Schutz vor Hochwasser durch Entsiegelung

Starkregen, Überschwemmungen, geflutete Keller und sprudelnde Gullies beschäftigen die Oldenburger mehr und mehr. Der fortschreitende Klimawandel und die dadurch ausgelösten Regenmengen führen auch in Oldenburg immer häufiger zu Überschwemmungen. Die fortschreitende Versiegelung einer wachsenden Stadt verstärkt diesen Effekt. Eilig versucht man, mit technischen Maßnahmen wie Regenrückhaltebecken und Stauraumkanälen unter den Straßen den an Häufigkeit und Intensität zunehmenden Überschwemmungen zu begegnen. Doch stoßen diese Maßnahmen zunehmend an ihre technischen, räumlichen oder finanziellen Grenzen. Immer lauter wird der Ruf nach wirksamer, ursächlicher Abhilfe.

Die Agendagruppe „Wasser“ hat deshalb die Wanderausstellung „LAND UNTERFLÄCHENINANSPRUCHNAHME UND BODENVERSIEGELUNG IN NIEDERSACHSEN“ des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie nach Oldenburg geholt. Sie wurde vom 20. Juni bis zum 10. Juli 2011 im Foyer des Kulturzentrums PFL in Oldenburg gezeigt. Die Ehrenamtlichen der Agendagruppe boten an, die Ausstellung zu erläutern und Gespräche darüber zu führen.

Im Rahmen der Ausstellung präsentierte die Agendagruppe am 30. Juni 2011 eine Vortragsveranstaltung, in der besonders auf die Oldenburger Verhältnisse eingegangen wurde. Gezeigt wurden clevere Lösungen für nachhaltiges Gewässermanagement aus Oldenburg und Hamburg.

Anhand reich bebilderter Vorträge von Reinhard Hövel (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) und Wolfgang Koenemann (Ingenieurbüro Börjes, Westerstede), konnte anschaulich demonstriert werden, wie die jeweiligen Akteure mit dieser Problematik umgehen:

•    Dipl.-Ing. Reinhard Hövel: Aspekte der Regenwasserbewirtschaftung in Oldenburg
•    Dipl.-Ing. Wolfgang Koenemann: Was kann der Einzelne tun?
•    Agendagruppe „Wasser“: Praxisbeispiele aus Hamburg und Oldenburg