Unser Müll

In 2017 und 2018 dreht sich im Agenda-Büro alles um das Thema „Unser Müll“.

In unserem Alltag produzieren wir alle so viele unterschiedliche Arten von Abfällen in verschiedenen Mengen und in den meisten Fällen fällt uns das gar nicht auf. Es ist eben Alltag.

Hierauf soll aufmerksam gemacht werden und es sollen Alternativen angeboten werden.

Fastenzeit mal anders - Plastikfasten

Bei dieser Fastenaktion ging es nicht ums Entschlacken oder Abspecken, sondern ums Überdenken des alltäglichen Konsumverhaltens: Das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) der Stadt Oldenburg hat alle Oldenburger Schulen zum „Plastikfasten“ aufgerufen. In der klassischen Fastenzeit vom 14. Februar bis 30. März sollten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Plastik beschäftigen. Dazu hatte das RUZ in Abstimmung mit dem Agenda-Büro ein vielfältiges Programm erstellt, das unter anderem Angebote des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB), des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) und der Universität Oldenburg umfasste.

Hierzu gehörte zum Beispiel ein Aktionsstand auf dem Oldenburger Wochenmarkt, an dem die Schülerinnen und Schüler die Gäste über das Thema Plastikmüll informierten. In Zusammenarbeit mit einer Schule aus Osnabrück gab es einen Workshop zum Verzicht auf Plastiktüten beim Einkaufen. Außerdem konnte im Lernlabor „Wattenmeer“ der Oldenburger Universität an mehreren Terminen zum Thema Plastikmüll experimentiert werden. Und Besichtigungen beim OOWV auf der Oldenburger Kläranlage, Führungen über den Wertstoffhof des Abfallwirtschaftsbetriebes und verschiedene Vorträge standen auch auf dem Programm.

In Anlehnung an das vom BUND initiierte Plastikfasten sollten die Kinder und Jugendlichen auf das Thema aufmerksam gemacht werden und erarbeiten, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann. Dazu zählen Getränkeflaschen ebenso wie Plastikverpackungen, Trinkhalme oder Shampooflaschen. Hier galt es, plastikfreie Alternativen zu finden, um die Umwelt und die eigene Gesundheit zu schützen.

Alle Schulen waren herzlich eingeladen, sich an dem Plastikfasten zu beteiligen. Das ausführliche Programm findet sich auf der Internet-Seite www.oldenburg.de/energiebildung. Auskünfte hierzu erteilt Christel Sahr vom RUZ unter Telefon 0441 248 376.

 

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Laut einer Studie des WWF landen allein in Deutschland pro Sekunde 313 Kilogramm Lebensmittel im Müll, ein Großteil davon wäre noch genießbar. Diese Zahl summiert sich auf das Jahr gesehen auf über 10 Millionen Tonnen.

Abgesehen vom moralischen Aspekt benötigt die Produktion von Lebensmitteln Fläche, verbraucht Wasser und emittiert Treibhausgase. Die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ist somit ein konkreter und in vielerlei Hinsicht wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Was kann man dagegen tun?

Beispielsweise in der Gastronomie entstehen an verschiedenen Stellen Lebensmittelabfälle. Um diese Abfälle zu reduzieren, gibt es zum Beispiel den Leitfaden des Umweltbundesamtes „Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering“. Der Leitfaden enthält viele praktikable und einfach umsetzbare Tipps und kann als Datei auf der Internet-Seite des Bundesumweltamtes heruntergeladen werden (www.umweltbundesamt.de/publikationen »).

Außerdem gibt es zu diesem Themenkomplex die Internet-Seite www.lebensmittel-abfall-vermeiden.de ». Diese Seite ist durch ein Projekt der FH Münster, Institut für nachhaltige Ernährung, entstanden, gefördert wurde es durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Die Plattform richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und stellt Instrumente zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zur Verfügung.

Weiterhin gibt es die „Beste-Reste-Box“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Diese Box soll dazu dienen, den Restaurant-Gästen die nicht verzehrten Speisen aktiv zum Mitnehmen anzubieten. Auf diese Weise kann das Abfallaufkommen reduziert werden und die Gäste freuen sich über den Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.restlos-geniessen.de ». Die Box kann im Großhandel bezogen werden und kostet nur 0,50 Euro netto pro Box. Eine Entsorgung der Box über die Biomülltonne ist möglich, da sie vollständig kompostierbar ist. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Restaurant-Besuch doch einmal nach der "Beste-Reste-Box", wenn Speisen übrig geblieben sind.

Darüber hinaus bestehen weitere Möglichkeiten, noch genießbare Lebensmittel nicht zu vernichten. So gibt es beispielsweise im Internet verschiedene Plattformen über die unverkaufte Speisen, die im Betrieb übrig geblieben sind (zum Beispiel von einem Mittagsbuffet), preisreduziert angeboten werden können.

Dies sind alles gute Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und gleichzeitig verzehrfähige Mahlzeiten vor der Vernichtung zu retten.

Haben Sie weitere Ideen, Anregungen oder Hinweise zu diesem Thema? Das Agenda-Büro freut sich über Ihre Rückmeldung unter agenda21(at)stadt-oldenburg.de.