Vom reinen Funktionsplatz zur urbanen „grünen Insel“

Am Rand des Waffenplatzes in Oldenburg sind die Kräne und Bagger abgerückt: am Standort des ehemaligen Möbelhauses Broweleit ist der hochwertige, urbane Neubau – ein Projekt, das vom Architekturbüro Angelis & Partner auf der Suche nach einem nachhaltigen Nutzungskonzept entwickelt wurde, fertig gestellt. Im Januar 2014 hatte der damalige Oberbürgermeister Schwandner in einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Vorhaben gesagt: „Große Würfe gelingen meistens dann, wenn sich jemand mehr engagiert als man erwarten kann oder hoffen darf. Ich freue mich sehr, dass Angelis und Partner den Spirit hatten, den so ein Projekt einfach braucht: Man hat das Potenzial des Areals erkannt. Man hat eine intelligente Lösung entworfen. Und man hat einen Investor gefunden, der das Konzept aus Überzeugung mitträgt.“

Vielfältige Nutzung
Architekt Alexis Angelis, geschäftsführender Gesellschafter des renommierten Architekturbüros, stellte damals den rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – darunter Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Christoph Baak, Vorsitzender der City Management Oldenburg GmbH (CMO) – das Projekt ausführlich vor. Der Neubau beinhaltet eine Nutzungsmischung zwischen modernen Ladenflächen und Gastronomie im Erdgeschoss sowie zwei repräsentative Büroetagen mit rund 2.200 Quadratmetern Bürofläche und 13 hochwertigen Mietwohnungen in den Obergeschossen – alles inmitten der Fußgängerzone.

Die Fertigstellung des Gebäudes war nun im Mai 2015, das Gebäude ist inzwischen fast vollständig bezogen worden.
Im Zusammenhang mit der Fertigstellung wurde auch im Vorbereich des Gebäudes ein erster Abschnitt des Umgestaltungsbereiches hergerichtet und ein Teilabschnitt der Mottenstraße, mit den Materialien des Wallringes, endgültig ausgebaut.

Umfassende Beteiligung bei der Neugestaltung
Zusätzlich zur hochbaulichen Aufwertung in diesem Bereich der Innenstadt ist, den vielfältigen Nutzungs- und Gestaltungsansprüchen gerecht werdend, eine umfassende Neuausrichtung des Waffenplatzes durch die Stadt Oldenburg in Planung. Eine Arbeitsgruppe aus städtischen Architekten und Landschaftsplanern hat ein Umgestaltungskonzept erarbeitet und es gemeinsam mit Anregungen der CMO, Anliegern und Architekten konkretisiert. Parallel dazu erfolgte Anfang 2013 ein studentischer Wettbewerb der Jade-Hochschule, der Möglichkeiten einer Neugestaltung betrachtete. Im September 2013 hat die Verwaltung das erarbeitete Umgestaltungskonzept der Politik und Öffentlichkeit vorgestellt.

Vielfältige Ansprüche
Die grundlegende Ausrichtung der Neugestaltung sieht vor, dass der Waffenplatz die „grüne Insel“ in der Innenstadt bleiben soll und die vorhandenen Platanen möglichst umfassend erhalten werden. Außerdem soll es auch weiterhin die Möglichkeit geben, auf der Platzmitte Veranstaltungen durchzuführen. Stärker als bisher soll aber durch die Umgestaltung erreicht werden, dass der Waffenplatz ein positives und nachhaltiges Image bekommt und eine dauerhafte Attraktivität erhält. Bei der Neugestaltung können darüberhinaus auch die vielfältigen Ansprüche der angrenzenden Nutzungen berücksichtigt und in das neue Konzept integriert werden. Vereinbart wurde, dass auch im weiteren Entwurfsprozess die Einzelheiten diskutiert werden und die Beteiligung von Politik, Beteiligten und Öffentlichkeit einen angemessenen, umfassenden Raum einnimmt. 

Vom Konzept zum Ausbauentwurf
So hat es nach einer Phase der Präzisierung des bisherigen Konzeptes Anfang September 2014 einen eintägigen Workshop mit den beteiligten Planern gegeben. Ein zentrales Ergebnis war, dass das Thema „Gestaltung mit Wasser“ in den Mittelpunkt rücken soll und der Waffenplatz dadurch zu dem gewünschten, besonderen Stadtbereich mit nachhaltigem und positivem Image werden kann.

Die Ergebnisse des Workshops wurden zunächst im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen am 2. Oktober 2014 präsentiert und dort mit den politischen Vertretern diskutiert. Am 22. Oktober 2014 sind anschließend, im Rahmen einer Pressekonferenz, weitere Details vorgestellt worden.

Erneut hat sich der ASB in seiner Sitzung am 4. Dezember 2014 mit dem Platz befasst und über die möglichen Pflastermaterialien diskutiert.
Dabei hat sich der Ausschuss für die Verwendung eines hellen und gelblichen Betonstruktursteines ausgesprochen. Der Stein soll in Größen von 60 mal 40 cm verpflastert werden, um insbesondere den Fugenanteil zu reduzieren und die Nutzbarkeit zu erhöhen.
Am 13. Dezember hat die Stadt Oldenburg über den aktuellen Planungsstand und dieses Pflastermaterial im Rahmen einer Informationsveranstaltung, direkt vor Ort, informiert. Anhand von zwei Musterflächen konnte man sich dort bereits ein Bild des gewählten Pflasters verschaffen.

Derzeit wird die Planung vom Hamburger Büro WES überarbeitet. Dieses Büro hatte bereits erfolgreich die Umgestaltung des Schlossplatzes konzipiert.
Wenn sich die weiteren Planungen konkretisiert haben, wird auch an dieser Stelle darüber rechtzeitig informiert werden.

Weitere Informationen zum derzeitigen Stand des Umgestaltungskonzeptes erhalten Sie hier ».

Letzte Aktualisierung: 28. August 2017