3. Arbeitstreffen des Energienetzwerks Nordwest in Oldenburg

Am 28. März 2007 trafen sich Vertreter aus 21 Kommunen des von der Stadt Oldenburg ins Leben gerufenen Energienetzwerkes Nordwest (ENNW), eines der aktuellen Leitprojekte der Metropolregion Bremen-Oldenburg zu Ihrem 3. Arbeitstreffen. </font></font>

Das ENNW ist ein Forum, auf dem nicht nur aktuelle kommunalpolitische Energiethemen diskutiert werden. „Unser Ziel ist “, so Projektleiter Gerd Iwanuk vom städt. Fachdienst Umweltmanagement „ein dauerhafter interkommunaler Wissens- und Informationstransfer sowie eine verstärkte Zusammenarbeit, aus der Nutzeffekte für alle Beteiligten in der Region resultieren können. Es geht darum, voneinander zu lernen und damit rascher und besser auf breiter Ebene energieeffizient zu handeln. Gerade angesichts knapper personeller Ressourcen und eingeschränkter kommunaler Handlungsspielräume drängt sich die Frage nach der Realisierungsmöglichkeit einer regionalen Kooperation doch geradezu auf.“</font></font>

Die Resonanz der Teilnehmer war auch diesmal ausgesprochen positiv. Ein Teilnehmer, der zum ersten Mal dabei war, brachte seine Antwort auf die Frage „ War die Veranstaltung für Sie ein Gewinn?“ auf den Punkt: „Ja, besser als vorher gedacht“. Gelobt wurde die hohe Qualität der Vorträge von Praktikern aus dem Oldenburger Land und die praktische Verwertbarkeit vieler neuer Informationen aus dem Erfahrungsaustausch. „Ich denke, die bisherigen Ergebnisse lassen sich sehen. Das EENW ist ganz klar das Gegenteil einer Quasselbude“, so Iwanuk. </font></font>

Es werde jetzt zum Beispiel in den Landkreisen Friesland und Ammerland intensiv an einer kurzfristigen Realisierung von Projekten zur Energieeinsparung an den Schulen gearbeitet. Angestrebt werde In beiden Fällen, die Projektbetreuung ähnlich wie in der Wesermarsch zu organisieren, wo das Reg. Umweltbildungszentrum Hollen damit beauftragt wurde. Die Gemeinde ist schon weiter. Hier wurde ein Vertrag für die Betreuung von drei Grundschulen mit dem Reg. Umweltzentrum Hosüne abgeschlossen.</font></font>

Sparsamer Umgang mit Energie auch in Verwaltungsgebäuden ist für das ENNW ebenfalls ein Thema. Der Monitor bleibt in der Mittagspause angeschaltet, die Schreibtischlampe leuchtet unnötig, der Drucker ist im Dauerbetrieb und die Kaffeemaschine ist permanent eingeschaltet: Diesen und anderen "heimlichen" Stromfressern hat der Bremer Senator für Finanzen mit Unterstützung der Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens jetzt mit einer "Aktionswoche E-Fit" den Kampf angesagt. Und dies mit Erfolg! Um fast fünf Prozent ist der Stromverbrauch während der fünf E-Fit-Tage gesunken. Dies entspricht knapp 1.500 kWh, genug um - auf ein Jahr hochgerechnet - gut 20 Bremer Drei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Erreicht wurde dies allein durch ein energiebewussteres Verhalten der rund 1.100 Mitarbeiter. Dabei gab es weder Komforteinbußen noch Eingriffe in Arbeitsabläufe oder große Investitionen. Diese Idee erntete auch bei ENNW-Treffen viel Sympathie. Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens wird den ENNW Kommunen eine kostenlose Schulung zur eigenen Durchführung dieses Projektes anbieten und die erforderlichen Arbeitsmaterialien bereitstellen. Ziel der Aktionswoche ist eine dauerhafte Senkung von Energieverbrauch, Kosten und klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen. Darüber hinaus solle die Eigeninitiative der Mitarbeiter angeregt werden, auch zukünftig Einsparpotenziale aufzuspüren und konkrete Maßnahmen zu deren Erschließung anzuregen bzw. zu ergreifen. "Energiebewusstsein kann nur dann langfristige Wirkungen entfalten, wenn die entsprechenden Verhaltensweisen in Fleisch und Blut übergegangen sind – im Büro und auch zu Hause", so der Chef der Klimaschutzagentur.

Fazit für Iwanuk: Das Netzwerk hat in kurzer Frist für alle etwas gebracht. So hat es z.B. auch dazu beigetragen, Gemeinden stärker zu ermuntern, nutzbare eigene Dachflächen für investorenfinanzierte Fotovoltaikanlagen, auch „Bürgersolaranlagen“ zur Verfügung zu stellen. DieSolardachbörse NordWest ist die Plattform für Dachbesitzer und potentielle Investoren in der Metropolregion Bremen Oldenburg. Sie schafft Kontakte und hilft, den ersten Schritt zum Bau einer Photovoltaik-Anlage in der Metropolregion Bremen/Oldenburg so einfach wie möglich zu gestalten (www.solardachboerse-nordwest.de). </font></font>

Mehr unter: </font>www.ennw.de</font> </font>

21 Kommunen tauschen sich zum Thema Energiemanagement aus

Die Themen Energie und Umweltschutz standen im Mittelpunkt der zweiten Tagung des von der Stadt Oldenburg initiierten Energienetzwerks Nordwest. 21 Kommunen aus der Metropolregion Bremen/Oldenburg, darunter Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Wittmund, sowie Vertreter vieler Landkreise kamen dabei kürzlich im technischen Rathaus der Stadt Oldenburg zusammen, um in punkto Energie und Klimaschutz Kräfte zu bündeln und gemeinsam voranzukommen.

Schwerpunkte der Tagung
Schwerpunktthema war diesmal das kommunale Energiemanagement:

  • Erfassung, Überwachung und Bewertung des Energie- und Wasserverbrauchs im Gebäudebestand
  • Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs durch Optimierung von Anlagen- und Regelungstechnik sowie durch bauliche Maßnahmen
  • Information und Schulung von Hausmeistern und Gebäudenutzern.

„Energie-Knigge“ für die Metropolregion?
Eine Delegation aus Bremerhaven berichtete, dass dort gegenwärtig an einer Art „Energie-Knigge“ für Gebäudenutzer gearbeitet wird. Gerd Iwanuk, Projektleiter des Energienetzwerks Nordwest, regte an, dieses Projekt genau wie die Bremer Solardachbörse Nordwest oder den Bremer Umweltpreis Nordwest in der gesamten Metropolregion zu verbreiten. „Wir haben daher das Bremerhavener Angebot gerne angenommen, das dortige Projekt als ein Schwerpunktthema des nächsten Netzwerktreffens zu behandeln“, so Iwanuk.
Gleichzeitig soll dann auch über die Entwicklung von zwei kostenlosen Fortbildungsmodulen durch die Bremer Energie-Konsens GmbH für Netzwerkkommunen gesprochen werden. Eines der Module könnte das Thema „Einführung in das Energiemanagement für kleine Kommunen“ betreffen. Auch die in einigen Kommunen äußerst erfolgreich praktizierten Energiesparprämienprojekte an Schulen haben bei einigen Netzwerkteilnehmern bereits Nachahmer gefunden.

Kontakt

Gerd Iwanuk
Fachdienst Umweltmanagement
Tel. 0441/235-2853
Gerd.Iwanuk(at)stadt-oldenburg.de