Die Stiftung Kriminalprävention

Die Körperschaft wurde 1995 mit dem Ziel errichtet, sowohl durch anwendungsorientierte Forschung als auch mit deren Umsetzung einen deutlichen Beitrag zur Entwicklung der Verbrechensverhütung in Deutschland zu leisten. Dabei sollen die gesamtgesellschaftlichen Potenziale geweckt und vernetzt werden.

Als Arbeitsplattform wurde 1999 mit Erstellung eines eigenen Gebäudes in Münster/Westfalen das Institut für Präventionsforschung und Sicherheitsmanagement ins Leben gerufen.

Die satzungsgemäßen Aufgaben werden aus Erträgen des von der Gründerfamilie gestifteten Vermögens finanziert. Fördergelder werden aus Gründen der Unabhängigkeit weder grundsätzlich noch projektbezogen entgegen genommen. Zuständige Aufsichtsbehörde für die Stiftung Kriminalprävention ist die Bezirksregierung Münster/Westfalen.

Klaus Stüllenberg verantwortet als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender neben eigenen Forschungs- und Implementierungsarbeiten die Projektkoordination. Die Zuarbeit wird durch Mitglieder eines multidisziplinär strukturierten Wissenschaftlerpools sichergestellt. Katrin Stüllenberg stellt als Vorstandsmitglied und Vertreterin des Vorsitzenden eine nachhaltige Vermögensverwaltung und die sachgerechte Mittelverwendung sicher. Zur fachlichen Begleitung und Kontrolle sind Projekt bezogen Fachbeiräte bestellt,

Aktivitäten und Projekte
Seit ihrer Gründung hat die Stiftung eine Vielzahl von Forschungsprojekten zur Kriminal- und Verkehrsunfallprävention durchgeführt, beauftragt und finanziert, auf Wirksamkeit untersucht und nachhaltig implementiert. Dazu hat sie bislang rund eine Millionen Euro aufgewendet.

Daneben betreibt sie seit 2002 systematisierte Zukunftsforschung im Bereich Sicherheit in Deutschland, um Politik, Verwaltung und Wirtschaft Entscheidungskriterien für nachhaltige Strategien zu liefern.

Alle Projekt- und Forschungsergebnisse sind hinsichtlich Handlungsbedarf, Ziel, Maßnahmen, Ergebnis und Evaluierung dokumentiert. Kurz- und Langfassungen der Berichte finden sich im Internet unter:
www.stiftung-kriminalpraevention.de oder www.institut.de.

Deutscher Förderpreis Kriminalprävention und Städtepreis

Die Stiftung Kriminalprävention hat 2003 ein auf zehn Jahre angelegtes Förderprogramm für alle mit Kriminal- und/oder Verkehrsunfallprävention beschäftigten Gremien in Städten, Kreisen und Gemeinden, auf Landes- oder Bundesebene entwickelt:

  • Mit der jährlichen Auslobung und Vergabe des Deutschen Förderpreises Kriminalprävention und einer Dotation von 50.000 Euro werden unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten für Deutschland Beispiel gebende Projekte mit kriminal- oder/und verkehrspräventiver Reichweite, die systematisiert und Vergleichbarkeit erzeugend aufgebaut und auf Wirksamkeit untersucht sind herausgestellt. 
  • Seit 2007 wird zusätzlich der mit 10.000 Euro dotierte Städtepreis ausgelobt, der 2008 zum ersten Mal an die Stadt Oldenburg verliehen wird. Mit dieser Anerkennung werden Gebietskörperschaften geehrt, die in besonderem Maße Erkenntnisse der Kriminalprävention obligatorisch in politische Entscheidungsprozesse und in Verwaltungshandeln einbeziehen.