Klimafreundliche Busflotte

Kategorie: Verkehr

Projektbeschreibung: Seit 2014 setzt die VWG bilanziell Bio-Erdgas ein, so dass die Erdgasflotte heute komplett CO2-neutral betrieben wird und als umweltfreundlichste Busflotte Deutschlands gilt. Für die Biomasse zur Produktion des durch die EWE bezogenen Bioerdgases werden landwirtschaftliche Reststoffe aus der Ethanol-Großproduktion verwendet. Im Herbst 2016 wurden mit der Inbetriebnahme weiterer zehn Erdgasfahrzeuge die letzten Dieselbusse ausgemustert, so dass ausschließlich Erdgasfahrzeuge im Liniennetz der VWG im Einsatz sind, insgesamt 97 Busse. Gegenüber Dieselkraftstoff reduziert der Betrieb mit Gas auch die Stickstoffoxid- und Kohlenwasserstoffemissionen. Schwefeldioxid und Rußpartikel werden praktisch vollständig vermieden. Mit der Anschaffung der neuen Fahrzeuge hat nahezu die Hälfte der Fahrzeugflotte bereits den EURO-6-Standard erreicht. Bis zum Jahr 2020 soll die Umstellung auf die EURO-6-Norm in Abhängigkeit von den geltenden Förderbedingungen abgeschlossen sein. In diesem Zusammenhang, werden 2018 insgesamt 26 Euro-6-Fahrzeuge zu beschaffen (dann insgesamt 103 Fahrzeuge), darunter drei Erdgas-Hybrid-Busse. Dabei handelt es sich um Erdgasbusse mit einer zusätzlichen Elektro-Einheit. Sie arbeitet beim Bremsen des Busses als Generator und wandelt die Bremsenergie in Strom um. Der wird gespeichert und unterstützt den Verbrennungsmotor beim Anfahren. Neben dem Kraftstoffverbrauch, der gegenüber den bisherigen Erdgas-Bussen um 8,5 Prozent sinken soll, schlägt sich das vor allem beim Schadstoffausstoß nieder. 2019 werden weitere 25 Fahrzeuge angeschafft. Der Fuhrpark umfasst dann 111 Busse. Darüber hinaus wird in den kommenden Jahren geprüft, ob die Brennstoffzellentechnologie als unter anderem ökologisch sinnvolle Nachfolgetechnologie für den Erdgasantrieb in Frage kommt, hier ist die Beschaffung eines Fahrzeugs für einen Probebetrieb angedacht.

CO2-Wirksamkeit: Circa 11.700 Tonnen pro Jahr bei 97 Bussen (inklusive Vorkette und 0-Emission für Bioerdgas gemäß EcoRegion).