Oldenburg - Gartengroßstadt

Oldenburg ist eine „Gartenstadt“ und eine der grünsten Großstädte Mitteleuropas. Diese Tatsache leitet sich einerseits aus der Geschichte ab. So prägen die praktisch vollständig erhaltenen historischen Gartenanlagen, wie Schlossgarten, Wallanlagen, Dobbenanlagen und Cäcilienplatz den Innenstadtbereich. Zum Teil rund 200-jährige Altbaumbestände sind hier vorhanden und verweisen auf die lange gärtnerische Tradition der Huntestadt.
Hinzu kommen die Wasserflächen, die sich ebenfalls direkt bis in die Innenstadt erstrecken: Hunte, Küstenkanal, Haaren und Mühlenhunte, der Hafenbereich, der Jordan und der Schlossteich sind Elemente der naturräumlichen Gegebenheiten, die zur Attraktivität innerstädtischen Lebens wesentlich beitragen. 

Das Prädikat „Gartenstadt“ ergibt sich für Oldenburg aber auch aus der Siedlungsstruktur, die mit über 80 Prozent Eigenheimquote und entsprechend vielen und zum Teil sehr großen und vielfältigen Privatgärten, Hausgärten und Vorgärten bei Städten vergleichbarer Größe einmalig ist. Gerade die alten innenstadtnahen Gärten etwa des Dobbenviertels bergen dabei viele noch unentdeckte (Privat-)Gartenschätze. Mildes Meeresklima und die hier anstehenden Moorböden ermöglichen die Kultur besonderer und seltener Pflanzen, die ansonsten zum Beispiel nur in England oder gar den Mittelmeerregionen kultiviert werden können. So sind die Gärten häufig von ostasiatischen Gehölzen, wie Magnolien oder Rhododendron geprägt, aber auch seltene Koniferen, sogar Kamelien und viele andere Gehölzraritäten wachsen hier.

Viele auch in jüngster Zeit geschaffene oder noch projektierte öffentliche Grünflächen und Parkanlagen vervollständigen das Bild:

Es finden sich insgesamt 246 Hektar öffentliche Grünanlagen, 90 Hektar Sportplätze und 43 Hektar Schulfreiflächen, zudem rund 150 öffentliche Spielplätze. Die Stadt Oldenburg (Der Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau) hat in den letzten Jahren diese Potenziale weiterentwickelt und folgende Projekte umgesetzt:

  • Landschaftspark Mühlenhunte (circa sieben Hektar)
  • Erweiterung des Wunderburgparkes (circa drei Hektar)
  • Stadtteilpark auf der ehemaligen Deponie in Osternburg Utkiek (circa 40 Hektar)

Dazu kommen noch diverse Grünflächen in den neuen Baugebieten, zum Beispiel Eversten-West und Bloherfelder Anger.