Einzelhandelskampagne

Ein großer Teil unseres nach wie vor hohen Müllaufkommens wird durch Verpackungen verursacht. Derartige Abfälle entstehen bei nahezu jedem Einkauf. Die nach dem aktuellen Abfallwirtschaftsgesetz durchgeführte Verwertung trägt kaum zum Ressourcenschutz bei, da sie eine Problemlösung suggeriert, die nicht zur Abfallvermeidung beiträgt. Deshalb will die Agendagruppe durch Informationen, Kampagnen und Beispiele zu Verhaltensänderungen beitragen.

Im Jahr 2003 verlieh die Agendagruppe erstmals einen Wanderpreis an eine Oldenburger Einzelhandelsfirma, die einen besonders beispielhaften und damit nachahmenswerten Beitrag zur Abfallvermeidung leistet. Alle Oldenburger Bürgerinnen und Bürger waren aufgefordert, ihre diesbezüglichen Favoriten dem Agendabüro mitzuteilen. Der Preisträger wurde aus den eingereichten Vorschlägen ermittelt, und zwar von einer kompetenten Jury.

Dabei waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Manche Oldenburger Firmen vermeiden unnötige Tragetaschen. Andere fördern das Mehrwegsystem oder verkaufen lose Ware (z. B. Schrauben), die auf Wunsch auch unverpackt abgegeben werden.

Andere Geschäfte bieten Reparaturservice an. Oder es werden Ersatzteile zur Reparatur angeboten. Defekte Geräte können somit wieder instandgesetzt werden und noch viele Jahre ihren Dienst verrichten. Dies ist praktizierter Ressourcenschutz.

Der Wiederverkauf gebrauchter Konsumgüter durch Einzelhändler ist ein weiteres Beispiel.

Bürgerinnen und Bürger, die ein Oldenburger Geschäft vorschlugen, nahmen an der Verlosung interessanter, zum Teil Erlebnis orientierter Preise teil.

Die zum Preisträger gekürte Firma kann den Wanderpreis ein Jahr lang werbewirksam einsetzen. Bei der Trophäe handelt es sich um ein künstlerisches Objekt in Form einer übergroßen Einkaufstasche aus Stahlblech. Sie wurde eigens vom Oldenburger Künstler Michael Olsen angefertigt und von der Gegenseitigkeit Versicherung finanziert. Eine Besonderheit dieses Agendaprojekts besteht somit in einer Verbindung zwischen ökonomischen, künstlerischen und ökologischen Aspekten. Die Verleihung wurde medienwirksam inszeniert, um für die Idee eines abfallfreien Oldenburgs zu werben und gleichzeitig das Image der Oldenburger Wirtschaft zu verbessern.

Mitmachen!

Eine Neuauflage des Wettbewerbes wird angestrebt, möglichst mit regelmäßiger Wiederholung. Wer schon jetzt ein in Sachen Abfallvermeidung beispielhaftes Einzelhandelsunternehmen melden möchte, kann sich hier den "Mitmachzettel" herunterladen:

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