Wie wirken K.O.-Tropfen?

So unterschiedlich die Substanzen sind, die als K.O.-Tropfen zum Einsatz kommen, ihr Ziel bleibt gleich: Das Opfer handlungsunfähig zu machen und die Erinnerung auszuschalten. Dabei ist die Dosierung ein schmaler Grat.

Eine geringe Dosierung sorgt nach etwa 10 bis 20 Minuten für ein Wohlgefühl, innere Entspannung und Enthemmung, vergleichbar mit einem leicht alkoholisierten Zustand.

In mittlerer bis starker Dosierung folgt auf diese erste Phase innerhalb kürzester Zeit Benommenheit, Schwindel, vielleicht Übelkeit, Konzentrationsschwierigkeit und eine unklare Aussprache. In diesem Zustand ist ein Täter in der Lage das Opfer vom Ort des Geschehens weg zu führen, ohne dass es große Aufmerksamkeit erregt. Das Opfer wirkt stark alkoholisiert und der Täter wie jemand, der sich besorgt kümmert. Die Opfer spüren häufig noch selbst, dass etwas nicht stimmt, sie können sich jedoch nicht mehr aus eigener Kraft aus der Situation befreien und später auch nicht mehr an daran erinnern. Dann setzt unaufhaltbare Müdigkeit ein, die in einen tiefen Schlaf oder sogar Bewusstlosigkeit mündet. Nach mehreren Stunden, wenn sie erwachen, fühlen sie sich verwirrt, verkatert und können sich, wenn überhaupt, nur bruchstückhaft erinnern – fatal ist, dass auch diese Bruchstücke noch verschwinden.

In Überdosierung – und das bedeutet je nach Substanz einen Unterschied von nur ein oder zwei Millilitern -  können K.O.-Tropfen insbesondere im Zusammenspiel mit anderen Medikamenten, Drogen oder Alkohol zum Atem- oder Herzstillstand führen.