Zwei Künstler präsentieren ihre spannenden Arbeiten von April bis Juni 2019

Der Natur auf der Spur – mit Fotografie und Stahlkunst.

Die Werke beider Künstler sind vom 1. April bis Ende Juni werktags von 10 bis 18 Uhr im Flurbereich der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement zu besichtigen.

 

Mit Foto & Feder – Gedankenreisen

Wie nah doch die Bilder der Natur unserer Seele sind! Inspiriert durch verschiedene Stimmungen lassen sie Gedanken kreisen und schicken sie auf poetische Reisen. Entstanden sind Fotografien, in die Gedanken-Gedichte eingebettet sind. Beide spiegeln das Leben
wider: Den Kreislauf von Aufblühen und Vergehen, von Kommen und Gehen, von Schwermut und Leichtigkeit, von Kämpfen und Aufgeben, von Niederlagen und Einsichten. Es ist eine Frage der Perspektive: Der Fokus wechselt mit den Gefühlslagen. Doch nichts bleibt gleich – die Natur verändert sich stetig,
und der Mensch ist ein Teil davon. Alles mit allen Sinnen wahrzunehmen, den natürlichen Fluss und die Gedankenströme, um innezuhalten – darin liegt das Geheimnis dieser bildlich-lyrischen Betrachtung.
Die Gedankenreisen mit Foto & Feder aus zwei Jahren (2016 bis 2018) sind typischerweise in Zeiten einer persönlichen Krise entstanden, denen oft nachgesagt wird, dass sie ungeahnte schöpferische Kreativität aus den eigenen Tiefen ans Licht holen.
Swantje Sagcob, Jahrgang 1962, Mutter von drei erwachsenen Kindern und Journalistin aus Leidenschaft, hat in depressiven Phasen ihre lyrische Ader entdeckt, und wie Seelenstimmungen und Naturerlebnisse sich heilsam verbinden. Das Manuskript für den ersten Bildlyrik-Band liegt bereits in der Schublade.
„Der Himmel dahinter ist blau“ soll 2019 erscheinen.

Stählerne Fische

Die Kunst von Karl-Uwe Garduhn, der gelernte Schiffbaumeister und Kapitän auf großer Fahrt, ist von seinen vielen Reisen über die Weltmeere inspiriert.Die freie Zeit im Ruhestand verbringt der Künstler fast ausschließlich in seiner Werkstatt. Einige der Stahlplastiken, die in den letzten beiden Jahren entstanden
sind, stellen Fische im Larvenstadium dar. Die in Wirklichkeit nur millimetergroßen Wesen gestaltet Garduhn als große, farbenfrohe, aber zugleich filigrane Kunstwerke. Mit dieser Kunst möchte Garduhn wachrütteln. So werden auch diese kleinen Tiere durch die Grundschleppnetze, die beim Fischfang
eingesetzt werden, getötet. Garduhn erweckt diese Lebewesen zu neuem Leben und weist mit seiner Kunst damit auch auf einen Aspekt des Raubbaus an der Flora und Fauna in den Weltmeeren durch den Fischfang hin. Weitere Plastiken entstammen einfach seiner Fantasie und drücken kraftvoll seine
Leidenschaft für das Arbeiten mit Stahl und für die Natur aus.

Aus gesundheitlichen Gründen musste die die Ausstellung "Stählerne Fische" des Künstlers Karl-Uwe Garduhn bis auf Weiteres verschoben werden.