Beruf entsprechend den eigenen Neigungen selbstbewusst wählen

Mädchen entscheiden sich bei der Berufswahl häufig für typisch weibliche Berufsfelder und Studienfächer. So sind bei der Ausbildung die Berufe Bürokauffrau, Medizinische Fachangestellte und Friseurin besonders beliebt. Was die Studienfachwahl betrifft, entscheiden sich Frauen häufig für Erziehungswissenschaften oder Germanistik, wo der Frauenanteil bei 81 beziehungsweise 79 Prozent liegt. Für Studiengänge wie Elektrotechnik oder Informatik schreiben sich Mädchen nur selten ein.

Mit ihrer Präferenz für Jobs im Bereich Pflege, Erziehung und Kommunikation schränken sich Schülerinnen jedoch ein und schöpfen ihre Möglichkeiten bei weitem nicht aus. Die heutige Generation junger Frauen in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung, so dass ihr alle Türen offen stehen. Gerade in Betrieben im technischen und techniknahen Bereich mangelt es zunehmend an qualifiziertem Nachwuchs, so dass das Interesse an weiblichen Mitarbeitern groß ist.

Ein weiterer Punkt, der Mädchen zum Umdenken bewegen sollte: Frauen werden in Deutschland nach wie vor schlechter bezahlt als Männer. Dies liegt nicht nur daran, dass sie für gleiche Leistungen oft weniger Lohn bekommen als Männer. Die „frauentypischen Berufe“ im Bereich Erziehung, Pflege und Soziales sind generell schlechter bezahlt als Jobs in der Finanzbranche, im Ingenieurswesen oder im Bereich Betriebswirtschaft und Informatik.
Am Zukunftstag sollen Mädchen genau wie Jungs lernen, ihre Berufsentscheidung entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen selbstbewusst zu treffen. Dabei sollen sie sich nicht von vermeintlichen Erwartungen der Gesellschaft oder einseitigen Rollenzuweisungen beeinflussen lassen.