Zeitzeugenbörse verhilft Schule zu Preis

Die Agendagruppe „Zeitzeugenbörse »“ war am 19. und 20. April 2012 in der Paul Maar Schule in Osternburg zu Gast. Grund für die Einladung war ein Schulwettbewerb der Oldenburgischen Bürgerstiftung mit dem Titel „Hattet ihr früher auch Internet? Kindheit in Oldenburg – damals und heute“. Die Schule hatte das Agendabüro » hierfür um Unterstützung gebeten, und die Agendagruppe sagte spontan zu.

Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der teilnehmenden Grundschulen hatten dann die Aufgabe, die Oldenburger Zeitzeugen wie richtige Reporter zu befragen und gemeinsam eine Dokumentation darüber zu erstellen. Befragt werden sollten ältere Generationen mit mindestens 60jähriger Lebenserfahrung, Nachbarn, Bekannte – oder in diesem Fall Mitglieder der Oldenburger Agendagruppe „Zeitzeugenbörse“. Frau Abel, Frau Hoting, Frau Rose und Herr Zimny stellten sich dafür zur Verfügung.

Die Studentin Hülya Isik absolvierte zu dieser Zeit ein Praktikum im Agendabüro » und hat die Aktion begleitet: „Das Projekt ging für uns zwei Tage lang und war ein voller Erfolg.“ Am ersten Tag stellten die Mitglieder der Zeitzeugen sich und die Agenda 21 vor und erzählten persönlich erlebte Kurzgeschichten über die Schönheiten der Stadt Oldenburg in vergangener Zeit, aber auch über Kriegsfolgen und Naturkatastrophen wie Hochwasser. Zahlreiche Fotodokumente illustrierten und ergänzten ihre Vorträge. Besonders das Thema Kramermarkt weckte das Interesse der Schüler.

Dann ging es hinaus auf den Schulhof. Die Zeitzeugenmitglieder stellten einige einfache Geschicklichkeitsspiele aus ihrer Kindheit vor – und waren überrascht, dass einige davon – zum Teil in leicht abgewandelter Form – heute noch populär sind – etwa das Werfen von Münzen gegen eine Wand.

Seitens der Schule empfing man die Zeitzeugenmitglieder sehr gastfreundlich und fürsorglich. An beiden Tagen wurde ein ansehnliches Frühstücksbuffet angeboten  und zwischendurch auch für die notwendigen Pausen gesorgt. Die Schüler (4. Klasse) waren sehr aufgeweckt. Sie führten auch Einzelgespräche mit den Zeitzeugen und stellten ihnen auch sehr persönliche, individuelle Fragen.

„Für mich war besonders die Tatsache bewegend, dass mehrere Generationen über eine längere Zeit gemeinsam in einem Raum miteinander interagieren konnten und dies reibungslos und mit viel Spaß beiderseits verlief“ berichtet die Praktikantin.

Und tatsächlich wurden die Ergebnisse mit dem Preis der Oldenburgischen Bürgerstiftung belohnt. Gemeinsam mit der Schulklasse konnten die Mitglieder der Agendagruppe und der Agendabeauftragte diesen Erfolg im Rahmen der Preisverleihung am 30. Mai 2012 feiern.