Ältere mit kombinierten Betreuungsangeboten.

Das Stadtteilzentrum umfasst den zentralen Versorgungsbereich, der im EEK 2007 festgelegt wurde und die angrenzenden Bereiche in einem Radius von ca. 200 m.

Das Stadtteilzentrum Osternburg ist das erste, für das eine entsprechende Rahmenplanung erstellt wird. Dabei soll überprüft werden, inwieweit die vom step2025 vorgegebenen Ziele bereits heute erfüllt werden, wo Defizite und Entwicklungsmöglichkeiten liegen und wie eine Entwicklung im Sinne der Ziele aussehen kann.

2. Einzelhandelsentwicklungskonzept – EEK

Im Einzelhandelsentwicklungskonzept von 2007 hat die Stadt Oldenburg 14 zentrale Versorgungsbereiche festgelegt (mit 17 Gebieten, da drei Zentren geteilt sind). Mittlerweile ist die Fortschreibung des EEK schon so weit fortgeschritten, dass diese die Grundlage für die Beschreibung des zentralen Versorgungsbereichs Osternburger Markt ist.

Demnach ist der zentrale Versorgungsbereich durch eine hohe funktionale Dichte geprägt. Hier befinden sich überwiegend Betriebe mit Sortimenten des kurzfristigen Bedarfs. Dienstleistungsbetriebe, kleine Fachgeschäfte, gastronomische Angebote sowie qualitativ unterschiedliche Lebensmittelmärkte ergänzen das Angebot.

Insgesamt wird für den zentralen Versorgungsbereich festgestellt, dass der Osternburger Markt nicht nur eine Nahversorgungsfunktion, sondern auch eine überörtliche Versorgungsfunktion erfüllt. Dies soll erhalten und stabilisiert werden, daher wird im EEK empfohlen, den Banchenmix weiter zu stärken. Zudem wird, um die Aufenthaltsdauer der Kunden zu erhöhen, angeregt, die Aufenthaltsqualität auf dem Osternburger Markt städtebaulich aufzuwerten.

3. Wohnkonzept 2025

Das Wohnkonzept 2025 formuliert eine Priorität der Verdichtung in integrierten Lagen innerhalb des Autobahnrings, im Umkreis der Stadtteilzentren und entlang der Radialen. Für die Bebauung entlang der Radialen sind drei Vollgeschosse, für die zentralen Versorgungsbereiche, wie den Osternburger Markt, vier Vollgeschosse als Richtwert vorgesehen. Insbesondere bei Nutzungsänderungen von Flächen sollen die Möglichkeiten für eine urbane Verdichtung genutzt und Angebote für unterschiedliche Wohnformen geschaffen werden. Damit können viele verschiedene Nachfragegruppen auf dem Wohnungsmarkt befriedigt werden.

Das Stadtteilzentrum Osternburg wird in der Entwicklungskarte des Wohnkonzeptes als Kategorie „WS 3 Bestandsverdichtung: Schaffung von Wohnraum im Bestand durch horizontale (flächige) und/oder vertikale Verdichtung (in die Höhe) an geeigneten Orten“ dargestellt. Der Radius, in dem eine solche Verdichtung angestrebt wird, liegt bei 500 m um den Osternburger Markt. Ziel ist nicht nur eine Nutzungsmischung, sondern auch eine demographische Durchmischung in der Straße oder auch im einzelnen Gebäude. Das bereits fertig gestellte Modellprojekt Bremer Straße 55 ist das jüngste Beispiel für einen entsprechenden Entwicklungsansatz.

4. Leerstandskonzept

Das Leerstandskonzept hat im Januar 2012 die Leerstände unter anderem im Stadtteilzentrum Osternburg erhoben. Der sehr geringe Leerstand war vorwiegend an den Hauptverkehrsstraßen zu finden. Insgesamt waren 14 Leerstände erfasst worden, davon 11 an Hauptverkehrsstraßen.

Bei der aktuellen Leerstandserhebung wurden neun Leerstände erfasst. Im direkten Vergleich, zwar auch fast ausschließlich an den Hauptverkehrsstraßen, jedoch an anderen Standorten als zuvor.

(Stand: 22. Januar 2015)