Leben und Arbeiten im Kaufhaus Merkur

Arbeitswelt der 50er Jahre
Das Oldenburger Kaufhaus Merkur (vormals Hitzegrad)

Die Agendagruppe „Zeitzeugenbörse Oldenburg“ startete am 4. Oktober 2006 eine Veranstaltungsreihe von Vorträgen und Diskussionen. Thema der Auftaktveranstaltung war das Leben und Arbeiten im Oldenburger Kaufhaus Merkur (vormals Hitzegrad). Nach einer Einführung durch Thomas Ponel, den städtischen Agendabeauftragten, lieferte Ruth Hoting sehr persönliche Einblicke in die Arbeitswelt eines traditionsreichen Kaufhauses der 50er Jahre, einem Gebäude von hohem architektonischen Wert (u. a. Oldenburgs erste Rolltreppe), das 1965 dem Horten-Kaufhaus weichen musste.

Wer hätte gedacht, dass die Verkäuferinnen an heißen Sommertagen schon mal barfuß in Wassereimern standen, um sich angesichts fehlender Klimaanlage etwas Kühlung zu verschaffen?

...der dass man damals vom ersten Stock des Kaufhauses aus durch das offenstehende Fenster in der Mittagspause Fische angeln konnte - denn die Husbäke floss nebenan...

Ruth Hoting (geb. Meyer), die in den 50er Jahren viele Verkäuferinnen bei Merkur ausgebildet hat, berichtete über Clemens Hitzegrad, sein markantes Gebäude und über das Leben und Arbeiten im Oldenburger Kaufhaus Merkur. Sie lieferte dabei sehr persönliche Einblicke in die Arbeitswelt des ersten großen Oldenburger Kaufhauses der 50er Jahre.

Viele "Merkurianer" waren der Einladung gefolgt und trugen mit lebhaften Erinnerungen und oft humoristischen Beiträgen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

"Merkur"-Lehrmädchen in den 50er Jahren.

Das Interesse an den Merkur-Erinnnerungen ist so groß, dass die Vorträge mehrfach wiederholt wurden und auch weiterhin angeboten werden.