Energetische Sanierung des Schulzentrums Osternburg

Die Stadt Oldenburg wird bei der energetischen Sanierung des Schulzentrums Osternburg mit einem Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro gemäß der Richtlinie zur „Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt. Die Laufzeit des Projektes mit dem Förderkennzeichen 03KS2293 ist von Juni 2011 bis 2013.

Das Hauptgebäude wurde 1972 als Betonsklettbau mit einer vorgehängten Fassade erbaut. Im Rahmen einer energetischen Sanierung werden die Fassade und das Dach mit einem Gesamtaufwand von rund 2,7 Millionen Euro erneuert sowie die Innenräume grundsaniert. 640.000 Euro der Gesamtkosten werden für die Modernisierung der Haustechnik ausgegeben. Gefördert wird die Erneuerung und der erstmalige Einbau von raumlufttechnischen Geräten. Die förderfähigen Kosten hierfür betragen rund 240.000 Euro, wovon rund 60.000 Euro als Zuschuss gewährt werden. mehr »

Energetische Sanierung des Schulzentrums Osternburg

Die Fachunterrichtsräume, die innenliegenden Flure und die Aula wurden von einer Lüftungsanlage be- und entlüftet. Die Lüftungsanlage befand sich in einer Dachzentrale. Die Frischluftversorgung der übrigen Unterrichtsräume wurde über die Fenster sichergestellt. Die Heizung erfolgte über Heizkörper vor der Fassade.

Die bestehende Lüftungsanlage wurde erneuert. Das bestehende Lüftungsgerät wird gegen ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung der Energieeffizienzklasse A+ ersetzt. Aufgrund der geänderten Baugröße ist das Gerät nicht mehr in der Dachzentrale unterzubringen. Das Gerät ist als Außengerät ausgeführt und wurde auf das Dach montiert. Das Kanalsystem wurde den energetischen und brandschutztechnischen Erfordernissen angepasst.

Die Klassenräume, die bisher nur über Fenster belüftet wurden, erhalten mechanische Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. Jeder dieser Klassenräume hat eine eigene Lüftungsanlage, die auch im jeweiligen Raum an der Wand montiert ist. Die Steuerung erfolgt über Präsenzmelder. Aufgrund der hohen Wärmerückgewinnung kann auf einen Nacherhitzer verzichtet werden.

Durch die neue Möblierung der Fachunterrichtsräume und aufgrund der Ausführung der Fassade konnten die Heizkörper nicht vor der Fassade bleiben. Es wurde entschieden, den Wärmebedarf über Deckenstrahlplatten sicherzustellen. Dieses Heizsystem ist in der Decke integriert und zeichnet sich durch einen hohen Strahlungsanteil aus. Die Regelung der Deckenheizung erfolgt über Einzelraumregelung. Die Nutzer haben die Möglichkeit die Raumtemperatur über ein Stellrad zu beeinflussen.

Das Rohrleitungssystem für die Deckenstrahlheizung musste komplett neu erstellt werden. In der Dachzentrale wurden neue Regelgruppen für die Deckenheizung und das neue Lüftungsgerät aufgebaut mit dazugehörigem Schaltschrank.