Gesundheitsamt rät zur Impfung gegen Masern

Nachdem einzelne Masernfälle in und um Oldenburg aufgetreten sind, rät das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg zu Impfungen gegen die hoch ansteckende Krankheit. Die Impfung wird kostenlos vom Kinder- oder Hausarzt durchgeführt. In Schulen und Kindergärten sowie anderen Gemeinschaftseinrichtungen können aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr schon Einzelerkrankungen zu Masernausbrüchen führen. Eltern sind verpflichtet, der Schule oder dem Kindergarten die Erkrankung – und auch schon den Verdacht darauf – mitzuteilen.

Tritt in einer Schule oder einem Kindergarten der Verdacht auf Masern oder ein konkreter Masernfall auf, so haben Eltern von nicht geimpften Kindern zwei Möglichkeiten: 

  • Sie lassen die erste Impfung bei ihren Kindern sofort beim Arzt nachholen oder
  • Sie müssen ihre Kinder laut Infektionsschutzgesetz für zirka 14 Tage zu Hause behalten.
    Der Ausschluss der Nicht-Geimpften aus der Schule, dem Hort oder dem Kindergarten gilt so lange, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Masern durch betroffene Personen nicht mehr zu befürchten ist.

Was tun bei Masern?
Übertragen werden die Masernviren durch Tröpfchen, beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen. Falls es zur Erkrankung gekommen ist, hilft zunächst nur Bettruhe. Neben Hustenmitteln und fiebersenkenden Medikamenten ist bei zusätzlichen bakteriellen Entzündungen, zum Beispiel Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung, eine Antibiotikatherapie erforderlich.

Masern können schwerwiegende Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen- und sogar Hirnhautentzündungen nach sich ziehen. In seltenen Fällen führt die Krankheit sogar zum Tod. Eine rechtzeitige Impfung kann bleibende Schäden verhindern. Dr. Frank Bazoche, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg, rät deshalb allen, die noch keine Masernerkrankung durchgemacht haben oder die nicht vollständig dagegen geimpft sind, sich bei ihrem Arzt zur Impfung vorzustellen.

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