Resumee: Fachtag Zur Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements - Es reicht.

Zur 14. Woche des Bürgerschaftlichen Engagements vom 14. bis 23. September 2018 hat die Agentur :ehrensache der kommunalen Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement am 21. September 2018 zu einem Fachtag im Kulturzentrum PFL eingeladen. Die Veranstaltung fokussierte den Zusammenhang zwischen dem Wandel der Gesellschaft und dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vor dem Hintergrund des Klimawandels, der knapper werden Ressourcen und der wachsenden Armut. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßte die Gäste des ausgebuchten Vortragssaals im Pfl und nutzte die Gelegenheit, seine Wertschätzung gegenüber allen ehrenamtlich Aktiven seiner Stadt zum Ausdruck zu bringen und sich zu bedanken.

Der Fachtag richtete sich an die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger als auch an Fachpersonal und MultiplikatorInnen.

Die Fachvorträge der Wissenschaftler und Experten Prof. Dr. Niko Paech, Lehrbeauftragter an der Universität Siegen im Studiengang "Plurale Ökonomik", vorher lange Zeit auch an der Universität Oldenburg tätig, und Dr. Gerd Placke, Senior Project Manager, Programm Zukunft der Zivilgesellschaft der Bertelsmannstiftung, thematisierten aus unterschiedlichen Perspektiven das Verschwendungsverhalten der Überflussgesellschaft und die Grenzen des Wachstums. Sie beschrieben Alternativen für ein Leben mit mehr Zeit für mehr gemeinsinnfördernde Tätigkeiten und freiwilligem Engagement im Gegensatz zum Streben nach immer mehr materiellem Reichtum. Sie verdeutlichten die Unverzichtbarkeit des bürgerschaftlichen Engagements in verschiedenen Prozessen des gesellschaftlichen Wandels, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Flut der Geflüchteten in den vergangenen Jahren. Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre diese gesellschaftliche Herausforderung nicht zu bewältigen gewesen.

In den sich anschließenden Workshops war Zeit für Fragen und interessante Diskussionen. Beispiele für innovative Entwicklungen fanden sich in den Workshops des oldenburger Ernährungsrats, der Bunkergarteninitiative beim PFL fürs "Urban Gardening" und der Oldenburger Repaircafés, die sich nach und nach in den Oldenburger Stadtteilen verteilen und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Die Arbeit dieser Aktiven basiert mit Blick auf aktuelle und zukünftige Lebensbedingungen auf einem gesellschaftlichen Umdenken. Durch ihr Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, setzen die Beteiligten Ideen und Konzepte um und tragen sie in die Öffentlichkeit. Sie werden somit zu Vorbildern für eine veränderte Haltung, mit der jede und jeder etwas für sich und die Gemeinschaft tun kann.

Ein kulinarischer Ausklang, verbunden mit einem lebhaften und zwanglosen Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beendete den Fachtag.

Hier finden Sie den Flyer » (PDF, 1,74 MB)

Jobpaten sind auch Entwicklungspaten - Restplätze für den 11. Durchgang

Die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement/Agentur :ehrensache der Stadt Oldenburg bildet zum elften Mal engagierte Menschen aus, die Jugendliche in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen möchten. Einige Restplätze in der Grundlagenschulung sind noch zu vergeben.
Bei der ehrenamtlichen Begleitung jeweils einer Schülerin oder eines Schülers setzen die Jobpaten ihre fachlichen wie sozialen Fähigkeiten ein und unterstützen Jugendliche bei ihrer persönlichen Entwicklung und Berufsorientierung.

Das Projekt richtet sich sowohl an berufstätige Menschen – der zeitliche Aufwand pro Monat beträgt in etwa 2 bis 4 Stunden für circa ein Jahr – als auch an Personen, die gerade aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden sind. Da zunehmend mehr Jugendliche aus anderen Kulturen begleitet  werden, sind Interessenten mit Migrationshintergrund ebenfalls herzlich willkommen. 

Seit Beginn des Projekts im Jahr 2006 haben bislang über 440 Jobpatinnen und Jobpaten über 650 Schülerinnen und Schüler aus den Oldenburger Oberschulen und zwei Gesamtschulen begleitet oder begleiten sie noch. Die Agentur :ehrensache unterstützt die Jobpatinnen und Jobpaten dabei mit einführenden Grundlagenseminaren sowie Schulungen und regelmäßigen Erfahrungsaustauschen und Coachings.

Nähere Infos gibt es bei der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement/Agentur :ehrensache, Monika Engelmann-Bölts, Telefon 0441 235-2311, ehrensache(at)stadt-oldenburg.de.

Jahresfest des 12. BildungsPatenkurses

Nach Ablauf eines engagierten, freiwilligen Jahres in einer Bildungspatenschaft haben Patinnen und Paten des 12. BildungsPaten-Kurses Anfang März ein Jahresfest für die Grundschülerinnen und -schüler und sich organisiert. Gut gelaunt und in gelöster Stimmung wurden von den Kindern stolz die mitgebrachten Speisen nach Rezepten aus verschiedenen Kulturen präsentiert. Dann folgte ein gut gewähltes, facettenreiches Spieleangebot von bewegungsintensivem Topfschlagen bis zu feinmotorischen Bastelarbeiten. Dafür waren die Veranstaltungsräume der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement im Kulturzentrum PFL, jahreszeitlich bedingt, besonders gut geeignet.
Inzwischen ist die Vorbereitung neuer Patinnen und Paten im 13. Kurs bereits gestartet. 18 neue engagierte Ehrenamtliche aus allen Altersgruppierungen werden Ende April 2018 an Kinder aus 3 Grundschulen vermittelt. Ein weiterer Kurs für 2019 ist geplant. Infos zum Projekt hier »

Neuer Freiwilligensurvey veröffentlicht

Der Freiwilligensurvey ist der größte Bericht zur Zivilgesellschaft und zum freiwilliges Engagement in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben und erscheint alle fünf Jahre, aktuell Mitte 2016. Dazu wurden in Telefoninterviews 28.690 Personen im Laufe des Jahres 2014 befragt und die Aussagen anschließend ausgewertet. Immer mehr Menschen engagieren sich demnach ehrenamtlich. In den letzten 15 Jahren sei die  Engagementquote um knapp 10 Prozentpunkte gestiegen.

In den Altersgruppen von 14 bis 29 und von 30 bis 49 seien die Anteile der freiwillig Engagierten am höchsten.

Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, engagierten sich fast genau so häufig wie Menschen ohne Migrationshintergrund.

Mehr interssante Informationen zum Thema freiwilliges Engagement in Deutschland finden Sie auf: