Gesundheitsamt empfiehlt Überprüfung des Impfschutzes beim niedergelassenen Arzt

Impfschutz gegen Masern sollte kontrolliert werden

In Niedersachsen sind Anfang März 2019 Masernfälle in einer Hildesheimer Schule aufgetreten. Deshalb sieht sich das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg dazu veranlasst, einen effektiven Impfschutz dringend zu empfehlen.

Ausbrüche von Masern aufgrund von mangelnder Impfrate
Masern sind nämlich keine harmlose Kinderkrankheit. Die Krankheit ist hochansteckend und kann erhebliche Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich bringen. Da bislang jedoch nicht alle Kinder und Jugendlichen weltweit ausreichend geimpft sind, kommt es im In- und Ausland immer wieder zu Ausbrüchen von Masern. In Deutschland sind in den letzten zehn Jahren über 9.800 Masernfälle gemeldet worden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Betroffenen nicht geimpft.

Ansteckung und Symptome
Masernviren werden beim Sprechen, Husten oder Niesen (sogenannte Tröpfcheninfektion) übertragen. Die Ansteckungsfähigkeit besteht bereits fünf Tage vor bis etwa vier Tage nach dem Hautausschlag. Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Entzündung der Augen, Schnupfen, Husten und einem geröteten Gaumen und Rachen. Nach wenigen Tagen entsteht ein Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Flecken.

Kein ausreichender Impfstatus
Neben der überstandenen Erkrankung ist die Impfung der einzige Schutz gegen eine Masern-Erkrankung. Das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg hat im vergangenen Jahr alle Kinder der sechsten Schulklassen hinsichtlich des Impfstatus gegen Masern überprüft. Dabei hat sich gezeigt, dass der Impfstatus noch nicht ausreichend hoch ist, um einen möglichen Ausbruch der Erkrankung gänzlich zu verhindern.

Häufige Übertragung in öffentlichen Einrichtungen
Nach wie vor sind von den Masern überwiegend Kinder und Jugendliche betroffen, sofern sie nicht geimpft sind. Entsprechend erfolgt die Übertragung der Infektion häufig in Einrichtungen wie Kindergärten oder Schulen, auch deshalb, weil hier viele Menschen auf engem Raum zusammen sind.

Überprüfung des Impfstatus
Das Gesundheitsamt empfiehlt, den nächsten Besuch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt beziehungsweise bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt zu nutzen, den Impfstatus der Familie anhand des Impfausweises überprüfen zu lassen und falls notwendig zu komplettieren.

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