Energiesparfüchse am Alten Gymnasium Oldenburg

Schule: Altes Gymnasium Oldenburg
Außerschulische Partner: Universität Oldenburg, EWE AG, GSG OLDENBURG, Gesundheitsamt Bremen, RUZ Oldenburg
Jahrgänge: 9
Fächer: WPK

Das im November 2008 an der Universität Oldenburg gestartete interdisziplinäre Projekt „Bildung für eine nachhaltige Energieversorgung und –nutzung“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Transfer des Energiethemas in die Schulen zu leisten und systematisch Lehr- und Lernangebote zum Thema „Energieversorgung und effiziente Energienutzung“ gemeinsam mit verschiedenen Schulen und außerschulischen Partnern für den Unterricht in der Schule zu entwickeln und zu erproben. Im Rahmen des Teilprojektes ECHiK „Energie im Kontext Chemie“ (Didaktik der Chemie) ist unter anderem eine Kooperation mit dem Alten Gymnasium Oldenburg entstanden.
Hier haben sich Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Wahlpflichtkurses in sieben unterschiedlichen Einzel-Projekten dem Thema „Nachhaltige Energieversorgung und -nutzung am AGO“ gewidmet. Neben der Universität (Didaktik der Chemie) konnten auch mehrere außerschulische Partner zur Unterstützung gewonnen werden (unter anderem RUZ Oldenburg, EWE Oldenburg, GSG Oldenburg, Gesundheitsamt Bremen). Darüber hinaus beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Projekten am RWE-Schulwettbewerb „Pack’s an – gemeinsam geht’s schlauer“.

Kontakt:
Kerstin Haucke
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät V, IRAC, Didaktik der Chemie
Carl-von-Ossietzky-Straße 9-11
26129 Oldenburg

Silvia Beckhaus
Altes Gymnasium Oldenburg
Theaterwall 11
26122 Oldenburg

Mehr Informationen gibt es auf den Seiten des Alten Gymnasiums »

Projektwoche „Erneuerbare Energien“

Schule: BBS Wechloy in Kooperation mit Helene-Lange-Schule, Neues Gymnasium Oldenburg
Außerschulische Partner: OLantis Huntebad, GSG OLDENBURG
Jahrgänge: 10 und 11
Fächer: Physik, Chemie, Mathe

Die BBS Wechloy hat zusammen mit 20 Schülerinnen und Schülern des 10. und 11. Jahrganges der Helene-Lange-Schule und des Neuen Gymnasiums eine Projektwoche zum Thema „Erneuerbare Energien“ veranstaltet. Hierbei wurde auf einen hohen versuchspraktischen Anteil ebenso viel Wert gelegt wie auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen als außerschulische Lernorte.
In den ersten beiden Tagen standen die Themen Elektrizität, Photovoltaik und Brennstoffzelle im Mittelpunkt. Um Fertigkeiten zur Messung von Stromstärke und Spannung zu reaktivieren, experimentierten die Schülerinnen und Schüler zunächst mit einfachen elektrischen Schaltungen. Nach der Besichtigung der schuleigenen Photovoltaikanlage wurden Versuche mit Solarzellen durchgeführt. Zu den Aufgaben zählte die Bestimmung der Abhängigkeit der maximalen Leistung von der Ausrichtung zur Sonne und die Aufnahme von I-U-Kennlinien. Speicherungs-möglichkeiten von elektrischer Energie wurden diskutiert und der Weg über die Elektrolyse von Wasser mittels Brennstoffzellen im Experiment nachvollzogen.
Am dritten Projekttag besuchte die Lerngruppe ein Passivhauses der Bau- und Wohngesellschaft GSG OLDENBURG. Im Rahmen einer Führung konnten sich die Schülerinnen und Schüler umfassend über die Funktionsweise und Konstruktionsprinzipien eines Passivhauses informieren.
Im Themenbereich „Thermische Nutzung von Solarenergie/Optik“ erarbeiteten sie selbständig Inhalte aus dem Bereich der Energietechnik und entwickelten Präsentationen. Als Highlight gab es anschließend Würstchen, die durch Sonnenenergie mit einem Parabolkocher erhitzt wurden.
„Was ist ein Blockheizkraftwerk und welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?“ – Diese Fragen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler am Tag fünf der Projektwoche. Durch eine Führung im OLantis Huntebad gewannen sie Einblicke in dessen moderne Versorgungstechnik unter besonderer Berücksichtigung der Kraft-Wärme-Kopplung des schwimmbadeigenen Blockheizkraftwerkes.
Sowohl die Einbeziehung von externen Partner als auch die Kooperation mit anderen Schulen in die Projektwoche war so erfolgreich, dass weitere Aktivitäten in dieser Richtung für die kommenden Schuljahre geplant sind.

Kontakt:
BBS Wechloy
Robert Dargatz
Am Heidbrook 10
26129 Oldenburg
Telefon 0441 2182-0
E-Mail: info(at)bbs-wechloy.de

Klimafreundliches Energiemanagement - ein Blockheizkraftwerk für die BBS Wildeshausen

Schule: Berufsbildende Schule des Landkreises Oldenburg
Außerschulische Partner: Landkreis Wildeshausen, Vaillant GmbH, Energie-Systeme Krallmann und Heizungsfirmen im Landkreis
Fächer: Wahlpflichtkurs in Verbindung mit BRC und Fachpraxis
Jahrgangsstufen: Fachgymnasium Wirtschaft - 11. Klasse

Der Gedanke eines klimafreundlichen Energiemanagements unter nachhaltiger Nutzung von Ressourcen sollte maßgeblich in den Bau des neuen Schulgebäudes für das Fachgymnasium der BBS in Wildeshausen einfließen. Vor diesem Hintergrund entstand eine Projektgruppe aus Schülerinnen und Schülern, die über sechs Monate den Einbau eines Blockheizkraftwerkes geplant und vorangetrieben hat. Es wurden Berechnungsgrundlagen für die technische Auslegung des Blockheizkraftwerkes ermittelt, Kostenpläne für Anschaffung, Installation und Betrieb aufgestellt, Anträge vorbereitet und potenzielle Sponsoren und Partner kontaktiert. Rechtliche Rahmenbedingungen wie das Energieeinspeisegesetz, mögliche Rechtsformen und steuerliche Fragen wurden weitestgehend berücksichtigt. Der Landkreis Oldenburg lieferte mit den Daten zur baulichen Planung die Eckpunkte für das zu erarbeitende Konzept und war als Schulträger wichtiger Ansprechpartner in Fragen zur Realisierung. Die Kontakte mit regionalen Hersteller- und Handwerksbetrieben aus dem Energiebereich und mit potenziellen Sponsoren waren sehr erfolgreich. Zum einen haben die Schülerinnen und Schüler zahlreiche fachliche, rechtlichen und organisatorischen Informationen erhalten. Bei technischen Detailfragen wie dem Hydraulikplan konnte auf die Kompetenz von Experten zurückgegriffen werden. Zum anderen überzeugte das Projekt einige Firmen in solchem Maße, dass Material- oder Geldspenden von insgesamt einigen zehntausend Euro akquiriert werden konnten. Die Ergebnisse wurden dem Schulträger zur Entscheidungsfindung übergeben.

Parallel zur Projektierung wurde eine Infomappe geplant, die Schülern und Lehrkräften Informationen zu den Themen Energieeinsparung und Klimaschutz bietet. Schwerpunkt bilden die Materialien zur Wirkungsweise von BHKW, die bereits bei den Bauplanungen zur Gebäudeerweiterung eingesetzt wurden.

Kontakt:
Oliver Pundt/Bernhard Zahn
BBS des Landkreises Oldenburg
Feldstr. 12
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 93610
E-Mail: verwaltung(at)bbswildeshausen.de

Watt-Tour: Radtour zu Emder Projekten der regenerativen Energien mit Energierucksack

Schule: Johannes-Althusius-Gymnasium Emden
Außerschulische Partner bzw. Exkursionsziele: Infoterminal/Windflügel am Bahnhofsplatz in Emden, Geothermie Kunsthalle,Solarpark BBS II, Fotovoltaik Schallschutzmauer Fotovoltaikanlage VW-Werk, Fotovoltaikanlage Hans-Susemihl-Krankenhaus Auricher Straße, Solarthermie van Ameren-Bad, Blockheizkraftwerk Hauptklärwerk, Biomassekraftwerk, Nearshore-Windkraftanlage Jarßumer Hafen, Bürgerwindpark Borssumer Hammrich: Vestas V100, Windpark Wybelsumer Polder, Ökowerk Emden, IfE Emden, Turmfabrik und Auslieferungshafen ENERCON, Projekt Emders up Rad und andere
Fächer: fächerübergreifend
Jahrgänge: Konzept: Klasse 9, Nutzung: Grundschulen, Sekundarstufen I und II
1. Preis im Klima-Checker-Wettbewerb Niedersachsen 2009!

Die Klasse 9c des Johannes-Althusius-Gymnasium in Emden führte eine Watt-Tour mit Energierucksack per Rad durch: Die Schülerinnen und Schüler haben Fahrradtaschen mit 2 Südwestern, 2 Markierungshemden und Flickzeug für andere Schülergruppen zusammengestellt, mit der diese auf einer Radtour eigenständig regenerative Energieprojekte in Emden kennen lernen können. Dazu wurden 30 Stationen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie sowie Geothermie ausgewählt und jeweils auf die Schülerinnen und Schüler verteilt.

Nach von der Klasse gemeinsam erstellten Kriterien wie Funktionsprinzip der Energieerzeugung, Art der Energieumwandlung, Nutzen bzw. Gesamtleistung und Kohlenstoffdioxideinsparung, Besichtungszeiten und Kontaktdaten wurden diese Ziele vorab in der Schule recherchiert. Als Informationsquellen dienten Prospekte und Landkarte der Stadt Emden, Informationstafeln und Personen vor Ort, i-Punkt der Stadtwerke, die Firma IfE Emden, das Umweltamt der Stadt Emden sowie das Internet und persönliche Kontakte.

Es wurden drei verschiedene Touren zusammengestellt, auf denen Schülerinnen und Schüler von Grundschulen, aus höheren Jahrgängen und Erwachsene die einzelnen Stationen jeweils durch eine Stationsaufgabe kennen lernen können. Mit einem Zeitaufwand von maximal 10 Minuten setzen sie sich z. B. mit einer Rallyefrage, einer Fotoaufgabe oder einem Experiment zur Station auseinander.

Kontakt:
Dr. Bernhard Sturm, Eckard Lukas
Johannes-Althusius-Gymnasium Emden
Früchteburger Weg 28
26721 Emden
Telefon 04921 874200
http://www.jag-emden.de/

Partnership creates power – Partnerschaft schafft Energie

Schulen: Helene-Lange-Schule Oldenburg, Westville High School in Port Elizabeth / Südafrika
Außerschulische Partner: aleo solar AG, EWE AG, ENERCON GmbH, RUZ Oldenburg, C. v. O. Universität Oldenburg, Nelson Mandela Metropoliten University, PE, RSA
Fächer: fächerübergreifend, Naturwissenschaften und Sprachen
Jahrgänge: 10 bis 13

Im Jahr 2003 beschließt die Gesamtkonferenz der Helene-Lange-Schule die Zusammenarbeit mit Westville High School in Port Elizabeth. Themenschwerpunkte des gemeinsamen Austauschs sollen der Umgang mit Ressourcen, Energiesparen und die Nutzung regenerativer Energiequellen sein. Kurz danach nehmen die Arbeitsgruppen „Partnership creates power – Partnerschaft schafft Energie“ ihre Arbeit an beiden Schulen auf. Seitdem prägen ein intensiver Austausch und gegenseitige Besuche von Schüler/innen und Lehrkräften die Partnerschaft. Per Fax, Email und Post lernen Schüler/innen aus Port Elizabeth und aus Oldenburg gemeinsam und fächerübergreifend zu einem Thema. Die Nutzung von erneuerbaren Energien - besonders von Sonnenenergie - hat sich zu einem der zentralen Inhalte entwickelt. Eine aus Schüler/innen beider Schulen zusammengesetzte Arbeitsgruppe bemüht sich im Jahr 2005 um Sponsoren bzw. Partner aus der Wirtschaft, um eine schulische Solaranlage zu realisieren Das Unternehmen aleo solar AG kann gewonnen werden und fördert die Finanzierung einer weiteren Photovoltaikanlage auf dem Dach der Helene-Lange-Schule. Die Installation wird mit Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen beider Schule, unserem Hausmeister und dem Energieberater durchgeführt. Die Anlage kann im Sommer 2005 in Betrieb genommen werden.
Auch für die Westville High School, die für ihre Stromkosten selbst finanzieren muss, wird nach Möglichkeiten zur Errichtung einer Solaranlage gesucht. GLOBO: LOG, Globaler Dialog in regionalen Netzwerken, eine Einrichtung des VNB e.V. unterstützen das Nord- und Südprojekt unserer Schulen. Während unseres Besuchs in Port Elizabeth gelingt es uns endlich, auch auf dem Dach der Westville Highschool eine PV-Anlage zu installieren. Die meisten Kosten müssen allerdings für den Transport und den Kauf der Akkumulatoren ausgegeben werden. Mit der gewonnenen Energie sollen 14 PCs an der Westville Highschool betrieben werden, damit auch bei Stromausfall die Arbeit an den PCs nicht unterbrochen werden muss.
Da in den Armenvierteln Port Elizabeths (z.B. Missionsvale) häufig nicht gekocht wird bzw. einfache Kocher, die mit Diesel betrieben werden, oft zu Bränden führten, dachten die SchülerInnen über die Nutzung einer Kochkiste nach. Ein Rollenspiel verdeutlichte die Vor-und Nachteile dieser Nutzung für das Viertel Missionvale.

Im Laufe des Austausches haben die am Projekt beteiligten Schülergruppen viele gemeinsame Aktivitäten unternommen. Beim Besuch der südafrikanischen Delegation in Oldenburg wurden dabei intensiv außerschulische Partner aus dem Energie- bzw. Umweltbereich einbezogen:

• aleo solar AG: Besichtigung der Produktionsstätte der Solarzellen in Prenzlau
• EWE AG: Besuch des EWE-Schulungszentrums mit Herstellung eines Solarbootes
• RUZ Oldenburg: Experimentierkurs zur Solarenergie
• Energielabor der Carl von Ossietzky Universität: Vortrag und Workshop im Energielabor
• ENERCON GmbH: Besichtigung der Windkraftanlage in Holtriem und Betriebsführung durch das Windenergie-Unternehmen

Kontakt:
Helene-Lange-Schule
Christa Beime
Integrierte Gesamtschule
Marschweg 38
26122 Oldenburg
Südafrika@beime.de

Projektunterricht zum Klimawandel

Schule: Liebfrauenschule Oldenburg
Außerschulische Partner: August Brötje GmbH, EWE AG, EKS Innova, IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG, Oldenburger Energiekontor, Groundsolutions GmbH, LUV Energie, OFFIS, Windpark Norderland GmbH & Co. KG, GSG OLDENBURG, Reinhard Solartechnik GmbH, aleo solar AG, BOOS Klima- und Kältetechnik GmbH, energy & meteo systems GmbH, Oldenburger Energiekontor, PLANET GbR, Universität Oldenburg (Chemiedidaktik), RUZ Oldenburg, beispielhafte Schulen und andere
Fächer: Fachübergreifend (Politik, Wirtschaft, Chemie, Physik, Biologie, Erdkunde)
Jahrgänge: Klassen 5 bis 13

Um das Umwelt- und Energiebewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu schärfen und ein verändertes Denken und Verhalten im Energiekonsum innerhalb und außerhalb der Schule zu erreichen, fand ein dreitägiger Projektunterricht zum Klimawandel statt, an dem alle Klassenstufen der Liebfrauenschule beteiligt waren.

Am Tag der Theorie wurden Grundlagenkenntnisse zur Energie-Klima-Thematik vermittelt und in fächerübergreifendem Unterricht die naturwissenschaftlichen, politischen und ökonomischen Aspekte thematisiert. Der darauf folgende Tag der Anschauung führte die Klassen zu insgesamt 24 verschiedenen Lernorten. Besucht wurden auf dem Energiesektor tätige Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Passivhäuser und Anlagen zu erneuerbaren Energien sowie Energiesparprojekte anderer Schulen. Durch Besichtigungen, Vorträge oder praktisches Experimentieren lernten die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten der umweltfreundlichen Nutzung und Erzeugung von Energie kennen. Sie sammelten Ideen für das aktive Handeln zum Klimaschutz und für mögliche Veränderungen an der Liebfrauenschule. Am Tag der Handlung wurden die Ergebnisse zusammengetragen und Strategien für das weitere Vorgehen entwickelt. Ein „Markt der Möglichkeiten“, der jedes Exkursionsziel mit Plakaten vorstellte, diente dem gegenseitigen Wissensaustausch. Anschließend brachten gewählte Klassenanwälte in einer Debatte die Vorschläge der einzelnen Klassen zum Energie sparen ein. Das Ergebnis war eine Fülle von Maßnahmen, die zukünftig je nach Realisierbarkeit im Schulalltag umgesetzt werden soll. Ein wichtiges Element ist die Ernennung von Energielotsen für jede Klasse, die auf den sparsamen Umgang mit Strom, Wärme und Wasser achten und Ansprechpartner zu Energiefragen sind.

Kontakt:
Markus Schnötke
Liebfrauenschule Oldenburg
Auguststraße 31
26121 Oldenburg
www.liebfrauenschule.de »
E-Mail: m.schnoetke(at)liebfrauenschule.de

CO2-Reduzierung durch Modernisierung der Beleuchtungstechnik

Schule: BBS Papenburg
Außerschulischer Partner: Philips GmbH, Niederlassung Springe
Fach: Technologie
Jahrgang: Berufsschule für Elektroniker

Im Rahmen des Technologieunterrichts „Beleuchtungstechnik“ planten die Berufsschüler (Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik) in Eigenregie ihren Klassenraum mit neuen Leuchtstofflampen und neuen Technologien auszustatten. Die bestehende Beleuchtungsanlage der Schule aus den 70er Jahren war energietechnisch überholt und unwirtschaftlich. Sie sollte durch hochwertige Leuchten mit entsprechender Steuerung ersetzt werden. Ziel war die Energie- und Kosteneinsparung mit dimmbaren Beleuchtungsanlagen und tageslichtabhängiger Steuerung sowie die Ausstattung mit Anwesenheitsdetektoren (Bewegungsmeldern).
Informationen über das Spektrum moderner Leuchtstofflampen sammelten die Schüler in einem Seminar über Beleuchtungstechnik bei der Firma Philips GmbH. Anschließend wurde über die Berechnung des neuen Energiebedarfs, die Lichtverteilungskurven und die Positionierung der neuen Leuchten ein Beleuchtungskonzept für den Klassenraum entwickelt. In einer detaillierten Dokumentation zeigten die Schüler in einer Kosten-Nutzenanalyse, dass die geplante neue Anlage bis zu 65 % der Energie einsparen kann und sich nach 6,4 Jahren amortisiert hätte. Die Maßnahme wurde schulintern abgestimmt und aus dem Etat der Schule finanziert. Die Klasse bestellte die neuen Leuchtmittel entsprechend dem erarbeiteten Konzept und montierte und programmierte sie selbst.
Allein durch die Modernisierung nur eines Klassenraums kann der Kohlendioxid-Anteil an der Schule um mindestens 450 kg pro Jahr gesenkt werden. Das Projekt fand so großes Engagement bei den Schülern, das ein Großteil der notwendigen Arbeiten außerhalb der Schulzeit erledigt wurde. Projektpräsentation

Kontakt:
BBS Papenburg
Herr J. Meyer
Fahnenweg 31-39
Telefon 04961 89101
E-Mail: gk.verwaltung(at)bbs-papenburg.de

Live Earth 2.0 – Klima in Concert 2008

Schule: Kaufmännische Berufsbildende Schulen Nordhorn
Außerschulische Partner: Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn, 13 weitere Sponsoren und insgesamt 40 beteiligte Unternehmen
Fächer: Betriebswirtschaft/Rechnungswesen/Controlling (Lerngebiet Marketing)
Jahrgänge: Klassen 12 des Fachgymnasiums und der Fachoberschule Wirtschaft (schulformübergreifende Kooperation)

Im Rahmen eines curricular vorgeschriebenen Projektes wurde ein Klimaschutzkonzert unter dem Namen „Live Earth 2.0 – Klima in Concert 2008“ geplant, durchgeführt und evaluiert. Ziel dieses Projektes war es, auf die immer weiter in den Focus der Gesellschaft rückende Klimaproblematik aufmerksam zu machen und Handlungsmöglichkeiten für ein klimafreundliches Leben aufzuzeigen. Grundidee war dabei, die von Al Gore initiierten globalen „Live-Earth-Konzerte“ aus dem Jahr 2007 im Rahmen der Prozesse der Agenda 21 auf die lokale Ebene – den Landkreis Grafschaft Bentheim – zu übertragen.

Diese Idee fand nach intensiver Diskussion die Zustimmung von allen beteiligten Personen und wurde zu einem großen Erfolg mit über 600 Besuchern. Das komplette Konzert, das in der „Alten Weberei“ in Nordhorn stattfand, wurde von 45 Schülerinnen und Schülern in allen Bereichen von Bandauswahl über Werbung, Gestaltung des Logos und der Plakate bis hin zur Buchführung, Kalkulation und Verwaltung der Sponsorengelder weitgehend allein organisiert. Neben der weltweit bekannten Rockband „Liquido“ traten auch interessante lokale Bands auf. Breite Unterstützung fand das Projekt durch zahlreiche lokale Unternehmen in Form von Geldspenden. Besonders zu erwähnen ist dabei die lokale Sparkassenstiftung, die allein 5000 Euro gewährte. Auch wurden Sachspenden zum Beispiel in Form von kostenlosen Anzeigen in der lokalen Presse, der preiswerte Erstellung von Marketingmaterialien oder der unentgeltliche Bereitstellung des Veranstaltungsgebäudes gewährt.

Parallel zum Konzert fand eine Info-Messe zum Klimaschutz statt. Auch dafür konnten zahlreiche Unternehmen gewonnen werden. So waren unter anderem Vertreter des Ökostromanbieters Lichtblick, die Umweltschutzorganisation Greenpeace, der BUND, Bündnis90/Die Grünen sowie die RWE mit jeweils einem Messestand vertreten und gaben den Besuchern wertvolle Impulse für den Klimaschutz im Alltag.

Kontakt:
Jörg Voßkamp, Heinz-Georg Beckmann
KBS Nordhorn
Am Bölt 5
48527 Nordhorn
Telefon 05921 9604
www.klimakonzert08-nordhorn.de »

Modellprojekt: Installation einer Solaranlage und das Thema Energie im Unterricht

Schule: Grundschule Dietrichsfeld
Außerschulische Partner: Projekt Ökovest GmbH, Projekt GmbH, Stadt Oldenburg, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fächer: Sachunterricht
Jahrgänge: Klasse 1 bis 4

Eine Solaranlage auf dem Schuldach zu installieren und den Nutzen Erneuerbarer Energien konkret erlebbar zu machen war das Ziel einer 2005 begonnenen Zusam­menarbeit der Grundschule Dietrichsfeld mit zwei benach­barten Partnerunter­neh­men. Die Projekt GmbH übernahm die Gesamtkon­zeption, plante und koordinierte die Installation der Anlagen; die Projekt Ökovest GmbH entwickelte ein neuartiges Finanzierungsmodell, das Eltern und Schulangehörigen eine risikoarme finanzielle Beteiligung ermöglichte. Zu dem Zweck gründete sie die Beteiligungs­gesellschaft „SOS – Solarwerkstätten an Oldenburger Schulen GmbH & Co. KG“. Die Stadt Oldenburg stellt das Schuldach für die Nutzung zur Verfügung.

Seit 2006 liefert eine 16 kW-Photovoltaikanlage beständig „sauberen“ Strom und trägt mit dem verminderten CO2-Ausstoß zum Klimaschutz bei; die Werte sind laufend an einer Schautafel in der Schule abzulesen.

Das zweite Ziel der Kooperation war, den Kindern auch im Unterricht die Möglich­keit zur Auseinandersetzung mit diesem gesellschaftlich wichtigen Thema zu geben. Die Firmen sorgten zusam­men­ mit Fachleuten der Universität für das Know-how, die LehrerInnen entwickelten in Arbeits­gruppen ein Curriculum zum Thema Energie für die Grundschule. Inzwischen ist das Thema Energie fester Bestandteil des Lehrplans: In Klasse 1 sind die Kreisläufe der Natur Thema, der 2. Jahrgang beschäftigt sich mit der Sonne als Energiespender, im 3. Schuljahr geht es um Wasser und im 4. vermit­teln eigene Versuche vertiefte Kenntnisse zu Strom und erneuerbaren Energien.

Auf einem öffentlichen „Energietag“ im Juni 2007 haben die Schüle­rinnen und Schüler praktische Versuche und Arbeitsergebnisse vorgestellt und als „Experten“ weitergegeben. Leiter anderer Grundschulen haben sich vom Modell­charakter des Projekts überzeugt und Anregungen für die eigene Umsetzung mitgenommen.

Kontakt:
Bärbel Lange
GS Dietrichsfeld
Liegnitzer Str. 37
26127 Oldenburg
Tel. 0441 62614
E-Mail: gsdfeld(at)gmx.de

Projekt Ökovest GmbH und Projekt GmbH
Alexanderstraße 416 c
26127 Oldenburg
Tel. 0441-961700
E-Mail: info(at)projekt-gmbh.de
www.projekt-gmbh.de; www.projekt-oekovest.de

„e-learn-watt 2009“ – Ein Medienprojekt zum Wandel im Wattenmeer

Schule: Gymnasium an der Willmsstraße, Delmenhorst
Außerschulische Partner: Nationalparkhaus Baltrum, Nationalparkverwaltung, Umwelt- und Deichverbände, Wissenschaftler an den Hochschulstandorten Oldenburg (Institut für Chemie und Biologie des Meeres), Wilhelmshaven und Bremen
Jahrgangsstufen: 8 bis 12
Fächer: fächerübergreifend (Schülerfirma)

Die Schülergenossenschaft „axxi.de“ am Gymnasium an der Willmsstraße arbeitet als Werbe- und Informationsagentur. Sie gestaltet Printmedien (Flyer, Prospekte usw.) und stellt Websites für verschiedene externe Auftraggeber her. Besonderes Augenmerk legt sie dabei auf den Aspekt der Nachhaltigkeit und Zukunfsfähigkeit.
In dem mehrjährigen Projekt „e-learn-watt“, bei dem modernste Multimedia-Technik (Kommunikationstechnologien der EWE TEL) zum Einsatz kommt, erforschen Mitarbeiter/innen von „axxi.de“ das Ökosystem Wattenmeer und dessen Wandel im Zuge von Klimawandel.
Ein wechselndes Exkursionsteam aus etwa zehn Jugendlichen reist einmal pro Jahr auf die Insel Baltrum und lässt seine Forschungsarbeit im Laufe eines Vormittags per  Video-Life-Schaltungen ins Internet übertragen. Im Jahr 2009 ging es verstärkt um die Folgen der Klimaerwärmung auf die Fauna im Wattenmeer und um Vorsorgemaßnahmen der Insel Baltrum im Hinblick auf die Klimaveränderungen.
Vor den Computern in ihren Schulen verfolgen zeitgleich ganze Schulklassen das Wattenmeerteam und begleiten die Forscherarbeit durch Recherchen im Internet- und in der Schulbibliothek. Das Ziel des Projektes ist es, dass sich alle teilnehmenden Jugendlichen weitgehend eigenverantwortlich und kooperativ mit dem Thema Wattenmeer auseinandersetzen. Unterstützung erhalten sie dabei im Vorfeld der Exkursion durch außerschulische Experten aus Nationalparkverwaltung, Umwelt- und Deichverbänden sowie von Wissenschaftlern vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres in Oldenburg und von den Hochschulen Wilhelmshaven und Oldenburg. Mit intensiv vorbereiteten Fragenkatalogen interviewen die Schülerinnen und Schüler die Fachleute und informierten sich in diesem Jahr gezielt über die Gezeiten, den spezifischen Inselschutz am Westkopf von Baltrum und zu ausgewählten Tierarten und deren Lebensbedingungen im Wattenmeer wie Wolfsbarsch, pazifische Auster, Miesmuschel und Lachmöwe.
Die Ergebnisse des Projekts einschließlich der multimedialen Materialien sind veröffentlicht unter http://www.e-learn-watt.de/.
"e-learn-watt 2009" wurde im Rahmen von "Oldenburg - Stadt der Wissenschaft 2009" in einem der Leitprojekte der Carl von Ossietzky Universität vorgestellt (Posterpräsentation).

Kontakt:
Gymnasium an der Willmsstraße
Schülerfirma axxi.de
Willmsstraße 3
27749 Delmenhorst
Telefon: 04221 14671
E-Mail:   axxi.de(at)ewetel.net
http://www.axxi.de

Stromwerkstatt

Schule:Grundschule Staakenweg
Außerschulischer Partner:bfe-Oldenburg
Fächer: Schwerpunkt Sachunterricht, Verbindung zu anderen Fächern möglich
Jahrgangsstufen: Klasse 1 bis 4

Mit dem Aufbau einer Stromwerkstatt in der Grundschule Staakenweg soll das Interesse von Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen geweckt werden und ein handlungsorientiertes Angebot zum Themenfeld Strom und Elektronik im Grundschulbereich gemacht werden. Es gilt, sich Funktionen und Kenntnisse auf diesem Gebiet durch aktives Handeln und eigene Erfahrungen selbst zu erarbeiten. Frühzeitig können Kinder so an technische Themen herangeführt werden und damit gleichzeitig die Weichenstellung für die spätere Berufswahl in den von Fachkräftemangel bedrohten Branchen gefördert werden.

Vor diesem Hintergrund entsteht in Kooperation mit dem bfe-Oldenburg in einem Raum der Grundschule Staakenweg eine Werkstatt, die mit Elektronik-Arbeitsplätzen ausgerüstet ist und Möglichkeiten zum praktischen Arbeiten mit Lötkolben, Schaltungen u. a. bereithält. Technische Baupläne und Experimente können entworfen, ausgeführt und ausgewertet werden.

Das Kollegium der Grundschule erarbeitet gemeinsam mit dem bfe-Oldenburg das Gesamtkonzept der Stromwerkstatt. Experten des bfe-Oldenburg sorgen für das fachliche Hintergrundwissen und sind für die technische Ausrüstung und Sicherheitsaspekte am Arbeitsplatz verantwortlich. Lehrkräfte entwickeln in fachdidaktischer Begleitung der Universität Oldenburg und des Umweltbildungszentrums Oldenburg das entsprechende methodisch-didaktische Konzept und die curriculare Einbindung. Methoden und Inhalte sollen in der Praxis evaluiert und weiterentwickelt werden und ebenso wie der Lernort selbst auch anderen Grundschulen in Zukunft zugänglich gemacht werden. Zahlreiche Förderer haben bereits ihre finanzielle Unterstützung zugesagt.

Kontakt:
Simone Penning
Grundschule Staakenweg
Staakenweg 7
26131 Oldenburg
Telefon 0441 53603
E-Mail: grundschule.staakenweg(at)web.de

bfe-Oldenburg
Dipl.-Ing. Thorsten Janßen
Direktor
Donnerschweer Str. 186
26123 Oldenburg
Tel:  0441 34092-109
E-Mail: t.janssen(at)bfe.de

Pilotprojekt „Wirtschaft & Elektrotechnik“

Schule: Realschule Kreyenbrück
Außerschulische Partner: bfe-Oldenburg, Institut für Ökonomische Bildung (IÖB)
Fächer: Wahlpflichtkurs unter Beteiligung der Fächer Wirtschaft, Physik, Technik
Jahrgänge: Klasse 8

Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 wird im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes an der Realschule Kreyenbrück das Pilotprojekt „Wirtschaft & Elektrotechnik“ durchgeführt. Die 16 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im 8. Jahrgang erhalten erste Einblicke in die Elektrotechnik und lernen gewerblich-technische Berufe kennen.

Im ersten Schulhalbjahr werden insbesondere wirtschaftliche und elektrotechnische Grundkenntnisse vermittelt, aber auch Praxiskontakte spielen eine zentrale Rolle. Neben der Besichtigung des bfe-Oldenburg und dem Besuch des bfe-Elektroniklabors wird eine Erkundung eines regionalen Unternehmens der Elektrotechnik mit Expertenbefragung durchgeführt. Für das zweite Schulhalbjahr ist der Aufbau einer Schülerfirma mit elektrotechnischer Ausrichtung geplant, deren Ziel es ist, ein elektrotechnisches Produkt im Schwachstrombereich herzustellen und zu vermarkten.

Das Pilotprojekt wird von einer Lehrkraft für Wirtschaft und Physik der Realschule Kreyenbrück durchgeführt und von einem Mitarbeiter des IÖB begleitet. Das bfe-Oldenburg, als Initiator des Projektes, unterstützt das Vorhaben insbesondere durch die Organisation und Gestaltung von Praxiskontakten. In regelmäßigen Projekttreffen werden aktuelle Ergebnisse vorgestellt und das weitere Vorgehen besprochen.

Ziel des Projektes ist es, interessierten Schülerinnen und Schülern erste Einblicke in eine relativ unbekannte Branche zu geben und sie für eine spätere Berufsausbildung in der Elektrotechnik zu begeistern.

Kontakt:
bfe Oldenburg
Direktor Dipl.-Ing. Thorsten Janssen
Donnerschweer Straße 184
26123 Oldenburg
www.bfe.de »
Telefon: 0441 34092-0

Realschule Kreyenbrück
Schulleiter Jörg Behrens
Brandenburger Straße 40
26133 Oldenburg
www.realschule-kreyenbrueck.de » 
Telefon: 0441 94501-0

Institut für Ökonomische Bildung
Bettina Pulkrabek
Bismarckstraße 31
26122 Oldenburg
www.ioeb.de » 
Telefon: 0441 361303-0

Imageanalyse für die ENERCON GmbH

Schule: Berufsbildende Schulen Papenburg gewerbliche und kaufmännische Fachrichtungen
Außerschulischer Partner: ENERCON GmbH
Fächer: Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen und Controlling (BRC)Jahrgangsstufe: 12

Für das im Bereich der Windenergie weltweit tätige Unternehmen ENERCON GmbH wurde eine Imageanalyse erstellt, die die Wahrnehmung des Unternehmens bei potenziellen Mitarbeitern untersucht. Basis der Analyse waren Umfragen, die im Weser-Ems-Gebiet an Schülerinnen und Schüler von Berufsbildenden Schulen sowie an Studierende von Fachhochschulen und Universitäten (u. a. Universität Oldenburg) gerichtet wurden. Die Projektgruppe wurde von der ENERCON GmbH, vom Fraunhofer Institut und den Fachlehrern der BBS Papenburg unterstützt.

Aus den Ergebnissen der Analysen wurden verschiedene imagefördernde Maßnahmen, wie z.B. Aufbau einer Internetpräsenz für die obige Zielgruppe, abgeleitet, um den Bekanntheitsgrad der ENERCON GmbH zu steigern.

Kontakt:
Anni Korte, Oliver Terfehr
BBS Papenburg
Fahnenweg 31-39
26871 Papenburg
Tel. 04961 89101
E-Mail: Korte.Oldenburg(at)nwn.de, O.Terfehr(at)t-online.de

Die Schülerfirma GTS 2001 Solartechnik

Schule: GTS 2001 Ganztagsschule Syke, Haupt- und Realschule
Außerschulischer Partner:
Reinhard Solartechnik GmbH, Syke

Die Schülerfirma GTS 2001 Solartechnik arbeitet seit vier Jahren sehr erfolgreich an verschiedensten Projekten im Bereich Solarenergie. Dazu zählt eine solare Busbeleuchtung ebenso wie Energieberatungen und softwaregestützte Berechungen zum Energieverbrauch von Gebäuden. Fragestellungen und technischen Lösungen bei der Nutzung von Sonnenenergie als Lieferant von Strom und Wärme werden theoretisch und vor allem praktisch nachgegangen. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen praxisnah Energiekompetenzen und erlernen berufsqualifizierende handwerkliche Tätigkeiten aus dem Bereich Heizung und Elektrotechnik, zum Beispiel Schweißen und Löten. In enger Zusammenarbeit mit der Firma Reinhard Solartechnik werden Projekte der Schülerfirma umgesetzt. Dort nutzen Schülerinnen und Schüler die Werkstätten, stellen Werkteile her und arbeiten in der Produktion von Solaranlagen mit.

Aufträge in Höhe von mehreren Tausend Euro sind für die Schülerfirma GTS 2001 Solartechnik keine Seltenheit. Die Stadt Syke beauftragte eine kleine Solaranlage und der im Rahmen der Schülerfirmenarbeit entwickelte Prototyp für eine solare Parkplatzbeleuchtung konnte so überzeugen, dass er jetzt auf dem Theaterplatz in Syke realisiert wird. Für dieses Projekt wird gemeinsam mit dem Syker Gymnasium eine solare Beleuchtung mittels LED-Technik entwickelt, die sich selbständig dimmt und über Bewegungsmelder gesteuert wird. Lehrkräfte und der Elternverein des Gymnasiums unterstützen dieses Vorhaben tatkräftig. Bei der Erfindung wird außerdem mit einer Karlsruher Firma zusammen gearbeitet, die Entwicklungsprojekte unterstützt und an einer weltweiten Vermarktung dieser Erfindung interessiert ist. Seit 2006 besteht darüberhinaus eine Kooperation mit E.ON Avacon.

Mitglieder aus dem Schülerfirmenteam haben mehrmals an dem Wettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen. Es wurde unter anderem eine Windkraftanlage vorgestellt, die ein Jugendzimmer mit Licht versorgt. Gleichzeitig konnten durch kreative Erfindungen wie eine Gehhilfe mit Beleuchtung sechs Schüler bereits ihr erstes Patent entwickeln.

Kontakt:
Werner Wordtmann und Dr. Rajinder Singh
GTS 2001 Syke
Ferdinand-Salfer-Straße 3-5
28857 Syke
Telefon: 04242 7805-0
E-Mail: GTS2001(at)syke.de

Solar 2000 – Qualifizierungsinitiative Energie- und Solartechnik

Schule: Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen, Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen der allgemein bildenden Schulen im Landkreis
Außerschulische Partner: RUZ Hosüne, Betriebe und Organisationen im Landkreis Oldenburg, Fachhochschule und Universität Oldenburg, ISFH und NILS Hameln, zahlreiche Herstellerbetriebe von Energie- und Solartechnik (aleo solar AG, Wagner Solartechnik, Buderus, Vaillant, Viessmann, Wolf, Solvis, Paradigma, Junkers, Phoenix Contact, Aqua Metro, TECE, Vaillant, Power Plus, Senertec, August Brötje GmbH, Nord-West Metall und AGV Oldenburg und andere), Kreishandwerkerschaft Delmenhorst Oldenburg Land mit der Innung für Gebäude und Informationstechnik
Schulformen/Fächer: Berufsfachschule für Metall- und Elektrotechnik, Anlagenmechaniker SHK, Fachschule Maschinenbau- und Bautechnik, Abschlussklassen der HS und RS der allgemein bildenden Schulen im Landreis Oldenburg im Kooperationsprojekt BBS/RS-HS.

Solar 2000 ist ein fachpraktisches Qualifizierungsprojekt für die Berufsfelder Metalltechnik und Elektrotechnik an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg. Es besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Modulen, in denen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, Solarkollektoren selbst herzustellen, zu installieren und Messübungen an thermischen Solaranlagen und an Photovoltaikanlagen durchzuführen. Beim Bau von Solarkollektoren in Modellgröße werden zunächst grundlegende handwerkliche Fähigkeiten wie Anreißen, Trennen, Bohren, Löten, Schweißen und so weiter erlernt. An diesem System Erlerntes fließt in die Herstellung und Erprobung einer Demonstrationsanlage in größerem Maßstab ein.

Funktionseinheiten mit elektrischen Grund- und Teilfunktionen werden ermittelt und angewendet. Schließlich realisieren die Schülerinnen und Schüler ein praktisch nutzbares System mit Steuerungs- und Regelungselementen, das messtechnische Analysen und Bilanzierungen zulässt. Träger dieser Anlage und marktgängiger industrieller Solarsysteme ist ein eigens konzipiertes Solarmontagedach in Form eines Schrägdaches, das zusätzliche Erfahrungen im Bereich Montage, Aufbau und damit handlungsorientiert die Systemkomponenten und die Funktion mit Wirkungsweise und CO2-Einsparung schult.

Neben außerschulischen Bildungsträgern unterstützen zahlreiche regionale Handwerks- und Herstellerbetriebe aus dem Bereich Energie-und Solartechnik das Projekt Solar 2000 durch Know How, Anlagen, finanzielle Mittel und dezentrale Schulungen in der BBS Wildeshausen. Es wurde 2003 ein Qualitätszirkel Energie- und Solartechnik aus BBS, Herstellern von Energie- und Solartechnik und Handwerksbetrieben gegründet, der mehrmals im Jahr Ausbildungs- und Zukunftsfragen miteinander abstimmt.

Kontakt:
Holger Adomat
BBS des Landkreises Oldenburg
Feldstr. 12
27793 Wildeshausen
Tel. 04431 9361140
E-Mail: Holger.Adomat(at)bbswildeshausen.de
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Schulische Bildung und Lehrerausbildung im EFZN

Schule: Ratsgymnasium Goslar
Außerschulischer Partner: Energie-Forschungszentrum Niedersachsen
Fächer: Chemie, Physik
Jahrgänge: Sekundarstufe I und II

Derzeit wird in Goslar unter der Leitung der Technischen Universtität Clausthal das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) errichtet, in welchem verschiedene Forschungseinrichtungen im Bereich der Energiewirtschaft und Energietechnik aufgebaut werden. Um die zukunftsweisende Ausbildung dieser Fächer auch den niedersächsischen Schulen zu Gute kommen zu lassen, werden die wissenschaftlichen und technischen Einrichtungen auch der schulischen Bildung sowie der Lehrerausbildung- und -weiterbildung zur Verfügung gestellt.
Unter der Federführung des Ratsgymnasiums Goslar wird in Abstimmung mit dem EFZN akutell das Projekt Schulische Bildung und Lehrerausbildung im EFZN entwickelt. Es ist geplant, Schülerinnen und Schülern vor allem energiewissenschaftliche Laborpraktika in den Bereichen Chemie, Physik und Mechatronik in den Laboren des EFZN zu ermöglichen. Sie lernen wissenschaftliche Arbeitsmethoden kennen und werden zum wissenschaftlichen Arbeiten angeleitet. Zur Unterstützung der Unterrichtseinheiten ist weiterhin geplant, dass Wissenschaftler des EFZN und der TU Clausthal Informationensveranstaltungen zu ausgewählten Problemen der Energieforschung durchführen. Gleichzeitig sind Ausbildungsmodule mit Veranstaltungen und Praktika für Referendare und naturwissenschaftliche Lehrkräfte niedersächsischer Schulen geplant.
Zwei qualifizierte Lehrkräfte in den Fächern Chemie und Physik sind für die Erarbeitung entsprechender Konzepte durch das Niedersächsische Kultusministerium vom Ratsgymnasium Goslar ans EFZN abgeordnet.
Angestrebt ist darüber hinaus die Koordination mit vergleichbaren Angeboten an anderen Hochschuleinrichtungen in Niedersachsen. Die enge Verknüpfung von Forschungseinrichtung und Schule stärkt die Wahrnehmung der Ingenieur- und Naturwissenschaften als relevante Faktoren in der Lösung von Zukunftsproblemen. Schülerinnen und Schüler gewinnen auf kurzem Wege Orientierung über Studienmöglichkeiten und Arbeitsmarktperspektiven, so dass sie Fachwahl und berufliche Entscheidungen leichter treffen können.

Kontakt: 
Dr. Michael Assmann (Ratsgymnasium Goslar)
Mario Stieglitz (Ratsgymnasium Goslar) Energie-Forschungszentrum Niedersachsen
Am Stollen 19
38640 Goslar
Telefon: 05321 6855-171
Fax: 05321 6844-129
E-Mail: michael.assmann(at)efzn-schulprojekt.de
Website: www.efzn.de/energiebildung »