Time’s up! – eine generationsübergreifende Performance

 „Ich liebe das Leben so sehr und verabscheue den Gedanken, eines Tages sterben zu müssen. Und außerdem bin ich schrecklich gierig, ich möchte vom Leben alles, ich möchte eine Frau, aber auch ein Mann sein, viele Freunde haben und allein sein, viel arbeiten und gute Bücher schreiben, aber auch reisen und mich vergnügen, egoistisch und nicht egoistisch sein“   
(Simone de Beauvoir: Ich will vom Leben alles).

Wie bist du geworden, wie du bist? Was hast du in deinen Beziehungen zu Frauen gelernt? Was hast du in deinen Beziehungen zu Männern gelernt? Was ist weiblich, was ist männlich? Was müsste sich ändern? Ist/war deine Mutter etwa Feministin?

DAS FEMINISTISCHE PARADIES nutzt als künstlerisches Format performative Darstellungsmöglichkeiten um gesellschaftliche Entwicklungen kritisch abzubilden und sich diesen Fragen zu stellen.

Die Weimarer Republik brachte aktives und passives Wahlrecht für Frauen.
Die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 1949 im Grundgesetz stellte einen frauenrechtlichen Meilenstein der Nachkriegszeit dar.
Kämpfe um Bildung, um weibliche Selbstbestimmung und um weibliche Erwerbsarbeit bilden weitere Eckpfeiler der Neuen Frauenbewegung - eine der bedeutendsten sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.
Frauen unterschiedlicher Generationen trafen sich gemeinsam um sich im Spannungsfeld historischer Entwicklungen und des eigenen jeweiligen biografischen Hintergrunds auszutauschen. Diese Form der Projektarbeit – verstanden als gemeinsames Forschungsfeld – ist (besonders) geprägt von Toleranz gegenüber unter- schiedlichen Sichtweisen und Standpunkten.
Es werden biografische Erzählungen mit fiktiven Texten gemischt, Originaltöne und Bilder eingespielt, sowie Forderungen der damaligen und heutigen Frauenbewegung gegenübergestellt, kommentiert, choreografiert. Historische Figuren, aber auch die Bloggerin und die feminine Feministin, die iranische Frauenbewegung und aktuelle Ereignisse weltweit sind Teil der Performance. Zwischen Selbstoptimierung, Geburtenkontrolle, familienfreundlicher Arbeitszeit, Karriere und Militärdienst – Frauen haben die Wahl und können sich entscheiden.
Mit Anna-Rosa Ostern, Anne Strick, Antje Rose, Farnaz Ranahma, Gina Schumm, Johanna Bauhus, Margit Ostern, Pia Schillinger, Paula Schumm, Sabine Molitor, Silke Trautmann, Sonja Wessels

  • Termine: Freitag, 15. März, 20 Uhr; Samstag, 16. März, 18 Uhr
  • Aufführungsort: Limonadenfabrik, Steinweg 20
  • Karten: Theater Laboratorium, Kleine Str. 8, 26121 Oldenburg, Telefon 0441 16464
  • Eintritt: 12 Euro / ermäßigt 7 Euro
  • Veranstalterin: Jugendkulturarbeit e.V. Weiße Rose 1, 26123 Oldenburg