Arbeitskreis Mobilfunk besucht Mobile Research Center

Mitglieder des "Arbeitskreises Mobilfunk" und der Stadtverwaltung Oldenburg besuchten am 24. April 2007 das Mobile Research Center (MRC) der Universität Bremen. Die Gäste aus Oldenburg, unter ihnen auch der Agendabeauftragte Thomas Ponel und die Vertreter der Agenda 21-Projektgruppe „Mobilfunk“, Martin Scheibert und Reinhold Boehme, wurden von der Leiterin des MRC, Frau Dr.-Ing. Ingrid Rügge, und zwei weiteren Mitarbeitern des Zentrums begrüßt und über Aufgaben und Arbeitsweise des MRC informiert.

Das MRC bietet Dienstleistungen, Know-how und Transfer von Technologien für mobile Arbeits- und Geschäftsprozesse, z. B. in den Bereichen Logistik, Produktion, Luft- und Raumfahrt, Gesundheitswesen und Entertainment. Mehrere Produkte - hier "Demonstratoren" genannt - konnten die Besucher bestaunen und z. T. ausprobieren, z. B. Mikrotechnik zur Aufnahme und Übermittlung von Details eines Kfz-Versicherungsschadens, der Wartung einer Windkraftanlage oder eines Notarzteinsatzes.

 

Die Demonstrationsgeräte werden aus einem übergreifenden Forschungsverbund heraus technisch zu Prototypen entwickelt, die dann Firmen und Institutionen zur Verbesserung der jeweils anfallenden Aufgaben angeboten werden.

Bei den meisten Lösungsvorschlägen wird mit der drahtlosen Übertragung der anfallenden Datenmengen (Bilder, Texte, Sprache) gearbeitet (RFID, W-LAN, Bluetooth..) und damit ein Zeitgewinn gegenüber bisherigen Verfahren erzielt, etwa bei der drahtlosen Übertragung von Patientendaten bei einem Notfalleinsatz.

"Intelligente Kleidung" (in Schuhen, Hosen oder Jacken eingearbeitete Mikrotechnik)

Die Gäste aus Oldenburg zeigten sich beeindruckt von der Fülle der technischen Möglichkeiten. Sie äußerten den Wunsch, dass bei der interdisziplinären Entwicklung der Projekte auch gesundheitliche Aspekte bedacht werden können ("Ist alles, was auf wissenschaftlicher Grundlage technisch möglich ist, auch für die damit arbeitenden Menschen langfristig zuträglich?").

Frau Dr. Rügge sagte hierzu, dass sie sich durchaus in den fächerübergreifenden Arbeitsgruppen auch Philosophen, Gesundheitsfachleute etc. vorstellen könne. Beide Seiten zeigten sich abschließend interessiert an weiteren Kontakten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedankten sich für einen hochinteressanten Nachmittag beim MRC, aber auch bei Martin Scheibert, der die Verbindung hergestellt hatte, und bei Thomas Ponel, der die Organisation der Anreise (Bahn) übernommen hatte.