Heiligengeistwall

Dieser Wallabschnitt liegt zwischen dem damaligen Heiligengeisttor und dem Haarentor, heute Julius-Mosen-Platz/Friedensplatz. Die Bezeichnung „Heiligengeistwall“ rührt her von dem Armen- und Siechenhaus (1351) und der Kapelle „Zum heiligen Geist“. Hiervon steht noch der Lappan-Turm als Wahrzeichen in der Lange Straße.

Im mittelalterlichen Stadtgrundriss gab es den jetzigen Ringstraßenabschnitt „Heiligengeistwall“ noch nicht, denn die heutige Wallstraße mit dem Wafffenplatz bildete den baulichen Abschluss zu den befestigten Wallanlagen.
Die damaligen Befestigungspunkte Heiligengeist-Rondell und Haaren-Rondell wurden ab 1730 zu wehrhaften Bastionen sternförmig ausgebaut und durch eine mittig gelegene Sandbatterie ergänzt. Die beiden letzt genannten Schanzen sind in den Heiligengeistwallanlagen noch durch die jetzige Bodenmodellierung und den Verlauf der Haaren als Stadtgraben ersichtlich.

Nach Abtragung der Befestigungsanlagen wurde der Wall stadtseitig mit vier Reihen Ulmen besetzt (1794) und als Promenade eingerichtet. Erst später, nach der Bebauung am Heiligengeistwall, wurde zunächst die innere Baumreihe (1893) wegen der Beschattung und als die Straße 1909 eine Pflasterung erhielt, die zweite niedergelegt.
Die Ulmen der verbliebenen äußeren Doppelreihe wurden nach und nach Opfer der Ulmenkrankheit und wurden 1933 im Rahmen einer Bürger-Wallbaumstiftung durch Linden ergänzt.

Neugestaltung nach historischem Vorbild (Beginn 1988)

Ziel ist die Wiederherstellung und Erhaltung der historischen Park-Strukturen in der spätklassizistischen Konzeption, abgestimmt auf die heutigen Anforderungen.

Erleben Sie insbesondere:

  • Die Lindenallee der Promenade im Bereich der Huntestraße (Paradewall).
  • die Geländegestaltung mit der Haaren als Stadtgraben
  • den alten Baumbestand und die Leuchten, Bänke und Blumenbeete nach historischen Vorbildern.
  • die freizuhaltenden Blickbeziehungen zu den denkmalgeschützten Gebäuden, insbesondere der Blick zum früheren Peter Friedrich Ludwigs Hospital.