Oldenburg vergibt Integrationspreis

Bereits zum 8. Mal hat die Stadt Oldenburg ihren Integrationspreis verliehen. Zur Preisverleihung in der Berufsbildenden Schule in Wechloy kamen am Freitag, 13. April 2018, etwa 100 geladene Gäste und die drei Preisträger. 18 Bewerbungen hatte es für den Integrationspreis gegeben, drei Preisträger wurden schließlich von der Jury ausgewählt, sie wurden jeweils mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet. Die Preisträger für das Jahr 2017 sind: das Haus Welcome (Kirchengemeinde St. Josef und Kirchengemeinde Osternburg), das Projekt „Meine Geschichte, deine Geschichte. Flucht, Migration und Shoah“ von Dzenet Hodza sowie Radio Globale, die Radiosendung von Oeins mit Musik aus aller Welt.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann würdigt alle Preisträger: „Oldenburg ist eine Stadt der Vielfalt, das ist auch an den diesjährigen Preisträgern sehr schön zu erkennen. Alle setzen sich für Teilhabe und Zusammenhalt in unserer Stadt ein. Die zahlreichen Integrationsprojekte haben einen wesentlichen Anteil daran, dass Oldenburg von einer Atmosphäre der Toleranz und der Solidarität geprägt wird.“

In Oldenburg leben aktuell etwa 16.000 Migrantinnen und Migranten aus 151 Nationen, viele von ihnen sind heute bereits gut integriert. Dennoch hat sich die Stadtgesellschaft verändert und es gilt bei diesen Anstrengungen der Integrationsarbeit nicht nachzulassen, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse: „Ich bin nach wie vor begeistert von der enormen Vielfalt der Bewerbungen. Den Organisationen und Einzelpersonen gebührt mein herzlicher Dank. Sie alle haben Großartiges geleistet. Es freut mich, mit wie viel Engagement sich unsere Bürgerinnen und Bürger auf die verschiedenste Art und Weise für die neuen Menschen in unserer Stadt einbringen.“

Eine unabhängige Jury hat über die Vergabe des Integrationspreises 2017 entschieden. Ausgezeichnet werden Projekte, die sich für die Förderung der Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie des interkulturellen Austauschs und Zusammenlebens eingesetzt haben. Kriterien für die Bewertung waren unter anderem: ein innovativer Ansatz, die Förderung des sozialen Zusammenhalts und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

Die diesjährige Jury bestand aus: Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg (Vorsitz), Werner Bieberstein, Pastoralreferent zu St. Willehad, für den Arbeitskreis Religionen des Präventionsrats Oldenburg, Dr. Anwar Hadeed, Geschäftsführer amfn e.V., Dr. Michael W. Brandt, Geschäftsführer Oldenburgische Landschaft, Ingrid Kruse, Vorsitzende des Ausschusses für Integration und Migration, und Cecilia Ramirez de Heisig, Oldenburger Delegierte im Niedersächsischen Integrationsrat.

Auszeichnungen der vergangenen Jahre

2016

  • 1. Preis: Jugendkulturarbeit e.V. mit dem Projekt „Erzähl mir was! Theater spielen – Sprache lernen – Spaß machen“
  • 2. Preis: Verein für Kinder e.V. an der Grundschule Kreyenbrück mit dem Projekt „Hand in Hand – Vorurteile und Fremdsein erkennen und Vielfalt anerkennen“
  • 3. Preis: Susan Ahmadgoli und Maryam Ghandehari mit dem Projekt „MeKiBü – Mehrsprachige Kinderbücher“

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2015

  • 1. Preis: Inge Viezens, Petra Lübbering und Udo Herreilers mit dem Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst“
  • 2. Preis: Global Music Player mit dem Projekt „Begegnung und Zusammenarbeit von Musikerinnen und Musikern und Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen Herkunftsländern“
  • 3. Preis: IGS Flötenteich in Kooperation mit der Zirkusschule Seifenblase und dem Institut „Integration durch Sport und Bildung“ e.V., für das Projekt „Vom OPEN SUNDAY zum Zirkusbrunch“

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2014

  • 1. Preis: Verein für Boxsport e.V. mit dem Projekt „Boxen und Bildung“
  • 2. Preis: Sprachlernklasse der Oberschule Osternburg mit dem Kunstprojekt „Neuland entdecken!“
  • 3. Preis: Krusenbuscher Sportverein in Kooperation mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern der Kommunalen Gemeinschaftsunterkünfte Cloppenburger Straße und Gaußstraße mit dem Projekt „Integration von Flüchtlingen durch Fußball“

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2013

  • 1. Preis: Türkischer Sportverein und FC Medya mit dem Projekt „Mädchenfußball“
  • 2. Preis: TuS Bloherfelde mit dem Projekt „Schwimmen für Frauen“
  • 3. Preis: Verein slap-social landart Project e. V. mit dem Projekt „Zuhause in der Fremde – Biografien in Bildern, Zuhause in der Fremde – inszenierte Fotografie“

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