Abwasserwärmenutzung "Alter Stadthafen"

Kategorie: Energie

beschreibung: In Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg, dem Oldenburger Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) und dem Institut für Rohrleitungsbau (iro) konnte im Stadtentwicklungsgebiet „Alter Stadthafen“ ein innovatives Vorzeigeprojekt zur Abwasserwärmenutzung umgesetzt werden, welches deutschlandweit die bislang größte Anlage dieser Art darstellt. Der Projektentwickler KUBUS nutzt am Alten Stadthafen das Kanalnetz des OOWV, um mittels Wärmepumpentechnologie am Standort zukünftig 20.000 Quadratmeter Wohnfläche zu beheizen. Die Voraussetzungen für diese Technik sind hier ideal, da ein leistungsstarker Mischwasserkanal DN 1500 mit einem Mindestdurchfluss von 220 Liter pro Sekunde direkt an das Gebiet angrenzt.
Mit der Entscheidung für die Abwassertechnik hat sich gezeigt, dass neben den energetischen und umwelttechnischen Gesichtspunkten insbesondere die Wirtschaftlichkeit in diesem Projekt überzeugt.
Im ersten Bauabschnitt wurden im Jahr 2015 bereits 82 Meter Wärmetauscher und einer Entzugsleistung von etwa 270 kW in den Kanal verbaut. Mittlerweile wurden diese auf 200 Meter Länge mit einer Entzugsleistung von 600 KW erweitert.
In einem sogenannten kalten Fernwärmenetz erfolgt die Wärmeversorgung über eine dezentrale Wärmepumpenversorgung für die Spitzenlast. Die Grundlast und die Warmwasserbereitung werden dabei über gasbetriebene Blockkraftheizwerke sichergestellt. Bilder zum Wärmetauscher Einbau hier »

Die Stadt Oldenburg ist mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „Wärme aus Abwasser - ein Oldenburger Kooperationsprozess“ für innovativen Klimaschutz im Wettbewerb „Niedersächsische Klimaschutzkommune 2016“ als eine von drei Hauptgewinner-Kommunen ausgezeichnet worden. mehr »

Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (2016), zweiter Bauabschnitt in der Umsetzung

CO2-Wirksamkeit: 180 Tonnen CO2 pro Jahr / gegenüber EnEV Referenzgebäude

Ansprechpartner:KUBUS Immobilienvermittlungs und –Treuhand GmbH Stau 144

Beteiligte: Stadt Oldenburg, Fachdienst Umweltmanagement, Oldenburg Ostfriesischer Wasserverband (OOWV), Institut für Rohrleitungsbau (iro), Energie-Haus-Halt GmbH

Link: Artikel aus gwf/Abwasser 1/2016 » (PDF, 4 MB Direktlink)