Auftakt zur Lokalen Agenda 21 in Oldenburg

Zum Oldenburger Agenda-Auftakt, der am 6. November 1998 in der Cäcilienschule stattfand, waren über 500 Bürgerinnen und Bürger erschienen. Die Veranstaltung verfolgte zwei Ziele. Zum einen sollte einer möglichst breiten Öffentlichkeit die Grundidee der Agenda 21 auf anschauliche Weise vermittelt werden. Außerdem sollte hier ein Bürgerbeteiligungsprozess zur Erarbeitung eines Aktionsprogramms für ein nachhaltiges Oldenburg begonnen werden.

Den Kern der Veranstaltung bildete eine Ideenbörse. Im Rahmen sechs verschiedener „Themeninseln“ wurden Info-Stände, Exponate oder vergleichbares Anschauungsmaterial präsentiert. Anstelle umfangreicher Texte oder Dokumentationen wurde dem Motto „Agenda 21 zum Anfassen“ eine Priorität eingeräumt. Daneben sollte den in Oldenburg ansässigen Akteuren die Möglichkeit gegeben werden, anregende Projekte im Lichte der Lokalen Agenda darzustellen. Zu den Mitwirkenden an der Ideenbörse zählten u. a.

  • ALSO (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg)
  • ARA (Darstellung des Uirapuru-Projektes)
  • Bauernhof Diers
  • Blauschimmel Atelier
  • Diakonisches Werk: Wohnungslosenhilfe
  • Donna 45
  • Oldenburger Energiekontor
  • EWE
  • Firma Feldhus: Grasdachkonzepte
  • Freie Waldorfschule Oldenburg
  • GSG
  • Gymnasium Eversten: Energiesparaktion
  • IGS Marschweg (Helene-Lange-Schule): Energiesparaktion
  • Nord-Süd-Kreis (Nicaragua-Verein, IBIS, welthaus oldenburg,
  • VIB, Ökumenisches Zentrum, Lateinamerikagruppe)
  • Projekt Regionale Handelsstrukturen für landwirtschaftliche Produkte; (Stadt Oldenburg/Landkreis Wesermarsch)
  • Projekt Kunst am Wegesrand
  • Regionales Umweltbildungszentrum Oldenburg
  • Solartechnik Altnickel
  • Stadtteilauto
  • Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
  • Amt für Umweltschutz/agenda büro
  • Verbraucherberatung Oldenburg

Die Besucher/innen waren aufgerufen, weitere Vorschläge und Anregungen auf Karten zu notieren, die zum Schluss der Veranstaltung präsentiert wurden. An allen Themeninseln lagen außerdem Listen aus, in die sich eintragen konnte, wer an einer längerfristigen Mitarbeit in einer Agenda-Arbeitsgruppe interessiert ist. Beide Beteiligungsmaßnahmen fanden unerwartet hohe Resonanz. Im darauffolgenden Monat wurden insgesamt acht Arbeitsgruppen gebildet.