Nach dem Jubiläum fliegen Späne

Zur Feier des 30-jährigen Bestehens hatte das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg die Jubiläumsgäste um Spenden für den gemeinnützigen Verein „Fliegende Späne – Holzwerkstatt für Frauen“ gebeten. Zahlreiche Gäste erfüllten diesen Wunsch, und die Gleichstellungsbeauftragten Wiebke Oncken und Renate Vossler übergaben nun einen Scheck in Höhe von 700 Euro in den Räumen der Holzwerkstatt für Frauen. Die Vereinsfrauen bedankten sich ausdrücklich bei den Spenderinnen und Spendern. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach dem Umzug unsere neuen Räume jetzt mit weiteren Exzenterschleifern und einer weiteren Werkbank ergänzen können. Ganz herzlichen Dank an alle, die dies möglich machten“, unterstreicht Gudrun Böttger, Vereinsfrau von „Fliegende Späne e.V.“

Der Verein „Fliegende Späne – Holzwerkstatt für Frauen e.V.“ » wurde im Jahr 2003 gegründet. Ihm gehören etwa 20 Frauen unterschiedlichen Alters an, die verschiedene Kompetenzen und Interessen (handwerklich, sozial, künstlerisch, wissenschaftlich) mitbringen. Sie machen Frauen und Mädchen im Umgang mit Handwerkzeugen und Maschinen vertraut und ermöglichen ihnen kreative Arbeiten mit Holz. Seit Juli dieses Jahres ist der Verein in seiner neuen Werkstatt in der Kortlangstraße 8 zu finden.

von links nach rechts:
Renate Vossler und Wiebke Oncken vom Gleichstellungsbüro
Sonja Fröhlich, Traute Martens, Corina Fuhrmann und Gudrun Böttger, Vereinsfrauen von Fliegende Späne e.V.

Wenn den Taten Worte folgen

Am 2. November 2018 feierte das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg sein 30-jähriges Bestehen. Das sind 30 Jahre Einsatz gegen Diskriminierung und strukturelle Benachteiligungen. 30 Jahre Widerstand gegen Geschlechtsrollenstereotype und 30 Jahre Kampf gegen Gewalt an Frauen. 30 Jahre Aufklärung, Stärkung, Kraft und – reine Frauenpower. Ein Auftrag im Namen des Grundgesetzes, Artikel 3, Absatz 2: „Frauen und Männer sind gleichberechtigt.“

2018 blickt jenes kleine und doch so große Amt der Stadt auf 30 Jahre und drei Frauen- oder heute Gleichstellungsbeauftragte zurück:  Annette Fischer, die das Frauenbüro strukturell aufbaute und gegen Widerstände etablierte. Kornelia Ehrhardt, die die Notwendigkeit dieser Einrichtung weiter durch die Gebetsmühlen drehte. Und seit 2014 Wiebke Oncken, die diese Fäden aufnimmt, verbindet und mit aktuellen Impulsen verknüpft. „Wir wollen unser Jubiläum zum Anlass für eine Bilanz nehmen, aber natürlich auch auf unsere künftigen Aufgaben schauen.“ sagt Wiebke Oncken und bemängelt, dass der Frauenanteil an Führungspositionen in der Stadtverwaltung immer noch zu niedrig ist: „Da ist in den vergangenen Jahren eine Stagnation zu erkennen, deshalb müssen wir gezielt auf qualifizierte Frauen zugehen und diese für Führungsaufgaben motivieren und begeistern.“

Das Geflecht, das sich zum Erreichen dieser und anderer Ziele in den vergangenen Jahren um das Gleichstellungsbüro gesponnen hat, ist groß und stark. Es ist ein Netzwerk aus Kooperationspartnerinnen und -partnern, Mitstreiterinnen, Weggefährten und Gleichgesinnten. 30 Jahre sind nun ein Anlass all diesen Menschen Danke zu sagen und einen kurzweiligen Abend in gemeinsamer Runde zu verbringen.

Rund 170 Gäste folgten der Einladung in die Kulturetage, um den Taten Worte folgen zu lassen: Annika Blanke, Rita Apel und Sven Ludewig , drei erfolgreiche Poetry-Slammerinnen und -Slammer der Region, gaben Amüsantes, Tiefsinniges und vor allem erschreckend Wahres auf die Ohren der Zuhörerinnen und Zuhörer. Begleitet von Heidi Furche am Akkordeon und durch den Abend geleitet von Nastasja Fischer, machte das Programm deutlich, wie vielschichtig und nach wie vor wichtig das Thema Gleichstellung ist.

Das Team des Gleichstellungsbüros sagt DANKE an alle, die diesen wunderbaren Abend mitgestaltet, bereichert und einfach mit uns genossen haben.

Die Festschrift zur Feier ist als PDF erhältlich » (PDF, 596 kb)

Jubiläumsfeier in der Kulturetage

Alle Fotos: Markus Hibbeler