Arbeiten in Deutschland

Ob und in welchem Umfang Sie einer Erwerbstätigkeit in Deutschland nachgehen dürfen, können Sie dem Aufdruck auf Ihrem Aufenthaltsdokument entnehmen.

Viele Aufenthaltstitel erlauben kraft Gesetzes die Ausübung einer Erwerbstätigkeit, das bedeutet sowohl die Ausübung einer selbständigen Tätigkeit als auch eine abhängige Beschäftigung als Arbeitnehmerin beziehungsweise Arbeitnehmer. Auf Ihrem Aufenthaltsdokument oder auf dem Zusatzblatt zum Aufenthaltstitel ist dann die Auflage „Erwerbstätigkeit gestattet“ vermerkt.

Unter Umständen ist Ihnen aber auch nur eine ganz bestimmte Tätigkeit erlaubt. Möchten Sie eine andere als diese Tätigkeit ausüben, dann müssen Sie zuvor im Ausländerbüro die Änderung Ihrer Auflage zur Erwerbstätigkeit beantragen.

Als Inhaber einer Aufenthaltsgestattung (Asylbewerber) oder einer Duldung benötigen Sie für die Ausübung einer Beschäftigung immer die Erlaubnis vom Ausländerbüro. Die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit ist nicht möglich. Die Erlaubnis kann frühestens nach einem Voraufenthalt von drei Monaten erteilt werden. Bevor Ihnen eine Erlaubnis erteilt werden kann, wird von hier aus die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit eingeholt. Die Bundesagentur für Arbeit prüft zum einen, ob für die angestrebte Tätigkeit bevorrechtigte Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmer zur Verfügung stehen und zum anderen, ob die Beschäftigungsbedingungen dem tariflichen oder ortsüblichen Niveau entsprechen. Befristet bis zum 05.08.2019 entfällt im Bezirk der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, so wie in vielen anderen Agenturbezirken, die Vorrangsprüfung. Das bedeutet, wenn Sie eine Beschäftigung in diesem Agenturbezirk aufnehmen möchten, prüft die Agentur für Arbeit lediglich die Arbeitsbedingung. Möchten Sie eine Beschäftigung aufnehmen, reichen Sie bitte die von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber vollständig ausgefüllte Stellenbeschreibung bei uns ein:

Stellenbeschreibung » (PDF, 27 KB)

Außerdem entfällt die Vorrangprüfung, wenn Sie sich bereits länger als 15 Monate in Deutschland aufhalten. In diesem Fall prüft die Bundesagentur für Arbeit nur noch die Beschäftigungsbedingungen. Für einige Tätigkeiten ist keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich, hierzu zählen insbesondere Berufsausbildungen oder die Teilnahme an Freiwilligendiensten (Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst). Die Zustimmung der Agentur für Arbeit entfällt außerdem, wenn Sie sich bereits länger als vier Jahre in Deutschland aufhalten. Als Inhaber einer Duldung darf Ihnen die Ausübung einer Beschäftigung nicht erlaubt werden, wenn Sie Ihre gesetzlichen Mitwirkungspflichten verletzen.

Gerne besprechen wir mit Ihnen gemeinsam Ihre Möglichkeiten zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Vereinbaren Sie hierzu einen Termin mit uns. Eine Übersicht der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie auf der folgenden Seite. mehr »

Blaue Karte EU

Alle Informationen zur Blauen Karte EU erhalten Sie auf der folgenden Seite. mehr »