Oberbürgermeister empfängt Ehrenamtliche

Um das besondere Engagement der Ehrenamtlichen des Oldenburger Projekts „Bildung für alle – BildungsPaten“ zu würdigen, empfing Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Donnerstag, 1. September 2016, die Ehrenamtlichen im Großen Sitzungssaal des Alten Rathauses. Die Lehrerin einer Sprachlernklasse, Bettina Braunseis berichtet von ihren Erfahrungen aus dem Schulalltag und den Veränderungen, die sich mit der Zahl der Geflüchteten auch für die Schulsituation und für die Lehrkräfte ergeben haben. Für musikalische Auflockerung sorgte die Band "Nufoxos" mit 6 jungen Saxofonmusizierenden der Musikschule Oldenburg. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein "Bildung für Kinder Oldenburg e. V." mit einer Spende für ein kaltes Bufett, dass alle Gäste im Anschluss an die Reden in entspannter Atmosphäre genießen konnten.

Selbstloses Engagement unverzichtbar
„Einige der Ehrenamtlichen haben selbst einen Migrationshintergrund und kennen die Probleme, die Menschen aus fremden Kulturen bewegen“, so Gabriela Kaboth-Freytag von der Agentur :ehrensache. „Sie haben großes Interesse an einem harmonischen Miteinander der Menschen in unserer Stadt und tragen dazu bei, dass zugewanderte Familien sich aufgenommen und in ihren eigenen Integrationsbemühungen gewertschätzt fühlen. Das persönliche, oft sehr selbstlose Engagement dieser freiwilligen Helferinnen und Helfer ist in unserer Stadt inzwischen unverzichtbar.

BildungsPaten - ein Projekt für mehr Bildung und Integration
Ziel dieses Gemeinschaftsprojekts der Stadt Oldenburg und der VHS Oldenburg ist es, die Integration der zugewanderten Grundschulkindern zu unterstützen und ihre Bildungschancen zu verbessern. Die ehrenamtlichen Patinnen und Paten fördern dabei die Sprachkompetenz der Kinder und sind  Vorbild; sie bauen eine Brücke zwischen Elternhaus und Schule. Seit 2009 hat die Agentur :ehrensache über 200 Patinnen und Paten ausgebildet. Derzeit gibt es rund 80 Aktive aus allen Alters- und Berufsgruppen, 80 Prozent sind Frauen.

BildungsPaten und geflüchtete Kinder
Im Laufe des letzten Jahres hat sich die Zielgruppe der Patenkinder entscheidend verändert. Mit den geflüchteten Familien haben auch einige unbegleitete Kinder den Weg in unsere Stadt gefunden. Die schweren Schicksale dieser jungen Menschen stellen besondere Anforderungen an die Patinnen und Paten, die jedoch im Rahmen der vorangestellten Qualifizierungsmaßnahme auf diese bestimmten Aufgaben vorbereitet und auch während ihrer Patenschaft intensiv begleitet werden. "Es ist ein großes Glück, dass sich trotz oder vielleicht auch gerade wegen dieser besonderen Situation wieder so viele Ehrenamtliche für eine Patenschaft bereit erklärt haben", bestätigt die Projektleiterin Gabriela Kaboth-Freytag.