Großer und Kleiner Bürgerbusch

Der Große Bürgerbusch (20,4 Hektar) und der Kleine Bürgerbusch (7,2 Hektar) sind im 18. und 19. Jahrhundert als Stadtwälder entstanden. Vornehmlich sollten sie als Nutzholzlieferanten fungieren. Die Erstaufforstung des Großen Bürgerbusches ist dabei von 1724 bis 1774 mit Kiefern, Fichten, Edeltannen, Lärchen und Birken durch Aussaat vorgenommen worden. Als Volkspark wurde er später von Stadtbaurat Jean Robert Charton (1881-1963) umgestaltet. Das führte zum Ausbau eines umfangreichen Wegenetzes. Ebenfalls wurden Ziergehölzen entlang der Wege angepflanzt und es sind Rasen- und Spielflächen dazugekommen. 1947 wurde der Große Bürgerbusch als „Volkspark am Scheideweg“ unter Landschaftsschutz gestellt, ebenso sein kleiner Vertreter, der als „Volkspark an der Alexanderstraße“ bekannt war.

Beliebte Laufstrecke und Spazierweg
Der Große Bürgerbusch im Stadtnorden ist zu einem Treffpunkt für viele Laufbegeisterte geworden. Hier findet sich eine 1 Kilometer lange, beleuchtete Laufstrecke. Die Gelenke der Läufer werden auf der sogenannten Finnen-Laufbahn geschont, da der Untergrund mit Holzspänen ausgelegt ist. Wer möchte, kann auch abseits des Trimm-Dich-Pfades auf den Wegen des Bürgerbuschs laufen. Die jüngeren Besucher können sich auf einem schönen Spielplatz vergnügen.

Vom Großen Bürgerbusch aus betrachtet, ist der Kleine Bürgerbusch über den Bürgerbuschweg zu erreichen – er liegt an der Alexanderstraße kurz vor dem Fliegerhorst-Gelände. Mehrere Spazierwege bieten auch hier die Möglichkeit sich bei einem Spaziergang zu erholen.

Durchforstung des Großen Bürgerbuschs
Ende 2012 wurde mit der Durchforstung des Großen Bürgerbusches begonnen. Die letzte größere Durchforstung des Gesamtbestandes erfolgte im Jahre 1995 durch einen Forstbetrieb in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Weser-Ems. Nach 20 Entwicklungsjahren stehen nun wieder forstliche Maßnahmen an. Bei dieser Durchforstung steht die Bestandspflege im Vordergrund.