Info-Mobil bietet Beratung und Informationen zum Thema Wildbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen

Wildbienen haben neben vielen weiteren Insekten wie Wespen, Fliegen und Käfern eine unbestreitbare Bedeutung als hauptsächliche Pflanzenbestäuber. Wir verdanken Ihnen nicht nur den Erhalt der biologischen Artenvielfalt (Biodiversität) - auch die Vielfalt auf unserem Teller hängt maßgeblich und letztlich vom Wirken dieser Tiere ab.

Mal ehrlich!
Denken Sie bei dem Wort Biene nicht auch zuerst oder sogar ausschließlich an die Honigbiene? Wären Sie verblüfft zu hören, dass es allein in Deutschland mehr als 560 weitere Insektenarten gibt, die zu den Bienen gehören? Mehr als die Hälfte von ihnen ist in ihrem Bestand bedroht (Rote Liste). Auch Hummeln sind Bienen. Die Honigbiene und diverse Hummeln leben jeweils in einem Staat. Sie sind eng miteinander verwandt, bauen mit Wachs. Die Honigbiene lagert als einziges Insekt für das Überleben ihrer Art selbsthergestellten Honig ein, den sich der Mensch zu seinem Vorteil nimmt. Und die anderen?

Besonderer Schutz
Die anderen sind sogenannte „Wildbienen“. Sie alle sind bis auf wenige Ausnahmen Einzelgänger, leben in keinem Staat. Sie kommen vollständig allein klar, ohne Artgenossen, ohne den Menschen – wenn der sie lässt. Man nimmt sie oft kaum wahr, wenn man nicht weiß, dass es keine Fliege ist, was da gerade vorbei fliegt. Sie legen ihre Brut je nach Art an den unterschiedlichsten Nistplätzen in der Natur oder einem Ersatzbehelf ab. Nur in einem Punkt (aus Sicht des Menschen) können die heimischen Wildbienen die Honigbiene nicht ersetzen – sie produzieren keinen Honig. Ihre Bedeutung als Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen wurde bislang weit unterschätzt. Dieses hat der Gesetzgeber inzwischen erkannt und sie nicht zuletzt deshalb durch die Bundesartenschutzverordnung unter besonderen Schutz gestellt. Jeder Mensch trägt - ob bewusst oder unbewusst – Verantwortung für den Erhalt und den Schutz dieser besonderen Insekten.

Informationen durch das persönliche Gespräch

Um dieser Verantwortung Rechnung zu tragen und sich informieren zu können, bietet das Gemeinschaftsprojekt Wildbienenschutz Möglichkeiten für alle Interessierten, mehr zu erfahren. Dieses Projekt ist eine Kooperation der Unteren Naturschutzbehörde mit dem NABU Oldenburger Land. Es dient dem Natur- und Artenschutz, der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Information, Beratung und Betreuung der interessierten Menschen, die sich zum Schutz und für die Unterstützung von Wildbienen und anderen gefährdeten Hautflüglern einsetzen möchten. Der mobile Stand auf Lastenradbasis liefert umfangreiche Informationen durch den Austausch im persönlichen Gespräch, über verschiedenstes Anschauungsmaterial zum „Begreifen“, über Fachbroschüren und -flyer, empfehlenswerte Buchtipps, weiterführende und vor allem fachlich korrekte Internetlinks und vieles mehr. Sie erfahren, wie die Gestaltung Ihres Gartens und die getroffene Pflanzenauswahl zusammenhängen mit dem Nahrungsangebot, den Nistmöglichkeiten und dem Lebensraum, den Ihr Garten, Balkon oder die Terrasse diesen Tieren liefert. Sie können mehr darüber lernen, wie Sie im Kleinen (oder gern auch im Großen) die immer weiter eingeschränkten Lebensbedingungen für Wildbienen verbessern helfen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Sie selbst und mit wenig Aufwand umsetzen können.

Schutz der biologischen Vielfalt durch eigenes Handeln
Sie finden das Mobil bei öffentlichen Veranstaltungen, diversen Garten-Veranstaltungen (im Schlossgarten, im Botanischen Garten) und zu anderen Anlässen, die mit Garten und Pflanzen im weitesten Sinne zu tun haben, in der Innenstadt und auf Wochenmärkten, bei Interesse oder auf Wunsch auch in Verbindung mit Veranstaltungen in Kleingartenvereinen, in Gartenbaumärkten oder von Ihnen gewünschten Veranstaltungen. Als weitere Einsatzbereiche geplant sind Schulen, in denen langfristig unabdingbares Wissen über Wildbienen und den Schutz der biologischen Vielfalt (Insekten/Wildpflanzen) durch eigenes Handeln übermittelt werden sollte, um schon die jüngere Generation für dieses Thema zu sensibilisieren.

Gemeinschaftsprojekt Wildbienenschutz - Natur- und Artenschutz: Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Betreuung zum Schutz und zur Unterstützung von Wildbienen und anderen gefährdeten Hautflüglern.

Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Kontakt

Stadt Oldenburg
Untere Naturschutzbehörde
1. Stock; Zimmer 135/136
Industriestraße 1 h
26121 Oldenburg

Telefon: 0441-235-2777
E-Mail: naturschutz(at)stadt-oldenburg.de

Oder über:                                                                             
NABU Bezirksgruppe Oldenburger Land, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Telefon: 0441-25600
E-Mail: will(at)nabu-oldenburg.de