Grundstein für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Nachdem der Rat der Stadt Oldenburg im Januar 1997 dem Beginn des Oldenburger Agenda 21-Prozesses seine offizielle Zustimmung erteilt und damit den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Rio ´92) gelegt hatte, wurden in einem mehrjährigen, moderierten Dialogprozess Leitlinien für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Oldenburg erarbeitet: das Agenda 21-Aktionsprogramm » (pdf). 

Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen waren an diesem Werk beteiligt, das im Mai 2001 einstimmig vom Stadtrat als kommunalpolitische Weichenstellung für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung unserer Stadt beschlossen wurde.

Die Leitbildphase des Oldenburger Agenda 21-Prozess hat damit ihren Höhepunkt erreicht. Das Aktionsprogramm markiert die erfolgreiche Vollendung eines ehrgeizigen Vorhabens, an dem viele engagierte Oldenburgerinnen und Oldenburger mitgewirkt haben.

Rückblick:
Zur Unterstützung und Koordination dieses Vorhabens wurde 1998 zunächst ein städtisches agenda-büro sowie ein repräsentativ besetzter Agenda-Beirat eingerichtet. Daraufhin begann ein für Oldenburg bis dahin einmaliges Bürgerbeteiligungsverfahren. In nur anderthalb Jahren entwickelten acht Arbeitsgruppen Leitbilder, eine Bestandsaufnahme, Handlungsempfehlungen sowie konkrete Projektvorschläge, die auf einer gleichrangigen Behandlung ökonomischer, sozialer, ökologischer und entwicklungspolitischer Ziele beruhen. Dieser Orientierungsrahmen wurde durch drei Zwischenberichte ausführlich dokumentiert.

Durch den Agenda21-Dialog und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wurde eine Eigendynamik entfacht, die sich u. a. in der Bildung zahlreicher Projektgruppen » widerspiegelt, die aus den Agenda21-Arbeitsgruppen entstanden und sofort mit der Umsetzung konkreter Agendaprojekte begannen. Natürlich bedarf dieser Prozess vieler Unterstützer, z. B. durch die Wirtschaft, durch Stadtverwaltung und Kommunalpolitik, denn viele Nachhaltigkeitsziele können nicht allein durch ehrenamtliches Engagement realisiert werden.

Aus diesem Grund wurde auf Basis der Zwischenberichte das vorliegende Aktionsprogramm erstellt. Es enthält die aus dem Dialogprozess erarbeiteten Leitbildthesen für ein zukunftsfähiges Oldenburg und darauf aufbauende Handlungsziele, die nun von der Stadtverwaltung, so der Auftrag des Rates, für die Umsetzung vorbereitet werden sollen und zwar in Anlehnung an die konkreten Projektvorschläge des dritten Zwischenberichts und in Kooperation mit den Projektgruppen. Dadurch wird einmal mehr der starke Beteiligungscharakter des Oldenburger Agenda-Prozesses betont.

Der Ratsbeschluss schafft eine solide Grundlage für die Fortführung des Agenda21-Prozesses und zollt seinen Akteuren, ohne deren Engagement dieser Erfolg undenkbar wäre, hohe Anerkennung.

Aktionsprogramm lesen

Das Agenda21-Aktionsprogramm der Stadt Oldenburg liegt als Farbbroschüre im Agendabüro vor. Sie enthält auch den Wortlaut des Ratsbeschlusses vom Mai 2001 und wird kostenlos an Interessierte abgegeben.

Download: Die Broschüre kann hier » kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen werden.