Arbeitsgruppen

Die Arbeitsgruppen bildeten den Kern des Oldenburger Agenda-Dialogs zu Beginn des Prozesses im Zeitraum zwischen Januar 1999 und Sommer 2000. Sie erarbeiteten den Inhalt der Lokalen Agenda 21. Die Leitung der AG-Sitzungen erfolgte durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Moderationsteams oder durch das agenda büro. Im Moderationsteam hatten folgende Personen mitgewirkt, deren persönliches Engagement zum Erfolg des Arbeitsgruppendialogs beitragen hat: Kai-Olaf Bastenhorst, Dirk Meuer, Eckhard Schwitters, Markus Troja, Dr. Günther Sielmann, Carsten Hoyer, Bernd Grafe-Ulke, Walter Neddermann, Edgar Knapp, Volker Harms, Michael Greif, Corinna Wermke, Philip Rigley und Silke Stremlau.

Folgende Arbeitsgruppen wurden im Anschluss an die Auftaktveranstaltung (November 1998) gebildet:

AG 1: Zukunftsfähige Lebensstile
AG 2: Stadtplanung und Fortbewegung
AG 3: Wirtschaft und Verkehr
AG 4: Wohnen, Bauen, Energie
AG 5: Soziale Gerechtigkeit
AG 6: Gerechter Welthandel - Interkultureller Dialog 
AG 7: Neue Formen der Mitgestaltung
AG 8: Die Umwelt braucht uns nicht - wir brauchen die Umwelt

Besetzung der Arbeitsgruppen
In jeder Arbeitsgruppe war nach Möglichkeit ein sowohl thematisch relevantes als auch gesellschaftlich repräsentatives Interessenspektrum vertreten. Die thematische Ausrichtung war weitgehend überschneidungsfrei. Der begleitende Arbeitskreis des Oldenburger Verkehrsentwicklungsplans (VEP) wurde als Bestandteil des Agenda-Prozesses betrachtet und deshalb als bereits existierende Arbeitsgruppe zum Thema Verkehr berücksichtigt.

Aufgaben, Funktionen und Beziehungen zu anderen Organen des Prozesses
Jede Gruppe erarbeitete zu ihrem Themenbereich sowohl Leitbilder als auch konkrete Maßnahmen für ein zukunftsfähiges Oldenburg im Sinne der Agenda 21. Die Resultate des Arbeitsgruppenprozesses werden zu einem Aktionsprogramm » für ein zukunftsfähiges Oldenburg im Sinne der Agenda 21 zusammengefasst (Lokale Agenda 21) und bilden die Basis für die Projektgruppen », die sich im Anschluss an den Agenda-Dialog bilden.
Der Ablauf des Arbeitsgruppenprozesses orientierte sich an folgenden Phasen:

          • Leitbilddiskussion
          • Bestandsaufnahme
          • Ermittlung des Handlungsbedarfs
          • Benennung von Projektidee

    Die Arbeitsgruppen wiesen folgende Beziehungen zu anderen Organen des Prozesses bzw. zur Öffentlichkeit auf:

          • Während der monatlichen Forumssitzungen berichteten Abgesandte der Gruppen über den jeweiligen Stand der Arbeit.
          • Die Arbeitsgruppen versorgten sich, soweit erforderlich, mit externem Know How und Fachwissen. Zu diesem Zweck wurden Gastreferenten/Experten eingeladen.
          • Zusätzlich zu den eigentlichen Arbeitssitzungen führten die Arbeitsgruppen öffentliche Informationsveranstaltungen zum jeweiligen Themenbereich durch. Dadurch sollten auch die Vorstellungen und Ideen einer möglichst breiten Basis Eingang in die Lokale Agenda 21 finden.
          • Zwischen den AGs fand ein regelmäßiger Erfahrungs- und Informationsaustausch statt, um thematische Überschneidungen zu vermeiden und Synergieeffekte zu nutzen. Zu diesem Zweck wurden vom agenda büro regelmäßig stattfindende Moderationsteamsitzungen durchgeführt.
          • Die Teilnehmer/innen der Gruppen fungierten als Multiplikatoren des Lokalen Agenda-Prozesses, d. h. sie waren im Rahmen ihres jeweiligen Themenbereiches Ansprechpartner für interessierte Bürger/innen.


    Arbeitsweise und Spielregeln
    Entscheidungen wurden im Konsens getroffen. Ein Konsens galt als erreicht, wenn keine abweichenden Voten geltend gemacht wurden. Wenn kein Konsens zustande kam, wurden Mehrheitsentscheidungen mit den davon abweichenden Voten dokumentiert, um der Bandbreite des Meinungsbildes angemessen Rechnung zu tragen. Dies war während des gesamten Arbeitsgruppenprozesses nur zu zwei Aussagen der Fall und wurde in den Zwischenberichten dokumentiert.

    Mit Hilfe geeigneter Moderationstechniken wurde sichergestellt, dass ein gleichberechtigter Dialog stattfand. Die Ergebnisse der Gruppensitzungen wurden protokolliert.