Müller & Egerer engagiert sich für jugendliche Migranten

Auszeichnung für Müller & Egerer: Das Unternehmen hat den zum zweiten Mal von der Stadt vergebenen Oldenburger Preis für Integration und Toleranz erhalten. Bewerben konnten sich im Jahr 2011 Betriebe und Bildungsträger mit Projekten und Maßnahmen, die sich die berufliche Integration von Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund zum Ziel gesetzt haben. Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner und Oldenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Ayça Polat überreichten den mit 2.000 Euro dotierten Preis am 19. Dezember 2011 an Jan-Christof Egerer, Geschäftsführer von Müller & Egerer.

Individuelle Unterstützung für Migrantenjugendliche
Das Unternehmen Müller & Egerer erhält den Oldenburger Integrationspreis 2011, weil es sich in besonderer Weise für die Integration von Migrantenjugendlichen engagiert. Müller & Egerer hat insgesamt 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 93 Auszubildende. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus 19 Nationen. 12 der 93 Auszubildenden haben eine nichtdeutsche Staatsbürgerschaft. Weitere Auszubildende mit deutscher Staatsangehörigkeit haben einen Migrationshintergrund. Zur Philosophie des Unternehmens gehört es, dass eine gleichberechtigte Teilhabe für alle – unabhängig von der Herkunft – gefördert und gelebt wird. Das Unternehmen bietet Migrantenjugendlichen individuelle Unterstützung an, zum Beispiel Sprachförderung oder Coaching. Ungelernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Möglichkeit angeboten, einen qualifizierten Berufsabschluss nachzuholen.

Die kulturelle Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird als eine positive Besonderheit des Unternehmens wahrgenommen und gefördert. Der Geschäftsführer des Unternehmens Jan-Christof Egerer formuliert das Credo seines Betriebes mit den folgenden Worten: „Die Frage für uns ist nicht, wo kommst Du her, sondern wo willst Du hin.“

Glückwünsche von Oberbürgermeister Gerd Schwander:
„Der Preis geht dieses Jahr an ein Unternehmen aus Rastede. Erstens ist es in Oldenburg sehr präsent und engagiert. Und zweitens wäre es paradox, wenn man ausgerechnet bei einem Integrationspreis enge Grenzen ziehen würde. Ich freue mich über jede positive Nachricht in diesem Bereich, egal von wo sie kommt. Deshalb: Herzliche Glückwünsche an Müller & Egerer für eine vorbildliche Integrationskultur im Unternehmen!“

Die ursprünglich geplante Vergabe von drei Preisen (1. bis 3. Preis) kann in diesem Jahr aufgrund des Mangels an Bewerbungen nicht durchgeführt werden. Die Stadt hatte den Oldenburger Preis für Integration und Toleranz im September 2011 ausgeschrieben. Eingereicht wurden, trotz einer Verlängerung der Bewerbungsfrist, nur zwei Bewerbungen, wovon eine jedoch nicht die Bewerbungsvoraussetzungen erfüllte.