Landschaftspark Mühlenhunte

Mit dem „Landschaftspark Mühlenhunte“ ist 2006 eine innerstädtische Grünfläche mit etwa 6 ha Größe geschaffen worden, die zu einem naturnahen Landschaftspark entwickelt werden soll. Dieser grundlegende Gestaltungsaspekt, die Nähe zum OLantis Flussbad sowie zum Oldenburger Schlossgarten machen diesen Park an der Mühlenhunte zu einer Besonderheit.

Der Landschaftspark Mühlenhunte fungiert als verbindendes Element zwischen dem gestalteten Schlossgarten und der naturnahen freien Landschaft der Hunte- und Buschhagenniederung. In dieser Form ist es eine, fast durchgängige Grünverbindung, zwischen der Oldenburger Innenstadt und den Grünstrukturen des Umlandes.
Auch eine Einbindung in das radiale Rad- und Fußwegekonzept des Oldenburger Grünen (Wege)Sterns bietet sich an und wird daher in allen zukünftigen Planungen mit berücksichtigt.

Laufend werden verschiedene Projekte umgesetzt
Neben den schon vorhandenen Pflanzungen die den Park strukturieren, werden laufend verschiedenste Projekte umgesetzt. Darunter auch die Weiterentwicklung zu einem thematischen Arboretum. Schon im Mai des Jahres 2012 hat eine Schülergruppe der Helene-Lange-Schule im Rahmen ihres Wahlpflichtkurses und in Anlehnung an die Aktion „Plant-for-the-Planet“ fünf verschiedene Bäume aus fünf unterschiedlichen Kontinenten gepflanzt. Mit dieser Aktion unterstützen die Schüler des Schulprojektes ein Ziel der Vereinten Nationen: mindestens eine Milliarde Bäume zu pflanzen, um der Klimaerwärmung entgegen zu wirken. Im November 2012 wurde die Pflanzaktion durch eine weitere Schülergruppe der Helene-Lange-Schule fortgesetzt. Elf Bäume stehen nun im nordöstlichen Bereich des Parks. Besucher des entstehenden Arboretums können sich in der Zukunft an folgenden Bäumen erfreuen:

  • Berg-Ahorn, Süntel-Buche, geschlitzt blättrige Birke (Europa)
  • Atlas-Zeder (Nordafrika)
  • Rot-Ahorn, Amberbaum, Sumpf-Eiche (Nordamerika),
  • Süd-Buche (Südamerika),
  • Ginkgobaum, Götterbaum, Urwelt-Mammutbaum (Asien)

An der westlichen Seite des Parks wurde, durch die im Mai 2012 vom NABU gepflanzte Stieleiche, die Allee der „Bäume des Jahres“ begonnen. Diese Allee bekommt nach und nach eine Ergänzung durch jeweils einen Baum, der als „Baum des Jahres“ gekürt wurde. 

Der Landschaftspark soll zukünftig durch weitere Wegeverbindungen durchquert werden können. Diese Wegeverbindungen sollen dann, so die Planungsideen, einen „Blütenfrühling“ und den „Indian Summer“ repräsentieren. So bleibt die Entwicklung des Landschaftsparks Mühlenhunte für alle Besucher und zu jeder Jahreszeit spannend.

Zur Historie: die Mühlenhunte ist ein Teilstück der alten Hunte, an der früher zwei Wassermühlen standen. Diese Mühlen fanden bereits im Jahr 1345 Erwähnung. Sie hießen „Große Mühle“ und „Sichtemühle“. Die Sichtemühle wurde von zwei Wasserrädern angetrieben. Sie lieferte dabei feines Mehl ohne Schrot, welches als „sichtes“ Mehl bezeichnet wurde. 1846 wurde diese Mühle abgebrochen. Die Große Mühle wurde 1891 stillgelegt und 1930 abgerissen. Damals wurde der Hunteabschnitt wo sie stand zugeschüttet, unterdükert und mit Grünanlagen überbaut.