Niedersachsens Sozialministerin Reimann besucht Amt für Zuwanderung und Integration

Bestmögliche Unterstützung für einen guten Start

Oldenburg steht für Vielfalt und ein Miteinander der Kulturen. Mehr als 16.000 Ausländerinnen und Ausländer aus 150 Nationen leben hier. Dass es nicht immer einfach ist, alle Mentalitäten in einer Stadt zu integrieren, liegt auf der Hand. Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen leistet das Amt für Zuwanderung und Integration, das sich nicht nur um die erste Unterbringung von Zugewanderten kümmert und Menschen mit langfristiger Bleibeperspektive eigenständiges Wohnen ermöglicht, sondern auch beim Zugang zu Sprache und Bildung hilft. All‘ das passiert unter einem Dach an der Bloherfelder Straße 39 – dort hat die Stadt seit einem Jahr Zuständigkeiten und Kompetenzen gebündelt und acht unterschiedliche Bereiche der Verwaltung zusammengeführt. Wie das in der Praxis funktioniert, darüber hat sich am Donnerstag Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann vor Ort informiert.

„Das aufeinander abgestimmte Vorgehen und die gut koordinierten Prozesse an dieser zentralen Stelle unterstützen den gesamten Integrationsprozess“, sagte Ministerin Reimann bei ihrem Besuch. „Dank dieser guten Strukturen und des Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes hier in Oldenburg wird Zugewanderten ein guter Start ermöglicht – der beste Weg zu einer vielfältigen Gesellschaft!“ Das Oldenburger Konzept sei ein besonders gutes Beispiel, so Carola Reimann.

Neue Ausrichtig hat sich bewährt
„Die neue Ausrichtung hat sich bewährt. Wege und Abläufe sind kürzer geworden, wir können schneller reagieren und effektiver arbeiten. Wir haben alle Fäden in der Hand“, bilanzierte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Das von Ingo Tulodetzki geleitete Amt für Zuwanderung und Integration besteht aus zwei Fachdiensten (Zentrales Flüchtlingsmanagement sowie Integration) mit insgesamt 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es versteht sich als zentrale Anlaufstelle mit individueller Betreuung.

Unterkünfte in Oldenburg
Seit dem Jahr 2010 hat Oldenburg etwa 4.500 Menschen aufgenommen – allein 2015/2016 waren es 3.000 Flüchtlinge. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise wurden sechs kommunale Gemeinschaftsunterkünfte und drei Notunterkünfte mit 1.400 Plätzen betrieben und rund 200 Wohnungen zur dezentralen Unterbringung von circa 900 Menschen angemietet. Aktuell sind es nur noch zwei zentrale Gemeinschaftsunterkünfte, in denen zurzeit 136 Menschen eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. 175 Geflüchtete sind dezentral untergebracht.

Eigenständiges Wohnen wichtig
Die meisten der Geflüchteten, die nach Oldenburg gekommen sind, haben eine langfristige Bleibeperspektive (die Anerkennungsquote beträgt rund 82 Prozent) – für sie ist eigenständiges Wohnen von großer Bedeutung für eine gelungene Integration. Das Auszugsmanagement unterstützt bei der Wohnungssuche und begleitet während der ersten Schritte im eigenen Wohnraum: Seit Juni 2016 wurden mehr als 300 Wohnungen vermittelt. Für Menschen mit Aufenthaltstitel, die trotz intensiver Suche bisher keine Wohnung finden konnten, betreibt das Amt ein Übergangswohnheim. Dort wohnen zurzeit 51 Menschen.

Der Fachdienst Integration
Der Fachdienst Integration berät und betreut über die Integrationssozialarbeit Geflüchtete in ihrer eigenen Wohnung und hilft bei Alltagsangelegenheiten und Behördengängen. Es werden Integrationslotsen geschult und Sprachmittler ausgebildet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen dazu bei, passgenaue Bildungsangebote zu planen und umzusetzen. „Wir tun alles, um möglichst vielen zugewanderten Menschen den Zugang zur deutschen Sprache, zum Arbeitsmarkt und zur Gesellschaft zu ermöglichen“, betonte Amtsleiter Ingo Tulodetzki.

Film zum Besuch

Ein Film zum Besuch von Sozialministerin Reimann im Amt für Zuwanderung und Integration

Veröffentlichung: August 2018