Informationen rund um die Masern-Impfung

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt, die erste Masern-Mumps-Röteln-Impfung mit elf bis 14 Monaten durchzuführen. Eine zweite Impfung ist ab dem 15. Lebensmonat notwendig. Zwischen den beiden Impfungen muss für Kinder und Erwachsene ein Abstand von vier Wochen eingehalten werden. Da die Masern vorwiegend Kinder befallen, müssten vor allem diese geimpft werden. Die Impfung darf nicht während einer Schwangerschaft gegeben werden.

Mögliche Nebenwirkungen
Die Symptome bei Nebenwirkungen vergehen schnell wieder und führen nicht zu bleibende Schäden. Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • „Impfmasern“: Die so genannten Impfmasern treten bei rund zwei Prozent der frisch Geimpften nach etwa zehn Tagen auf. Sie sind nicht infektiös.
  • Lokalreaktionen wie Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der Impfstelle
  • Allgemeinreaktionen wie Fieber und Unwohlsein
  • Allergischer Schock: Das Risiko einen allergischen Schock zu erleiden, ist sehr gering. Die Häufigkeit beträgt lediglich 1:400.000, wobei etwa jeder dritte Fall, also nur 1:1.200.000, so schwer ist, dass eine Behandlung eingeleitet werden muss.

Ziel: Bevölkerungsimmunität
Erst wenn 95 Prozent der Menschen in einer Gesellschaft geimpft sind, können Masernviren nicht mehr zirkulieren. „Diese angestrebte Bevölkerungsimmunität wird jedoch immer wieder durch Impfmüdigkeit und Impfgegner bedroht“, beklagt Dr. Frank Bazoche.
Da während der Schuleingangsuntersuchungen die Impfausweise der Oldenburger Schulkinder in Augenschein genommen werden, können auch für Oldenburg Durchimpfungsraten ermittelt werden: Diese lag im Jahr 2007 bei 87 Prozent (zwei durchgeführte Impfungen pro Person). Nahezu vollständige Durchimpfungsraten gibt es in Südamerika, Finnland, Schweden und den Niederlanden. Dort ist das Masern-Virus seit vielen Jahren ausgestorben.