Coffee-to-go ab sofort umweltfreundlicher

Seit Montag, 4. September 2017, bieten mehrere Bäckereien und Cafés den offiziellen Oldenburg-Mehrwegbecher für den Coffee-to-go an. Damit setzen sie sich für den schonenden Umgang von Ressourcen und für die Abfallvermeidung ein und schenken Getränke zum Mitnehmen in Mehrwegbechern aus.

Bei folgenden Betrieben können Sie den Mehrwegbecher erhalten:

Appeltje Eetcafé

Bäckerei Behrens-Meyer

Bäckerei Bruno

Bäckerei Müller-Egerer

Bastwöste-Marktcafé

Café am Steinweg (Evangelisches Krankenhaus)

CaféKurswechsel in der VHS

Café Leutbecher

Café MitMensch im Büsingstift

Café Rundblick (Reha-Zentrum)

Café Woyton

Heimathaven Oldenburg

Käthe Kaffee

Kaffeerösterei La Molienda

MachBar im Jobcenter/Bundesagentur für Arbeit

OLantis-Gastronomie

OVS-Gastronomie in den Weser-Ems-Hallen

SMP-Kantine

Vita-Catering in der Helene-Lange-Schule


Bei den oben genannten Betrieben sind die Mehrwegbecher in zwei verschiedenen Größen für 1 Euro Pfand erhältlich. Abgegeben werden können die Becher hinterher auch wieder bei jedem dieser Anbieter.

Infoveranstaltung bereits im März
Vorausgegangen war die Initiative des Agenda-Büros der Stadt Oldenburg. Bereits Ende März 2017 folgten die Bäckereien und Cafés der Einladung des Agenda-Büros zu einer ersten Informationsveranstaltung zum Thema Mehrweg- statt Einwegbecher. Kein halbes Jahr später stellen nun die ersten Betriebe um. „Das ist ein tolles Ergebnis. Wir freuen uns sehr über das Engagement der Betriebe“, sagt Umweltdezernentin Gabriele Nießen.

„Je mehr Betriebe es gibt, die Mehrwegbecher ausgeben und wieder annehmen, desto bequemer für den Kunden und desto besser wird dieses gute Angebot angenommen“, ergänzt Inka Thole, hauptverantwortlich für die Lokale Agenda 21 der Stadt Oldenburg.

Becher im Oldenburg-Design

Die ersten Becher werden neben den positiven Umwelteffekten auch noch gut aussehen: Die Stadt Oldenburg hat bei der Firma RECUP », die die Mehrwegbecher anbietet, ein Oldenburg-Design in Auftrag gegeben und stellt den ersten fünf Betrieben, die sich für eine Umstellung entschieden haben, je 200 Becher mit der Silhouette von Oldenburg kostenlos zur Verfügung. Freundlicherweise hatte die Firma Freimann Werbung die Grundlage für das Oldenburg-Design zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt.

Mitstreiter gesucht

Der Umstieg dieser Betriebe soll aber erst der Anfang sein. Weitere Betriebe, die ebenfalls Getränke zum Mitnehmen anbieten, sind herzlich eingeladen, sich ebenfalls diesem sinnvollen Mehrwegsystem anzuschließen. Je mehr Stellen es gibt, die diesen Mehrwegbecher anbieten und auch wieder zurücknehmen, umso komfortabler für die Kunden. Und das, was einfach und komfortabel ist, wird auch gut angenommen.

Wenn Sie also Interesse an einem Umstieg auf ein Mehrwegbechersystem haben, können Sie sich gern an das Agenda-Büro unter 235-3246 oder agenda21(at)stadt-oldenburg.de » oder direkt an die Firma RECUP (www.recup.de ») wenden. Dort erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu diesem Thema.

Rückblick

Mehrweg statt Einweg.

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden pro Jahr in Deutschland 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht. Diese Becher sind Ressourcenfresser, weil sie nach ihrer einmaligen Nutzung bereits zu Abfall werden.

Das Foto der Stapel mit Einwegbechern rechts stammt aus einem Kunstprojekt der Freien Universität Berlin, das sich auch schon mit dieser Thematik beschäftigt haben. Auf der Internetseite » der FU Berlin finden Sie weitere Informationen hierzu.  

Am 30. März 2017 wurden im Technischen Rathaus drei unterschiedliche Mehrwegbecher und die dazugehörigen Systeme vorgestellt. Allen gemeinsam ist die Bestrebung, die Flut an Einwegbechern für den so beliebten „Coffee to go“ zu verringern und damit einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung und zum Umweltschutz zu leisten.

An der Veranstaltung haben Vertreterinnen und Vertreter von Bäckereien, Cafés, Coffee-Shops und Fast-Food-Geschäften teilgenommen, die in Zukunft gern auf Einwegbecher verzichten möchten.

Einige Anbieter von „Coffee to go“ bieten ihren Kunden bereits jetzt an, mitgebrachte Becher wieder neu zu befüllen. Teilweise wird dafür sogar ein Rabatt gewährt. Insgesamt wäre jedoch ein flächendeckendes System in Oldenburg, an dem sich möglichst viele Betriebe beteiligen, das bequemste und nachhaltigste Angebot für die Verbraucherinnen und Verbraucher.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden in drei Präsentationen Becher und die dazugehörigen Mehrwegsysteme vorgestellt. Der Becher wird mehrmals benutzt! Damit spart er enorme Mengen Ressourcen und Abfall ein.

Vorgestellt haben die Firma BODUM und Dallmayr ihren „Joy-Cup“.

Das Start-Up-Unternehmen „reCup“ hatte zwei Modelle dabei. Hier finden Sie ausführliche Informationen » zum Becher und dem System.

Der dritte Becher stammt aus Göttingen, von der BBS II. Dort wurde der „Fair Cup“ von Berufsschülern entwickelt. Eine genauere Darstellung » gibt es im Internet.