Rat unterzeichnet „Westersteder Erklärung“

Vor dem Hintergrund des Hebammenmangels und der Akademisierung der Ausbildung unterzeichnete am 25. März 2019 der Oldenburger Rat die sogenannte „Westersteder Erklärung“. Das Schriftstück fordert ein schnelleres Handeln und die Einrichtung eines dualen Studienganges „Hebammenwissenschaften“ an der Universität Oldenburg. Ein Zusammenschluss von 30 Frauen und Männern aus verschiedenen Regionen des Nordwestens und Wirkungsfeldern hatten die Erklärung im Mai 2018 erarbeitet und eine achtköpfige Lenkungsgruppe gebildet. Der Oldenburger Rat unterstützt nun aktiv die Bemühungen und fordert die Landesregierung damit noch deutlicher zum Handeln auf.

Westersteder Erklärung zum Aufbau eines Studienstandorts „Hebammenwissenschaft“ im Nordwesten Niedersachsens

Die unten aufgeführten Teilnehmer*innen des heutigen Workshops zum Hebammenmangel und zur Akademisierung des Hebammenberufes im Nordwesten Niedersachsens sehen die dringende Notwendigkeit, schnellstmöglich in der Region einen Studiengang Hebammenwissenschaften einzurichten.

Der drängende Bedarf an Hebammen im gesamten nordwestlichen Niedersachsen soll, durch einen mit 40 bis 60 Plätzen pro Jahr ausgestatteten dualen Studiengang, für die Zukunft abgesichert werden. Die praktische Ausbildung soll in geburtshilflichen Einrichtungen in der gesamten Region stattfinden. Ein Lenkungskreis wird eingerichtet, der als Ansprechpartner dient und das weitere Vorgehen koordiniert.

Westerstede, 30. Mai 2018

Die „Westersteder Erklärung“ mit Hintergrundinformationen als PDF » (PDF, 2,2MB)

Teilnehmende:

Prof. Dr. Lea Beckmann, Hochschule 21 Buxtehude
Ursula Berhold, Gleichstellunsgbeauftragte Landkreis Wesermarsch
Gertrud Bölke, Koordinatorin Gesundheitsamt
Sandra Bär, BL Gynäkologie Klinikum Oldenburg AöR
Veronika Bujny, 1. Vorsitzende Hebammenverband Niedersachen e.V.
Oliver Bungenstock, Pflegedirektor Klinikum Emden
Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Aurich und lag-Vorstand

Ilka Fehrenbach, Ärztin Amt für Gesundheitswesen Landkreis Aurich
Jutta Fröse, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Leer
Karin Garlichs, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Wittmund
Yasmin Günay, Hebamme
Darinka Herrmann, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Aurich
Christiane Heyen-Fröhlich, Hebamme
Jabine Janssen, Ratsfrau Stadt Aurich
Alica Janßen, Klinikum Oldenburg AöR
Dr. med. Franz Koettnitz, Chefarzt Marien Hospital Papenburg Aschedorf gGmbH
Angelika Kroos-Kuhlenbeck, Leiterin Bildungszentrum Klinikum Oldenburg AöR
Astrid Kruid, Hebammenschule Oldenburg
Prof. Dr. Eduard Malik, Direktor Klinikum Oldenburg AöR
Dr. Thomas Möller, lt. Oberarzt Ubbo-Emmius-Klinik

Silke Neidig, Hebammenschule Klinikum Oldenburg AöR
Elke Rohlfs-Jacob, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Friesland
Anna Sacher, Hebammenverband Kreis Aurich
Dagmar Sachse, Sozialdezernentin Stadt Oldenburg
Hilke Schauland, 2. Vorsitzende Hebammenverband Niedersachsen e.V.

Annett Schmittendorf, Hebamme Kreissprecherin Oldenburg Hebammenverband
Angelika Scholz-Wils, Hebamme Kreissprecherin Landkreis Ammerland
Dr. Rainer Schutz, Chefarzt Ammerland Klinik GmbH
Birgit Strempel, Hebamme
Folkmar Willers, Verwaltungsleiter Amt für Gesundheitswesen Landkreis Aurich

Die Mitglieder des Lenkungskreises sind hervorgehoben.