Energie- und CO2-Bilanz für Oldenburg veröffentlicht

Im Zusammenhang mit dem neuen Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK) hat die Stadt Oldenburg erstmals eine vollständige Energie- und CO2-Bilanzierung für den Zeitraum 1990 bis 2010 vorgelegt. Danach betrugen die energiebedingten Kohlendioxidemissionen der Stadt für 2010 (eine vollständige Bilanzierung ist immer nur zeitverzögert im übernächsten Jahr möglich) rund 1,2 Millionen Tonnen. Nach einem Höchststand um die Jahrtausendwende verharrt die Entwicklung seit 2007 auf diesem Niveau. Dies bedeutet eine Zunahme von 5 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990.

Positiver Trend in Oldenburg
Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung zeigt sich aber für Oldenburg ein durchaus positiver Trend: Hier gingen die Kohlendioxidemissionen von 7,9 Tonnen je Einwohner im Jahr 1990 auf 7,3 Tonnen und damit um rund 7,6 Prozent zurück. Damit weisen die Pro-Kopf-Emissionen Oldenburgs im Vergleich zum Bundesdurchschnitt um rund 22 Prozent niedrigere Werte auf. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtwärme- und Brennstoffeinsatz sowie am Gesamtstromeinsatz betrug 2010 in Oldenburg noch jeweils unter 5 Prozent.

Reduktion der Kohlendioxidemissionen von jährlich 46.000 Tonnen möglich
Der CO2-Bericht nimmt auch Bezug auf das vom Rat der Stadt Oldenburg jüngst verabschiedete erste energiepolitische Arbeitsprogramm, mit dem ein erstes ambitioniertes Paket von 42 Maßnahmen im Energie- und Verkehrsbereich auf den Weg gebracht wurde, um die Kohlendioxidemissionen bis 2020 wirksam zu verringern. Diese Maßnahmen, für die die Stadt 2013 allein 1,3 Millionen zur Verfügung stellt, können bis 2020 zu einer weiteren Reduktion von jährlich 46.000 Tonnen Kohlendioxid führen. Etwa die Hälfte davon ginge auf das Konto der geplanten Windkraftanlagen in Etzhorn und, eine Entscheidung der Landesstraßenbauverwaltung vorausgesetzt, einer Geschwindigkeitsreduzierung auf allen Stadtautobahnen.

Die beiden bestehenden Oldenburger Solarparks einschließlich der geplanten Erweiterung tragen zusätzlich zu einer CO2-Reduktion von jährlich circa 9.000 Tonnen bei. Klaus Büscher, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Bauordnung, betonte, dass bis 2020 mit den Maßnahmen des energiepolitischen Arbeitsprogramms und den beiden Solarparks eine Verringerung der Kohlendioxidemissionen im Stadtgebiet von fast 12 Prozent gegenüber 1990 möglich ist.

Die CO2-Bilanzierung soll künftig möglichst jedes Jahr vorgelegt werden, um die Entwicklung der CO2-Emissionen kontinuierlich zu überwachen.

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Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, Industriestraße 1, Telefon 235-3244 und auf den Internetseiten zu Energie und Klimaschutz »