Erdwärmenutzung bei der LzO-Zentrale

Kategorie: Energie

Projektbeschreibung: Die LzO-Zentrale (2009) verfügt über ein zukunftsweisendes Energie-, Gebäudetemperier- und Lüftungskonzept. Über ein Erdsondenfeld von circa 10.000 Quadratmeter mit 63 Sonden je 150 Meter Tiefe wird Erdwärme zwei Wärmepumpen mit je 485 kW Kühlleistung und je 590 kW Heizleistung zugeführt . Sie übernehmen die Wärmeversorgung bis etwa 4 Grad Außentemperatur. Rund 80 Prozent des jährlichen Heizwärmebedarfs werden so regenerativ gedeckt. Mittel- und Spitzenlastkessel als Kaskade mit je 400 kW unterstützen die Wärmepumpen bei geringeren Außentemperaturen.

Die Kühlung aller Bürobereiche erfolgt mittels Betonkerntemperierung (BKT). Zusätzliche werden zur Kühlung verschiedener sensibler Nutzungsbereiche Alu-Sandwich-Kühldecken, Quelllüftung über Unterflurkonvektoren, Fußbodenkühlung, zusätzliche Unterflurkonvektoren mit Heiz/Kühlfunktion im Fassadenbereich, konditionierte Zuluft über justierbare Weitwurfdüsen und andere eingesetzt. Ein geschlossener Nasskühlturm fungiert als Rückkühler für die Wärmepumpe in ihrer Funktion als Kältemaschine und als Freikühleinrichtung bei Nacht für die BKT. Zusammen mit der natürlichen Kühlung durch Erdsonden und der freien Kühlung über den Kühlturm werden ca. 70 Prozent der Jahreskühlarbeit über regenerative Energiequellen bereitgestellt. Zur Aufrechterhaltung der thermischen Stabilität ist eine gezielte Bewirtschaftung des Erdsondenfeldes und eine intelligente Steuerung des Sonnenschutzes und dessen Tageslichtfunktion nötig.

Alle technischen Einrichtungen befinden sich im Untergeschoss. Auf den Dachflächen sind mit Ausnahme des Hochhauses keine technischen Aufbauten vorhanden. Rund 2.400 Quadratmeter der Dachfläche der LzO-Zentrale konnten daher flächendeckend begrünt werden. Die Dachbegrünung wird, soweit es umsetzbar ist, bei allen Flachdächern der LzO-Filialen durchgeführt.

CO2-Wirksamkeit: Kann aktuell noch nicht beziffert werden.

Ansprechpartner: Landessparkasse zu Oldenburg, Hans Günter Rostalski