Schau zurück - geh' in die Zukunft

800 Schülerinnen und Schüler nahmen am 17. November 2010 am Besinnungstag der Berufsbildenden Schule Wechloy teil. Die Schüler selbst organisieren jedes Jahr am Buß- und Bettag ein Programm mit über 30 Workshops und Foren. Als Referenten von der Zeitzeugenbörse waren Ruth Hoting, Änne Behrends, Eva Hagel, Günther Zimni sowie Hildegard und Walter Rose beteiligt. Sie brachten den Schülern mit Bildern und Dokumenten von früher ihre eigenen Erlebnisse der Jugendzeit näher.

Ruth Hoting und Änne Behrends berichteten über ihre Ausbildungszeit und das Arbeitsleben in und nach dem Krieg. Sie zeigten beeindruckende Unterlagen, wie zum Beispiel Berichtshefte, Lehrverträge oder Arbeitsbescheinigungen.

Aus den originalen Feldpostbriefen ihrer Familie las Eva Hagel vor. Sie erzählte, wie es war, einen solchen Brief zu bekommen, und wie lange man früher auf die Post warten musste.

Günther Zimni berichtete, unter anderem anhand alter Landkarten, über die Vertreibung aus Niederschlesien und seine Flucht als Elfjähriger nach Oldenburg. Er bat die Schüler eindringlich, die von ihm wiedergegebenen Geschehnisse der Vergangenheit nicht zu vergessen und als Mahnung aufzufassen, dass sich diese nicht wiederholen.

Besonders die Zeit in der Schule und die Erfahrungen in der Hitlerjugend brachte das Ehepaar Rose zum Ausdruck. Sie machten deutlich, wie Hitler zum Übervater geworden ist und die Geschehnisse zu seinem Vorteil machte. Frau Rose schilderte, wie sie über die grüne Grenze von Sachsen nach Oldenburg geflohen ist, Herr Rose hat von seiner Gefangenschaft in Ägypten erzählt.