Oldenburg zum dritten Mal mit dem European Energy Award® in Gold ausgezeichnet

Seit 2006 nimmt die Stadt Oldenburg aufgrund eines Ratsbeschlusses an dem europäischen Qualitätsmanagement und Zertifizierungsverfahren im Energiesektor European Energy Award (eea®) teil. In dem Verfahren wird die kommunale Energiearbeit bewertet, jährlich überprüft und es werden Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz identifiziert. In der Regel erfolgt alle vier Jahre eine Auditierung durch eine externe Auditorin.

Kommunen, die am eea teilnehmen, sind "eea-Partner". Um verschiedene Erfolgsstufen zu dokumentieren und zu vergleichen, bietet der eea ein zweistufiges Auszeichnungssystem: Bei 50 Prozent und mehr der für die jeweilige Kommune maximal erreichbaren Punkte kann sich die Kommune als „Partner mit Auszeichnung“ profilieren. Bei 75 Prozent und mehr der für die jeweilige Kommune maximal erreichbaren Punkte erhält die Kommune die eea-Auszeichnung in Gold.

Nach 2011 und 2014 wurde die Stadt Oldenburg 2018 zum dritten Mal in Folge nach der abgeschlossenen eingehenden Prüfung der internationalen Auditorenschaft und auf Beschluss des Vorstandes des Association European Energy Award AISBL mit dem European Energy Award® Gold für nachweisbare und vorbildliche Resultate in ihrer Energiepolitik ausgezeichnet. Sie gehört damit zu den Spitzenreitern unter den Mittlerweile mehr als 1.400 Kommunen in elf Ländern, die am European Energy Award teilnehmen. Die Übersicht der Bewertungsergebnisse aller bisher zertifizierten und ausgezeichneten Teilnehmer erhalten Sie hier » (Direktlink pptx, 182 KB)

Hier geht es zur Übersicht über die einzelnen Maßnahmenbereiche des European Energy Award » (PDF, 264 KB)

In welchem Verhältnis steht der EEA zum integrierten Energie und Klimaschutzkonzept (InEKK)

Mit dem InEKK und den jährlichen energiepolitischen Arbeitsprogrammen sollen Maßnahmen initiiert und umgesetzt werden, die bis 2020 ein relatives CO2-Reduktionsziel von 100.000 Tonnen im Stadtgebiet erreichen sollen. Die Maßnahmen, die von der Stadt umgesetzt werden, werden auch im EEA positiv bewertet. Im Kern handelt es sich beim EEA aber um einen Prozess, der jährlich neu umfassend auf der Grundlage eines festen Fragen- und Bewertungskataloges die Entwicklung der Kommune in allen energetischen Handlungsfeldern unter die Lupe nimmt (zum Beispiel Dienstreisen, Belohnungssysteme, Bauleitplanung, Anteil der energetischen Verwertung von Bioabfall, und anderes). Dabei wird die Bewertung auch immer wieder aktualisiert (zum Beispiel Verschärfung der Gebäude-Energiekennzahlen). Ob eine Kommune ein Energie- und Klimaschutzkonzept überhaupt besitzt, wird im EEA übrigens ebenfalls bewertet. Man kann es mit einem Haus vergleichen: Die Planung, ein Wohngebäude über mehrere Jahre hinweg durch bestimmte Maßnahmen zu verbessern entspräche dem InEKK. Die jährliche (bundesweit vergleichbare) Bewertung des erreichten Gesamtzustandes des Gebäudes mit Grundstück, die Gebäudenutzung und alle sonstigen, mit dem Gebäude zusammenhängenden Dinge (zum Beispiel Menge und Art der Energieversorgung) entsprächen dem EEA.

Das EEA-Team

Die Verantwortung für das EEA-Verfahren in der Stadt Oldenburg liegt beim Fachdienst Umweltmanagement. Vertreter verschiedener Ämter und externe Akteure wirken dabei mit, zum Beispiel: Verkehrsplanung, Gebäudewirtschaft und Hochbau , EWE, OOWV, Abfallwirtschaft und andere. Als EEA-Beraterin fungiert Kornelia Gerwien (BEKS Energieeffizienz GmbH, Bremen), die auch für die jährliche Bewertung im internen Audit verantwortlich ist.

Der eea-Auditor

Der von der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award akkreditierte nationale eea-Auditor führt die Auditierung der Kommunen durch. Seine Aufgabe ist es, den europäischen Qualitätsstandard des European Energy Award zu sichern.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier» 

Energiepolitische Arbeitsprogramme

Anhand der Ist-Analyse werden noch nicht ausgeschöpfte Potenziale im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz der Kommune identifiziert und Prioritäten definiert. Auf dieser Basis sollen Energiepolitische Arbeitsprogramm mit einem verbindlichen Maßnahmenplan erarbeitet.

Die Stadt hat bislang drei energiepolitische Arbeitsprogramme im EEA mit umfangreichen und Maßnahmenpaketen auf den Weg gebracht.
Seit 2012 werden die EEA-EPAP ersetzt durch die weitergehenden Energiepolitischen Arbeitsprogramme im integrierten Energie-und Klimaschutzkonzept (InEKK-EPAP, seit 2018 „Aktionsplan Energie“). Sie verfolgen sowohl das Ziel, die Maßnahmenvorschläge im integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept sukzessive umzusetzen, als auch zielorientierte Verbesserungen im EEA  zu erreichen.

Wie geht’s weiter im EEA?

Nach der erfolgten Gold-Zertifizierung werden weiterhin jährlich Re-Audits durchgeführt. Die Anmeldung zur für das nächste externe Re-Audit kann Ende 2021 erfolgen.