Zukunftsquartier Nadorst

Die Stadt Oldenburg hat 2016 ein integriertes Quartierskonzept für das Quartier Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp in Nadorst entwickeln lassen. Darin werden Energiesparpotenziale und klimaschonende Energieversorgungslösungen untersucht und entsprechende Maßnahmen abgeleitet, die zukünftig auf freiwilliger Basis umgesetzt werden können.

Quartiersblatt

Über das regelmäßig erscheinende Quartiersblatt werden aktuelle Informationen, Beratungsangebote und Veranstaltungen im Zukunftsquartier Nadorst bekannt gegeben.

Hier geht es zur 4. Ausgabe April 2019 » (PDF, 1.1 MB)
Hier geht es zur 3. Ausgabe August 2018 » (PDF, 1,4 MB)
Hier geht es zur 2. Ausgabe Januar 2018 » (PDF, 620 KB)
Hier geht es zur 1. Ausgabe 2017 » (PDF, 1 MB)

Energieberatungsstelle im „Zukunftsquartier Nadorst“

Energy Consulting Service Centre / de conseil en énergie Centrum / doradztwa energetycznego / Консультационный пункт по энергопотреблению
 مركز استشاري بخصوص الطاقة

Für die Information und Beratung von Bürgerinnen und Bürgern des „Zukuftsquartiers Nadorst“ (im Bereich Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp) hat die Stadt Oldenburg eine Energieberatungsstelle im Gemeindezentrum Nadorst, Hartenkamp 18, eingerichtet. Ziel ist es, vorrangig Eigentümer und Mieter dieses Quartiers, darüber hinaus aber auch aus ganz Nadorst kostenlos und neutral über Möglichkeiten des Energiesparens zu informieren.

Die Energieberatungsstelle ist mit Ausnahme von Ferienzeiten jeden zweiten Dienstag im Monat  von 17 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.    

Zusätzlich werden an den Beratungstagen kostenlose Themenabende angeboten. Schwerpunkte sind:

  • im September: Heizung und Dämmung – Machen Sie Ihr Haus fit für die Zukunft!
  • im November: Kein Schimmel im Haus – Ein gutes Klima zu Hause ist gesund und spart viel Geld!
  • im Dezember: Beleuchtung – Viel Licht für wenig Geld!

Hier erhalten Sie mehr Informationen zur Energieberatungsstelle und zu den Themenabenden im „Zukunftsquartier Nadorst“ mehr »

Haus-zu-Haus-Beratung

Im Rahmen des energetischen Quartierskonzepts für das „Zukunftsquartier Nadorst“ werden allen Hauseigentümern in diesem Wohngebiet kostenlose und neutrale Energieberatungen angeboten. mehr » (PDF, 65 KB)

Integriertes Energetisches Quartierskonzept

Bei der Erstellung des Konzeptes wurde allen Eigentümern und Mietern im Rahmen von zwei Bürgerversammlungen Gelegenheit gegeben, sich über das geplante Vorgehen und Zwischenergebnisse aus erster Hand zu informieren und sich mit eigenen Anregungen an der Planung zu beteiligen. Auch im Rahmen einer Umfrage bestand diese Möglichkeit für alle Haushalte. Die in dem Konzept dargestellten Projekte und Maßnahmen ergänzen sich mit dem geplanten städtebaulichen Sanierungsverfahren in dem Quartier. „Durch eine kontinuierliche Abstimmung der beiden Projekte sind Synergien für eine insgesamt bessere Lebensqualität im direkten und indirekten Lebensumfeld der Quartiersbewohner zu erwarten“, sagt Baudezernentin Gabriele Nießen. „Ich danke allen Projektbeteiligten, den Eigentümern und den Bürgerinnen und Bürgern für die Mitwirkung und Unterstützung und hoffe auf eine großangelegte Umsetzung der Maßnahmen, Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt.“

Grundlagenermittlung zur Gebäude- und Energieversorgungssituation
Für 13 unterschiedliche Gebäudetypen wurden Steckbriefe erstellt, die Angaben zur Bestandssituation, Modernisierungsmöglichkeiten verschiedener Bauteile sowie eine Kosten-Nutzen-Übersicht enthalten. Das bedeutendste Einsparpotenzial weist die Sanierung von Wohngebäuden bei einer Sanierungsrate im Gebäudebestand von drei Prozent jährlich auf. Die Erweiterung von zwei der vier bestehenden Nahwärmenetze um Blockheizkraftwerke zeigt in einer Modellrechnung das zweithöchste Einsparpotenzial, gefolgt von der Umstellung aller Heizungen, die älter als 20 Jahre sind, auf Brennwerttechnik. Potential sehen die Gutachter zudem in der Verringerung von unnötigen Stromverbräuchen.

Hier geht es zur Kurzfassung » (PDF, 241 KB)
Hier geht es zur Langfassung » (PDF, 6 MB)

Auf welches Gebiet bezieht sich das Konzept genau?
Das Quartierkonzept bezieht sich auf den Geltungsbereich der „Vorbereitenden Untersuchung“ gemäß § 141 BauGB zwecks Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes als Grundlage für die Bewerbung auf eine Aufnahme in die Städtebauförderung.

Was soll mit dem Quartierskonzept erreicht werden?
Aufgabe des auf drei Jahre angelegten Quartiersmanagements ist es, alle Grundstückseigentümer, aber auch Mieterinnen und Mieter zu überzeugen und zu motivieren, die Maßnahmenvorschläge umzusetzen und von Fördermöglichkeiten zu profitieren. Die im Gebiet tätigen Wohnungsbaugesellschaften und andere Projektbeteiligte haben ihre Kooperationsbereitschaft in einer gemeinsamen Vereinbarung zugesagt.

Vorgesehen sind unter anderem Informations- und Beratungsangebote im Quartier und auf Wunsch auch bei den Bürgerinnen und Bürgern zu Hause. Ziel ist es, die Maßnahmen zur energetischen Gebäude- und Anlagensanierung möglichst warmmietenneutral zu realisieren. Die Stadt hat für das Quartiersmanagement einen Förderantrag bei der KfW-Bank gestellt, der in vollem Umfang positiv beschieden wurde, sodass ab 01.Juni 2017, nach Einstellung einer Quartiersmanagerin, mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden konnte.

Gibt es einen Zusammenhang mit dem Sanierungsgebiet?
Beide Verfahren sind eigenständig und unabhängig voneinander. Es ergeben sich aber positive Wechselwirkungen und Synergien.
In einem Sanierungsgebiet kann eine Vielzahl von Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Außer möglichen Maßnahmen im öffentlichen Raum, sollen natürlich Investitionen im privaten Bereich zur Instandsetzung und Modernisierung und somit in die energetische Ertüchtigung von Gebäuden erfolgen. Das wird zum Beispiel durch die steuerlichen Anreize, die die Festlegung eines Sanierungsgebiets ermöglicht, erreicht: Die Kosten von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, die mit der Gemeinde abgestimmt sind, können nach dem Einkommenssteuergesetzt erhöht steuerlich abgesetzt werden. In einem Sanierungsgebiet können bis zu 100 Prozent der Modernisierungskosten einer Gebäudemodernisierung steuermindernd geltend gemacht werden. Die hohe Sonderabschreibung ist für Eigentümer ein starker Anschub, zusammen mit Eigenmitteln, günstiger Finanzierung und Förderung über zum Beispiel Wohnraumförderung und KfW, eine Gebäudemodernisierung umzusetzen. Das vom Rat mittlerweile festgesetzte Sanierungsgebiet ist aber nicht vollständig deckungsgleich mit dem Geltungsbereich des Quartierskonzeptes.

Hier geht es zum Geltungsbereich des Sanierungsgebietes »

Gibt es Fördermittel für die energetische Sanierung?
Es gibt Förderprogramme von KfW, BAFA, N-Bank und der Stadt Oldenburg. Gebäude- und Wohnungseigentümer in einem förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet können außerdem von Sanierungsmitteln profitieren sowie von steuerlichen Vorteilen. Dieses konzentrierte Angebot stellt für alle Interessierten in dem Quartier eine einmalige Chance dar. Im Rahmen des Quartiersmanagement gibt es detaillierte Informationen über die verschiedenen Fördermöglichkeiten.

Ein ungedämmter Altbau verliert ungefähr zwei Drittel seines Wärmebedarfs über die Gebäudehülle (Dach, Wände, Fenster, Boden). Durch eine gute Dämmung, neue Fenster und/oder eine effiziente Heizungsanlage werden die Energiekosten gesenkt – bei gleichzeitigem Wohnkomfortgewinn und Wertsteigerung der Immobilie.

Mit einem Barzuschuss fördert die Stadt Oldenburg bauliche Sanierungsmaßnahmen mehr»

Kostenfreie Energieberatungen der Initiative Klima(+)Oldenburg

Die Stadt Oldenburg bietet im Rahmen der Initiative Klima(+)Oldenburg ebenfalls kostenfreie Energieberatungen an. Nach telefonischer Vereinbarung erhalten Sie einen Beratungstermin bei der Klima(+) Beratungsstelle im Fachdienst Umweltmanagement, Industriestraße 1a.

Hier geht es zum Energieberatungsangebot der Stadt Oldenburg »

Wer ist bei der Stadt Ansprechpartner?
Bärbel Dreyer-Schierz
Fachdienst Umweltmanagement
Industriestraße 1 a / Zimmer 121

Telefon: 0441 235-3893
E-Mail: baerbel.dreyer-schierz(at)stadt-oldenburg.de

Reiner Dunker
Fachdienst Umweltmanagement
Industriestraße 1 a / Zimmer 112

Telefon: 0441 235-3244
E-Mail: reiner.dunker(at)stadt-oldenburg.de

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