Erste Hilfe im Ernstfall

Sollte es - bevor es zu weiteren Straftaten kommt - einen akuten Verdacht auf K.O.-Tropfen geben, unverzüglich den Notarzt anrufen und den Verdacht mitteilen! Die Betroffene auf keinen Fall alleine lassen und davor schützen, dass sie sich zum Beispiel durch Stürze verletzt. Eine besondere Gefahr in der Kombination von K.O.-Tropfen und Alkohol liegt darin, dass Erbrechen gefördert wird, die Schutz-Reflexe aber nicht mehr richtig funktionieren. Die Betroffene könnte in der Folge am Erbrochenen ersticken. Eine völlig handlungsunfähige Person sollte deshalb in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Besteht der Verdacht, dass unter Einwirkung von K.O.-Tropfen weitere Straftaten wie Raub oder sexuelle Übergriffe begangen wurden, ist Eile geboten. Die Substanzen sind nur wenige Stunden im Blut und nur ein paar Stunden mehr im Urin nachweisbar. Betroffene wenden sich schnellstmöglich an eine Person ihres Vertrauens oder eine der hier » aufgelisteten Hilfsorganisationen.

Vertrauenspersonen, die von einer mutmaßlich Betroffenen angesprochen wurden, unternehmen nichts im Alleingang! Es obliegt alleine der Betroffenen, ob sie Hilfe erhalten oder Anzeige erstatten möchte. Wohl aber ist es möglich, dies als Vertrauensperson in die Wege zu leiten, wenn die Betroffene dazu ihr Einverständnis gegeben hat. Häufig ist es so, dass die Betroffene selbst noch gar nicht in der Lage dazu ist, entsprechende Einrichtungen anzusprechen, wenn sie bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Die Vertrauensperson von außen ist also – ihr Einverständnis vorausgesetzt - die größte Hilfe, die sie haben kann.